VfB Stuttgart: Nach Last-Minute-Gegentor: Hoeneß sauer über Schiedsrichter

Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß war nach dem Last-Minute-Ausgleich von Bayer 04 Leverkusen sauer auf die Leistung des Schiedsrichters.
Carmen Jaspersen/dpaLange sah es danach aus, dass der VfB Stuttgart Bayer 04 Leverkusen nach 45 Spielen ohne Niederlage besiegen würde. Doch der neue deutsche Meister erzielte einen in der Entstehung strittigen Last–Minute–Ausgleich. Nach dem Spiel war VfB-Trainer Sebastian Hoeneß sauer über die Leistung von Schiedsrichter Felix Zwayer. „Für mich muss das Tor aberkannt werden. Aber zumindest muss es sich angeguckt werden“, sagte Hoeneß bei Sky über den späten Leverkusener Ausgleich von Robert Andrich.
Kein Videobeweis trotz kniffliger Szene
„Ich bin nicht einverstanden mit dem zweiten Tor, ich bin nicht einverstanden mit der Schiedsrichter–Leistung“, sagte Hoeneß: „Für mich ganz klar, dass es nicht zählen darf. Aber der Schiri muss rausgehen. Es kann nicht sein, dass er das bei einem so wichtigen Tor nicht noch mal checkt.“
Zuvor hatte Leverkusens Torjäger Victor Boniface seinen Gegenspieler Rouault bei einem Freistoß von Florian Wirtz zur Seite geschoben, dann prallte der Ball an den Arm von Piero Hincapie — und fiel Andrich im Getümmel im Strafraum vor die Füße. „Da sind zwei Arme im Rücken von Anthony Rouault und dann geht ein Ball an die Hand“, analysierte Hoeneß. Zwayer verzichtete dennoch, sich die Szene anschließend am Monitor anzuschauen.
Nationalspieler Undav nach spätem Ausgleich bedient
Deniz Undav, von Zwayer nach einem kurzzeitigen Disput mit Leverkusens Odilon Kossounou mit Gelb bedacht, rief auf dem Weg in die Kabine höhnisch: „Super Schiri, bester Schiri“, und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth stimmte zu: „Man muss darüber nachdenken, wozu der VAR da ist. Wenn es in diesem Spiel diese strittige Szene gibt, muss man sie zumindest anschauen.“
