Vierschanzentournee-Historie: Von den Anfängen bis zum Goldenen Adler

Der Goldene Adler ist die begehrte Sieger-Trophäe bei der Vierschanzentournee.
Daniel Karmann/dpa- Die Vierschanzentournee begann 1953 mit 20.000 Zuschauern in Garmisch-Partenkirchen.
- Der Goldene Adler ist die Trophäe für den Gesamtsieger, seit 2013 auf gläsernem Sockel.
- Die Idee entstand 1949 in Partenkirchen, erste Organisation 1952 in Innsbruck.
- Erste TV-Übertragung 1956, was zur steigenden Beliebtheit beitrug.
- Zweite Tournee 1953/54 abgesagt, fand später doch statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Vierschanzentournee ist eine Erfolgsgeschichte, kaum eine andere Sportart neben Fußball – abgesehen in Jahren mit Olympischen Spielen – verzeichnet ein dermaßen großes Zuschauerinteresse live vor Ort und an den Bildschirmen. Es war ein Volltreffer, den die Skispringer aus Innsbruck und Partenkirchen mit ihrer Idee zu einer Deutsch-Österreichischen Springertournee landeten.
Geburtsstunde war ein Treffen in der gemütlichen Stube des Hauses Maier in Partenkirchen im Sommer 1949. Es dauerte noch drei Jahre, ehe der Organisationsplan beim Nachtskispringen am 17. Mai 1952 auf der Seegrube bei Innsbruck auf dem Tisch lag, wie die Tournee-Veranstalter auf ihrer Homepage schreiben. Dort finden sich auch weitere interessante Infos. Die drei Stationen Partenkirchen – mit dem damals schon traditionellen Neujahrs-Springen (seit 1921/22), Innsbruck und Bischofshofen waren von Anfang an als Tournee-Teilnehmer klar, gesucht wurde wegen der Parität der Skiverbände Deutschland und Österreich ein zweiter deutscher Partner. Die Wahl fiel auf den Ski-Club Oberstdorf.
20.000 Zuschauer und sechs Nationen
20.000 Zuschauer kamen zum Auftakt der ersten Tournee an Neujahr 1953 in Garmisch-Partenkirchen. Sechs Nationen nahmen teil: neben den besten deutschen und österreichischen Springern waren das fünf Slowenen, vier Schweden, je drei Norweger und Schweizer. Der Norweger Asgeir Dölplads siegte mit 78,5 und 81 Metern vor Sepp „Buwi“ Bradl. Der Österreicher gewann allerdings die Gesamtwertung mit zwei weiteren zweiten Plätzen in Oberstdorf und Bischofshofen und dem Sieg in Innsbruck.
Den Organisatoren gelang es seither immer, die Tournee durchzuführen. Größte Hürde in den ersten Jahrzehnten waren schneearme Winter, so manches Mal wurde die weiße Pracht von weither antransportiert. Es gab ja noch keine Schneekanonen. Teils musste auf kleinere Schanzen ausgewichen werden.
Trotz Absage angereist
So war schon die zweite Tournee 1953/54 wegen Schneemangels eigentlich abgesagt worden. In Unkenntnis dieses Beschlusses war die österreichische Mannschaft dennoch nach Oberstdorf, wo seither das Auftaktspringen stattfindet, angereist. Mit der Ankunft der Skispringer begann es dort zu schneien. Eiligst wurden die Schanzen präpariert und die Skiverbände telegrafisch verständigt.
Bereits im Jahre 1956 übertrug der Bayerische Rundfunk in der ARD das Neujahrsskispringen im Fernsehen und trug damit wesentlich zur ständig steigenden Popularität der Tournee bei, ab 1960 wurden auch die anderen Stationen im Fernsehen übertragen.
Die offizielle Trophäe für den Gesamtsieger ist seit 2013 der „Goldene Adler“ auf einem gläsernen Sockel. Das Symbol für den König der Lüfte wiegt fast 20 Kilogramm und hat eine Flügelspannweite von einem halben Meter. Als Erster nahm ihn der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit nach Hause.

