VfB Stuttgart: Köln nach 1:2 gegen den VfB im Videobeweis-Ärger

Ermedin Demirovic verwandelte einen Elfmeter für den VfB Stuttgart in Köln nach VAR-Intervention.
eibner/Thomas Stoecker- VfB Stuttgart siegt 2:1 in Köln, trotz hitziger VAR-Diskussionen um einen Elfmeter.
- Trainer Hoeneß lobt Team und Zielstrebigkeit in der Englischen Woche mit drei Siegen.
- Matchwinner Vagnoman überzeugt nach Kritik, Demirovic mit entscheidendem Elfmeter.
- Kölner Verantwortliche kritisieren VAR-Eingriff scharf, Diskussionen über Gerechtigkeit.
- VfB-Vorstand Rouven Kasper wechselt 2026 zum FC Bayern als Marketing- und Vertriebschef.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem „wilden Ritt“ beim 1. FC Köln zollte Sebastian Hoeneß seinen Spielern ein großes Lob. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie in der Englischen Woche drei Siege geholt hat. Es waren sehr viele Spieler an diesen Leistungen und an diesen Ergebnissen beteiligt. Das macht es für uns umso schöner und wird uns stärken. Diesen Weg möchten wir fortsetzen“, sagte der Trainer des VfB Stuttgart.
Spätestens mit dem 2:1-Erfolg beim Bundesliga-Aufsteiger sind die Schwaben endgültig in der neuen Saison angekommen. Der Pokalsieger präsentierte sich wie schon beim siegreichen Start in die Europa League gegen Celta Vigo und zuvor beim 2:0 gegen den FC St. Pauli als verschworene Einheit und belohnte sich am Ende mit drei Punkten. Der holprige Saisonstart, die Wochen, in denen noch längst nicht alles rund lief, sie sind vergessen. An diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) will der VfB seinen Lauf fortsetzen. Dann gastieren die Stuttgarter in der Europa League beim Schweizer Spitzenklub FC Basel. Das Selbstvertrauen ist nach den jüngsten Erfolgserlebnissen gewachsen.
Stuttgart überzeugt vor allem kämpferisch
„Ich bin stolz auf unsere Leistung. Das war eine erfolgreiche Strecke, die wir in der Englischen Woche hingelegt haben“, bilanzierte Kapitän Atakan Karazor zufrieden. Karazor durfte in der Domstadt mal wieder von Beginn an mitmischen, nachdem er zuvor einige Male mit der Auswechselbank Bekanntschaft machen musste. Er machte eine gute Partie. In Köln war für den Kapitän und seine Kollegen harte Arbeit gefordert, die der VfB dann auch verrichtete. „Jeder ist für den Teamkollegen gelaufen, hat gekämpft und sich in die Zweikämpfe geschmissen. Diesen Sieg haben wir uns gemeinsam erarbeitet. Das hat Spaß gemacht auf dem Platz, wie wir füreinander da waren“, sagte Abwehrspieler Jeff Chabot, der sich über den Dreier gegen seinen Ex-Klub freute.
Zum Matchwinner avancierte ausgerechnet Josha Vagnoman, der zuletzt einige Kritik einstecken musste. „Er hat eine gute Vorbereitung gespielt, konnte die Form dann aber nicht ganz halten. Es freut mich, dass er nicht nur das Siegtor geschossen hat, sondern auf seiner Seite viele Situationen gut verteidigt hat“, lobte Hoeneß den Abwehrspieler, der nach feiner Vorarbeit von Mittelfeld-Regisseur Angelo Stiller den entscheidenden Treffer markierte.
Zuvor hatte Ermedin Demirovic vom Elfmeterpunkt den frühen Rückstand durch Jakub Kaminski ausgeglichen. „Er ist ein Spieler, der viel Selbstvertrauen braucht. Das geben wir ihm als Mannschaft derzeit. Schon als er sich den Ball geschnappt hat, wusste ich, dass er ihn reinhaut“, lobte Kapitän Karazor die Nervenstärke des Stürmers und ergänzte anerkennend: „Allein wie er den Ball gewinnt und den Elfer rausholt, war Weltklasse.“
Demirovic selbst war froh, die Elfmeter-Chance nach Intervention des VAR überhaupt bekommen zu haben. Denn der Stürmer hatte nach einem Strafraum-Foul von FC-Torwart Marvin Schwäbe an ihm weitergespielt, weshalb Schiedsrichter Michael Jöllenbeck die Partie zunächst weiterlaufen ließ.
Kurioser Elfmeter bringt VfB auf Kurs
„Wenn ich hinfalle, ist es ein klarer Elfmeter. So sieht es bitter aus. Es tut mir leid, dass ich weiterlaufe, weil es scheiße aussieht. Aber ich bin nicht der Typ, der hinfällt. Das ist nicht mein Naturell“, sagte Demirovic und fügte hinzu: „Ich freue mich, dass er den Elfmeter gegeben hat.“
Während die Kölner das Eingreifen des VAR heftig kritisierten, war für VfB-Coach Hoeneß die Sache klar. „Es ist relativ einfach. Wenn Demirovic sofort fällt, ist es ein klarer Elfmeter. Jetzt ist die Frage: Soll er dafür bestraft werden, dass er versucht, weiterzuspielen? Ich denke nein. Wir wollen Spieler, die nicht jeden Kontakt nehmen. Und das war ein sehr harter Kontakt. So wie es gelaufen ist, ist es in meinen Augen richtig“, sagte der VfB-Trainer.
Das sah Kölns Trainer Lukas Kwasniok dann doch etwas anders. „Ich war kein Freund, bin kein Freund und werde nie ein Freund des VAR sein“, grummelte er nach dem Abpfiff. Sauer war auch FC-Sportdirektor Thomas Kessler. „Ich finde es total unglücklich, dass der Schiedsrichter, der auf dem Platz eigentlich Herr im Haus sein soll, für diese Szene herausgeschickt wird. Den Elfmeter muss er dann natürlich geben, wenn er sich das Standbild anschaut“, sagte Kessler. Und Kwasniok polterte: „Die Sinnhaftigkeit des VAR erschließt sich mir nach wie vor nicht. Es wird nicht gerechter, es wird eher immer mehr Diskussionen geben.“
VfB-Vorstand zieht es zu den Bayern
Vorstandsmitglied Rouven Kasper wechselt vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München. Wie der Rekordmeister mitteilte, komplettiert er damit seine Führungsebene und beruft den 43-Jährigen zum Vorstand Marketing und Vertrieb. Sport-Ökonom Kasper, bislang beim VfB als Vorstand tätig, tritt das Amt zum 1. Januar 2026 an.
Kasper sitzt seit 2022 im VfB-Vorstand. Zuvor war er mehrere Jahre für den FC Bayern tätig und verantwortete die Aktivitäten des Clubs in der Asien-Pazifik-Region. (dpa)
