Titelkampf Wimbledon 2023: Wie Carlos Alcaraz mithilfe von Federer den Rasen von Wimbledon meistern will

Der Weltranglistenerste Carlos Alcaratz will auch durch Videostudium von Roger Federer bei Wimbledon triumphieren.
Alberto Pezzali/dpaDer Weltranglistenerste Carlos Alcaraz hat mit seinem Sieg beim Rasenturnier in Queens kurz vor Beginn von Wimbledon ein deutliches Signal an den Favoriten Novak Djokovic: Er ist auch auf Rasen konkurrenzfähig.
Alcaraz studiert „Rasen-Maestro“ Roger Federer
Carlos Alcaraz verbringt immer wieder Zeit vor dem Bildschirm und analysiert die Spielweise des großen Roger Federer. Er versucht zu verstehen, wie der elegante Schweizer über den Rasen gleitet. Alcaraz, der erst 20 Jahre alte Weltranglistenerste, der seine Karriere hauptsächlich auf rotem Sand verbracht hat, achtet auf jedes einzelne Detail.
Das Studium der Videos, in denen Alcaraz nicht nur Sequenzen des Rekordchampions von Wimbledon, sondern auch des zweimaligen Turniersiegers Andy Murray analysiert, zahlt sich immer mehr aus.
Alcaraz reist mit viel Selbstvertrauen zu den Wimbledon Championships
„Ich möchte zu den besten und beweglichsten Rasenspielern aufschauen“, sagte Alcaraz während seiner Zeit in Queens, die er nutzte, um vor dem Start von Wimbledon (3. Juli) eine klare Botschaft zu senden: Man kann mit dem Spanier nach seinem ersten Titel auf Rasen rechnen. „Ich gehe Wimbledon mit viel Selbstvertrauen an“, fügte er mit einem breiten Grinsen hinzu, den beeindruckenden Pokal in den Händen haltend.
Alcaraz geht mit einem positiven Gefühl als Weltranglistenerster ins Feintuning für das Höhepunkt-Turnier des Jahres. Dennoch bleibt er bescheiden. Der Sieg im Finale gegen den Australier Alex de Minaur mit 6:4, 6:4 ändert nichts an der klaren Favoritenstellung von Djokovic, der mit seinem achten Titel mit Federer gleichziehen kann und in seinem Spiel einzigartig ist.

Beim Rasenturnier in Queens gelang Carlos Alcaraz vor wenigen Tagen mit dem Turniersieg bereits die Generalprobe für Wimbledon.
Alberto Pezzali/dpaDjokovic dennoch Topfavorit bei Wimbledon
Alcaraz erklärte, dass Djokovic auf dem Rasen gleite, ähnlich wie auf Sandplätzen, was für ihn selbst nicht möglich sei. Deshalb verzichtet er auf Studienmaterial des serbischen Grand-Slam-Rekordchampions, der die letzten vier Ausgaben von Wimbledon gewonnen hat. Bisher hat sich kein wirklicher Konkurrent herauskristallisiert, der ihm in diesem Jahr wirklich gefährlich werden könnte. Die letzten Finalgegner von Djokovic in Wimbledon, Matteo Berrettini und Nick Kyrgios, sind aufgrund von Verletzungen nicht in Bestform, und weder der Russe Daniil Medwedew noch Alexander Zverev sind Rasenexperten. Alcaraz glaubt zumindest, dass er auf dem richtigen Weg ist.
„Novak ist der Hauptfavorit auf den Sieg in Wimbledon“, sagte Alcaraz in dem Wissen, dass der 36-Jährige erneut den Grand Slam im Blick hat. Dennoch will er Djokovic zumindest herausfordern. Dafür muss Alcaraz jedoch noch weiterhin daran arbeiten, zu einem neuen Federer zu werden.
