Trainerposten beim SSV Ulm: Oliver Unsöld springt als Interimscoach beim Drittligisten ein

Vorerst bei den Profis an der Seitenlinie: NLZ-Leiter Oliver Unsöld.
Lucca FundelEine Antwort auf die Frage, wer vorerst das Training bei Drittligist leitet, lieferte der SSV Ulm 1846 Fußball am Mittwoch in der Früh. Oliver Unsöld, Ex-Bundesliga-Held, NLZ-Leiter und versierter Feuerwehr-Mann, springt beim kriselnden Drittligisten an der Seitenlinie ein. Über den naheliegenden Gedanken, den 52-Jährigen als Interimstrainer zu installieren, hatte die SÜDWEST PRESSE bereits am Dienstagabend berichtet.
Unsöld leitet übergangsweise das Training. Mit der Unterstützung des verbliebenen Staffs der Profis werde er in den nächsten Tagen die Mannschaft begleiten. Das gilt auch für das Testspiel am kommenden Freitag, 14 Uhr, gegen den SCR Altach. Damit bestätigt der Klub auch, was am Dienstag noch vakant war: Dass die Partie in Koblach stattfinden wird.
Oliver Unsöld verschafft der Cheftrainer-Suche Zeit
„Das gibt uns die Zeit, einen geeigneten Cheftrainer zu finden. Diese enorm wichtige Position muss schnellstmöglich besetzt werden“, sagte Dominik Schwärzel, Vorsitzender des Vereins-Aufsichtsrates zur Übergangslösung nach der Freistellung von Moritz Glasbrenner am Montag.
Unsöld, der auf eine lange Vergangenheit beim SSV Ulm zurückblicken kann, bestritt als Spieler selbst 145 Partien für die Spatzen. 33 davon in der Bundesliga. Vor drei Jahren kam er ans Nachwuchsleistungszentrum des SSV Ulm, zunächst als stellvertretender Leiter. Später rückte er in die leitende Position auf.
Im Feuerwehr-Mann-Sein ist der Bundesliga-Held von 1999/2000 beim SSV Ulm schon eingeübt: Nach den jeweiligen Beförderungen der beiden ehemaligen U19-Trainer, Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner, zum Chefcoach der Profis, sprang Unsöld bei den Ulmer A-Junioren an der Seitenlinie ein – und feierte jüngst mehrere Erfolge mit der U19.
Nach dem Hilferuf der Kapitäne: SSV Ulm trennt sich von Thiele und Glasbrenner
Nach der 0:5-Niederlage des Drittligisten SSV Ulm 1846 Fußball gegen Hansa Rostock überschlagen sich die Ereignisse. Am Sonntag (9. November) wird ein als intern gedachtes Schreiben an den Aufsichtsrat des SSV Ulm 1846 Fußball öffentlich. Die Absender: Johannes Reichert und Christian Ortag. Der Inhalt: Verheerend. Die beiden langjährigen Kapitäne stellen sich gegen ihre sportliche Führung und vor ihre Mannschaft.
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SSV Ulm zieht Schlussstrich:
Jetzt braucht es Kampfgeist und neues Vertrauen
Mit der Freistellung von Geschäftsführer Markus Thiele geht der SSV Ulm 1846 Fußball einen überfälligen Schritt. Auch ohne Brandbrief der Kapitäne hätte dieser vollzogen werden müssen.