VfB Stuttgart
: Karazor mit wichtiger defensiver Rolle bei Hoeneß VfB

Der VfB Stuttgart befindet sich in dieser Saison unter Trainer Sebastian Hoeneß im Höhenflug. Ein wichtiger Bestandteil des Teams ist dabei Atakan Karazor.
Von
Julian Pilz
Stuttgart
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Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß (r) jubelt nach dem Spiel mit Stuttgarts Atakan Karazor (l).

Stuttgarts Atakan Karazor spielt im System von VfB-Coach Sebastian Hoeneß eine wichtige Rolle.

Tom Weller/dpa

Stuttgarts Atakan Karazor steht vor einer der schwierigsten Aufgaben in der Bundesliga. Die Schwaben treffen auf den neuen deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen. Für den defensiven Mittelfeldspieler des VfB bedeutet das, einen der größten Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft, mit Florian Wirtz in Schach zu halten. Der 20–jährige Shootingstar hat maßgeblich zum ersten deutschen Meistertitel von der Werkself beigetragen und gilt als einer der talentiertesten offensiven Mittelfeldspieler Europas. In dieser Saison war Stuttgart schon zweimal sehr nah dran, Wirtz und die in dieser Spielzeit immer noch ungeschlagenen Leverkusener ins Straucheln zu bringen.

Karazor verleiht Mannschaft Balance

Aber nicht nur wegen Wirtz spielt Karazor eine große Rolle im Team der Schwaben. Beim Tabellendritten „wissen alle, wie wertvoll Ata für uns ist“, sagte VfB–Trainer Sebastian Hoeneß am Donnerstag. „Er ist ein Spieler, der der Mannschaft die Balance gibt.“ Zudem denke er trotz seiner Rolle vor der Abwehr auch offensiv und sei gut am Ball. „Da hat er sich noch mal enorm entwickelt.“

Gerade die robuste Art von Karazor ist etwas, dass dem VfB im Mittelfeld guttut — und ihm im Kampf um einen ChampionsLeaguePlatz, in dem die Stuttgarter auch beim Meister punkten wollen, wertvoll macht. Er sorgt vor der Abwehr mit seiner Härte und Zweikampfstärke dafür, dass die Defensive sicherer steht.

Im Schatten der Nationalspieler

In den vergangenen Spielzeiten hat sich Karazor zu einem unangefochtenen Stammspieler hochgearbeitet. In der Öffentlichkeit erhält er aber deutlich weniger Aufmerksamkeit als andere Stuttgarter wie Waldemar Anton, Maximilian Mittelstädt, Deniz Undav und Chris Führich. Das liegt zum einen an ihrem neuen Status als Nationalspieler, aber auch — wie im Fall von Führich oder Mittelstürmer Serhou Guirassy — an deren offensiver ausgerichteten Spielweise.

Karazors Zweikampf– und Laufstärke soll den Stuttgartern dabei helfen, nach dem jüngsten 1:2 bei Werder Bremen wieder in die Erfolgsspur zu kommen und möglicherweise die Leverkusener Mega–Serie von 45 Pflichtspielen ohne Niederlage zu beenden.