Die Meldung traf die deutsche Ruder-Szene mitten ins Herz: Der Olympiasieger Maximilian Reinelt ist tot. Der gebürtige Ulmer verstarb am Sonntag im Alter von nur 30 Jahren beim Skifahren in Sankt Moritz.

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), teilte mit: „Maximilian Reinelt ist einer der ganz großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch.“ Bach hatte Reinelt in London die Medaille umgehängt.

„War ein super Typ“

„Ich bin total geschockt“, sagt Raimund Hörmann. Der Sportchef des Ulmer Ruderclubs Donau hatte am Morgen vom Tod Maximilian Reinelts erfahren: „Es ist einfach nur tragisch.“ Die Frage, die sich wohl jeder stelle sei, warum ausgerechnet er und warum so jung. „Max war ein Musterathlet. Einer, den bekommst du nur alle 100 Jahre.“

Auch Thomas Stang, Dirigent der Ulmer St.Georgs-Chorknaben, zeigt sich über den überraschenden Tod des Ruderers bestürzt. „Maximilian war ein super Typ“, sagt Stang. Reinelt war knapp 15 Jahre Mitglied des Jungendchors – und hinterließ auch dort einen positiven Eindruck. „Obwohl er für das Rudern immer viel trainieren musste, war er einer der Jungen, die am häufigsten bei den Proben erschienen“, so Stang.

„Er wird uns fehlen“

Auf seiner Webseite nahm der Deutsche Ruderverband Abschied von seinem ehemaligen Vorzeige-Athleten: „Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig“, so der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel. Der Funktionär beschrieb Reinelt, der für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 Gold im Achter gewann, als verbindlichen und freundlichen Menschen. „Ich wünsche seiner Freundin und Familie im Namen des gesamten Präsidiums für diese schwierige Zeit viel Kraft und Mut. Er wird uns fehlen“, so Kaidel.

Auch auf den sozialen Netzwerken löste der Tod des Ruderers Bestürzung aus. „Maximilian Reinelt 30! Da ist man echt sprachlos. R.I.P“, schrieb eine Nutzerin auf Twitter.

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