Trainerkandidaten beim FC Bayern
: Eberl hat bei der Suche keinen Plan A, B und C

Für die Trainersuche beim FC Bayern hat Max Eberl eine Kandidatenliste aufgestellt. Jürgen Klopp und ein Bundesliga-Trainer sind bereits gestrichen.
Von
Florian Huth
München
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Schwere Aufgabe zum Beginn der Amtszeit: Sportvorstand Max Eberl muss beim FC Bayern München einen Nachfolger für Trainer Thomas Tuchel finden.

Jan Woitas/dpa

Das Aus von Trainer Thomas Tuchel zum Saisonende ist besiegelt. Aber wer wird sein Nachfolger beim FC Bayern? Sportvorstand Max Eberl und Christoph Freund haben eine Liste erstellt. Einige Kandidaten sind bereits wieder gestrichen.

Jürgen Klopp wird nicht Bayern-Trainer

Jürgen Klopp ist für Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl bei der Trainersuche derzeit kein Thema. „Ich weiß, was es bedeutet, wenn man Aussagen tätigt wie Kloppo, der meinte: „Ich habe keine Energie mehr.“ Wenige können das besser beurteilen als ich, da ich es durchgemacht habe“, sagte Eberl der „Sportbild. „Wenn ein Mensch das sagt, dann steht der Job an zweiter Stelle. Und der Mensch an erster. Von daher werde ich ihn nicht anrufen.“ Jürgen Klopp hört am Saisonende beim FC Liverpool auf.

Auch Hoeneß und Heynckes keine Kandidaten beim FC Bayern

Einen weiteren bekannten Namen musste Eberl ebenfalls von der Liste nehmen. „Sebastian (Hoeneß, d. Red.) macht es in Stuttgart herausragend. Mit der Verlängerung ist das Thema jetzt gestrichen“, sagte Eberl. Auch der frühere Edel-Joker Jupp Heynckes stehe nicht mehr zur Verfügung, sagte Eberl.

Eberl: „Welche Trainer passen zu dem, was wir haben?“

Als Wunschkandidat für die Nachfolge von Tuchel wird Bayer Leverkusens Erfolgstrainer Xabi Alonso gehandelt, der schon als Spieler im Bayern-Trikot auflief. Eberl sagte weiter, es gebe momentan keinen Plan A, B und C. „Wir machen ein Screening der Situation: Wie sieht der Kader aus, welche DNA hat der Verein, welche Geschichte. Wir überlegen genau: Welche Trainer passen zu dem, was wir haben? Zu dem, was dieser Club ausstrahlt und erreichen will?“

Kandidatenliste mit ungewöhnlichen Ideen

Als Grundlage habe er gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund eine Kandidatenliste aufgestellt. „Es sind mehr als vier, aber auch keine 40 Namen darauf.“ Auf der Liste tauchten auch ungewöhnliche Ideen auf. „Wir müssen und wollen Menschen und deren Umfeld kennenlernen. So wollen wir vieles im Voraus erkennen und am Ende die zwei, drei finalen Gespräche führen.“

Häufige Trainerwechsel ein Problem des FC Bayern

„Der neue Trainer müsse auch nicht zwingend in der Bundesliga aktiv gewesen sein, sagte Eberl. „Wenn ich mich so in Sprache, Alter oder Trainerkarriere einschränken würde, wäre das ein Fehler. Der Fokus ist offen und wird dann kleiner.“ Der neue Trainer solle keine kurze Verweildauer haben, sondern mittel- und langfristig da sein. „Das ist eine wichtige Konstante in Sachen Kaderplanung und Strategie. Die häufigen Trainerwechsel waren zuletzt ein Problem für den Verein.“