Stuttgart siegt im Krimi
: Titelverteidiger VfB schmeißt Freiburg raus und steht erneut im Pokalfinale

Tiago Tomás schießt den VfB Stuttgart nach Berlin. Die Entscheidung im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den SC Freiburg fällt spät in der Verlängerung.
Von
sid
Stuttgart
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VfB Stuttgart - SC Freiburg: 23.04.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Fußball: DFB-Pokal, VfB Stuttgart - SC Freiburg, Halbfinale, MHPArena, Tiago Tomas (VfB Stuttgart) feiert nach dem Spiel mit einer Eckfahne. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Tiago Tomas (VfB Stuttgart) feiert nach dem Spiel mit einer Eckfahne.

Tom Weller/dpa
  • Stuttgart erreicht nach 2:1 n. V. gegen Freiburg das DFB-Pokalfinale.
  • Tiago Tomás trifft in der 119. Minute, Undav erzielt zuvor den Ausgleich.
  • Freiburg führt durch Eggestein, verpasst aber die Entscheidung kurz vor Schluss.
  • Finale in Berlin: Der VfB trifft auf den FC Bayern, der bei Bayer Leverkusen 2:0 gewann.
  • Hoeneß zeigt sich „superhappy“ – der VfB kann am 23. Mai die Saison mit einem Titel krönen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Matchwinner Tiago Tomás küsste das Vereinswappen und sprang seinen jubelnden Teamkollegen in die Arme, die Fans sangen auf den Rängen freudetrunken von „Berlin“: Nach einer Willensleistung ist der VfB Stuttgart nur noch einen Schritt von der erfolgreichen Titelverteidigung im DFB-Pokal entfernt. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann einen Halbfinal-Krimi gegen den SC Freiburg dank eines späten Treffers des kurz zuvor eingewechselten Tomás (119.) mit 2:1 (0:1) nach Verlängerung und folgte dem FC Bayern ins Endspiel von Berlin. Am 23. Mai kann der VfB im Olympiastadion eine erneut starke Saison mit einem Titel vergolden.

Deniz Undav (70.) und der kurz zuvor eingewechselte Tomás drehten die umkämpfte Partie für die Stuttgarter, die zudem in der Liga noch um den direkten Einzug in die Champions League spielen. Freiburg, das durch Maximilian Eggestein (28.) in Führung gegangen war, verpasste derweil die erste von zwei Titelchancen. In den kommenden Wochen (30. April und 7. Mai) spielt der Sport-Club gegen Sporting Braga noch um ein Endspielticket in der Europa League.

Es ist ein Overload. Ich bin superhappy, es ist Wahnsinn. Dass das Tor in der 119. Minute fällt, ist krass
Sebastian Hoeneß
Cheftrainer des VfB Stuttgart in der ARD

Die Bayern waren am Mittwoch mit einem 2:0 bei Bayer Leverkusen erstmals seit 2020 ins Finale von Berlin eingezogen und treffen nun zum dritten Mal im Pokal-Endspiel auf den VfB. Sowohl 1986 als auch 2013 sicherten sich die Münchner den Titel.

In Stuttgart war die Sehnsucht nach Berlin nicht einmal ein Jahr nach dem umjubelten Triumph gegen Arminia Bielefeld schon wieder riesig gewesen. Die Mannschaft habe „Blut geleckt“, betonte Hoeneß: „Den Pokal in die Luft zu heben, war grandios. Das wollen wir wieder haben." Doch auch Freiburg lechzte nach dem Finale. Man wolle den „Flow“ der vergangenen Wochen „mitnehmen“, sagte Vincenzo Grifo.

Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann entwickelte sich eine hitzige Partie. Schon nach einer Viertelstunde hatte Schiedsrichter Tobias Welz vier Gelbe Karten gezeigt, Spielfluss entstand so kaum. Eggestein (17.) verzeichnete in der Anfangsphase den einzigen gefährlichen Abschluss, die anschließenden Forderungen nach einem Elfmeter waren vergeblich.

So haben sie gespielt

VfB Stuttgart gegen SC Freiburg 2:1 n. V. (1:1, 0:1)

Stuttgart: Nübel – Hendriks (98. Jaquez), Chabot, Mittelstädt – Leweling, Karazor, Stiller, Führich (118. Bouanani) – Nartey (63. El Khannouss), Undav (119. Vagnoman) – Demirovic (91. Tomás)

Freiburg: Müller – Treu (112. Ogbus), Ginter, Lienhart, Makengo (101. Günter) – Eggestein, Manzambi – Beste (101. Kübler), Suzuki, Grifo (71. Scherhant) – Matanovic (84. Höler)

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Tore: 0:1 Eggestein (28.), 1:1 Undav (70.), 2:1 Tomás (119.)

Gelbe Karten: Nartey, Leweling, Tomás / Makengo, Manzambi, Grifo, Matanovic, Höler

Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)

Doch sei's drum: Nur rund zehn Minuten später durfte der Sport-Club dann doch jubeln, einen Kopfball von Matthias Ginter verlängerte Eggestein aus kurzer Distanz ins Tor. Der VfB kam erst kurz vor der Halbzeit zu Chancen, drängte dann aber vehement auf den Ausgleich. Ermedin Demirovic (40.), Jamie Leweling (44.) und Undav (45.+3) scheiterten nur knapp.

Dennoch blieb der VfB auch nach der Pause aktiv. Chris Führich (49.) vergab die nächste gute Chance, nach einer Stunde musste dann auch SC-Torhüter Florian Müller, der wie im Pokal zuletzt üblich den wohl abwanderungswilligen Stammtorhüter Noah Atubolu ersetzte, eingreifen. Den Abschluss von Angelo Stiller hielt der frühere Stuttgarter auf der Linie fest. 

Auf der Gegenseite vergab Yuito Suzuki die Entscheidung, Undav traf im direkten Gegenzug. Ein abgefälschter Schuss des Nationalstürmers landete wenig später am Pfosten (82.). Müller rettete Freiburg gegen Führich (90.+2) und Undav (90.+4) in die Verlängerung. Dort traf erst Führich (96.) den Pfosten, gegen El Khannouss (103.) war Müller erneut glänzend zur Stelle. Dann wurde Tiago Tomás zum gefeierten Matchwinner.