Nach mehr als vier Jahren der Ungewissheit hat Ikea eine endgültige Entscheidung getroffen: Die in Memmingen geplante Niederlassung wird nicht entstehen. Noch 2015 hatte der Möbelriese vor, rund 100 Millionen Euro zu investieren. Angestrebt wurde eine Filialeröffnung Ende 2019, direkt am Autobahnkreuz.

Auch Fachmarktzentrum fällt ins Wasser

Am Donnerstag teilte der Konzern mit, dass weder ein Einrichtungshaus noch ein Fachmarktzentrum entstehen werden. Das gab die Stadt Memmingen in einer Pressemitteilung bekannt, außerdem hatte die Schwäbische Zeitung darüber berichtet. Die Entscheidung kam nicht völlig unerwartet. Im vergangenen Jahr hatte Ikea nämlich eine grundsätzliche Neuausrichtung beschlossen. Es wurde auch bekannt, dass in Memmingen die geplante Verkaufsfläche von 18.000 Quadratmetern reduziert werden sollte. Stattdessen war eine vergrößerte Lagerfläche für den Onlinehandel im Gespräch.

Standort sei nicht rentabel

Allerdings ist man bei Ikea offenbar zu dem Schluss gekommen, dass auch dieses Konzept nicht rentabel sein wird. Für die Warenauslieferung seien große Märkte wie Stuttgart und München zu weit entfernt.

Enttäuschung im Rathaus

Als Reaktion auf die Absage betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder, dass es sich um eine strategische Entscheidung des Unternehmens handle: „Wir müssen die Entscheidung des Unternehmens akzeptieren und respektieren. Es wurde uns nochmals bestätigt, dass das Projekt nicht, wie der Stadt vorgeworfen wird, „verschleppt“ worden ist.“

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es, dass zwischen Ikea und Memmingen nun Abstimmungsgespräche über alle offenen Punkte stattfinden werden.

Das könnte dich auch interessieren: