US Open
: Weed-Geruch bei Zverev Match – „Wie Snoop Doggs Wohnzimmer“

Seit einigen Tagen nehmen einige Tennisprofis bei den US Open einen Marihuanageruch wahr. Auch bei Zverevs Erstrundenmatch wurde in der Nähe gekifft. Woran liegt das?
Von
Kai Winderl
New York
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Eigentlich soll es bei den US Open ausschließlich um Tennis gehen. Doch ein bekannter Geruch lenkt die Spieler beim Turnier ab.

John Minchillo/dpa

Aktuell laufen die US Open 2023 in New York. Am Dienstagabend bestritt Alexander Zverev sein Erstrundenmatch gegen Aleksandar Vukic. Der Hamburger konnte sich zwar souverän durchsetzen, wurde aber immer wieder von einem starken Mariuhana-Geruch abgelenkt. „Oh mein Gott, es ist buchstäblich überall, der ganze Platz riecht nach Weed“, sagte Alexander Zverev nach seinem Einzug in die zweite Runde. „Court 17 riecht wie Snoop Doggs Wohnzimmer.

Auch andere Tennisprofis bemerkten den ungewöhnlichen Geruch bereits – einigen bereitet er ernsthafte Probleme.

Tennisprofis bei US Open beschweren sich über Mariuhana-Geruch

Tamara Korpatsch berichtete nach ihrem Erstrundensieg über den durchdringenden Geruch, der ihr Probleme beim Atmen bereite. „Ich kriege dann keine Luft, ich kann auch nicht weiterspielen, ich muss direkt in eine Richtung gehen, wo es gut riecht“, sagte die 28-Jährige.

Auf Platz acht beim Auftakterfolg gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu habe sie dies am Dienstag nicht wahrgenommen, bei den Trainingsplätzen sei es jedoch schlimmer. „In New York mag ich alles - bis auf, wenn Marihuana geraucht wird. Diesen Geruch hasse ich. Das ist das Einzige, was ich nicht mag an New York“, sagte Korpatsch. Der Australier Nick Kyrgios hatte in der Vergangenheit erklärt, er sei Asthmatiker und ihm bereite der Geruch ebenfalls Schwierigkeiten.

Woher kommt der Weed-Geruch bei den US Open?

Die Anlage des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres liegt im Flushing Meadows Corona Park im nördlichen New Yorker Stadtteil Queens. Auch von dort wabert der Geruch über die Plätze. Seit Ende 2022 wird in New York legal Marihuana zu Genusszwecken verkauft – der Konsum rund um die Anlage der US Open sorgt daher für den Weed-Geruch bei den US Open.

Maria Sakkari verteidigt Kiffer: „Können machen, was sie wollen.“

Am ersten Turniertag hatte Maria Sakkari den Marihuanageruch bei einem Seitenwechsel moniert. Ihre Erstrundenniederlage wollte sie aber nicht darauf schieben. „Manchmal riechst du Essen, manchmal riechst du Zigaretten, manchmal riechst du Weed“, sagte die Griechin. „Wir können das nicht kontrollieren, weil wir in einem öffentlichen Raum sind. Es gibt einen Park dahinter. Die Leute können machen, was sie wollen.