Nach den Fasnetsferien soll von 11. März an zwischen Kißlegg und Aulendorf wieder ein Zug fahren. Die DB Regionalverkehr Alb-Bodensee hat dazu ein Fahrzeug der Westfrankenbahn organisiert. Das teilte die DB Regio Baden-Württemberg mit. Auf der Strecke Memmingen–Kißlegg–Hergatz bleibe es aber bis 11. April beim Schienenersatzverkehr mit verlängerten Fahrzeiten. Man arbeite weiter daran, dass die Zwangspause vielleicht doch noch kürzer ausfalle. 

Seit Anfang der Woche ist das württembergische Allgäu vom Zugverkehr fast komplett abgehängt. Grund ist ein Engpass bei der Fahrzeugflotte. Für Untersuchungen müssen Fahrzeuge der Baureihe VT 650 in die Werkstatt.

„Fahrzeuge sind knapp, ein Ersatz nicht einfach“, sagte Stefan Buhl vom Fahrgastverband Pro Bahn. Trotzdem müsse es doch möglich sein, mehr als ein Ersatzfahrzeug aufzutreiben.

Das Landesverkehrsministerium forderte schon Anfang der Woche die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs. Dass die Sicherheit der Fahrgäste im Vordergrund stehe und die DB Regio möglichen Schäden an den Triebwagen sofort nachgehe, sei richtig. Ein längerer Ausfall des Zugverkehrs sei aber „nicht akzeptabel“.

Die Rathauschefs von Leutkirch, Wangen, Isny und weiterer Kommunen im Kreis Ravensburg protestierten „aufs Schärfste“ gegen das  Vorgehen der Bahn. Sie beschädige das Image des öffentlichen Personennahverkehrs.