SSV Ulm gegen Energie Cottbus: Herz-Studie mit Fußball-Fans! Auch Ulmer können in Cottbus mitmachen

Der Puls ging mit Spielende nochmal richtig hoch: Im Hinspiel gegen Energie Cottbus zitterten sich die Gäste im Donaustadion zum Last-Minute-Sieg. Wie hoch ist der Stresspegel bei den Fans nun wohl im Rückspiel?
Matthias Kessler- Cottbuser Uniklinik testet Herzaktivität von Fans bei Fußballspielen im Stadion.
- Studie „LAOLACottbus“: 100 Fans Ü40 pro Spiel mit Langzeit-EKG und Blutdruckmessung.
- Ziel: Reaktionen auf Emotionen messen, Herzinfarktrisiko bei Stadionbesuchen einschätzen.
- Einsätze bei drei Heimspielen: 21. März vs. SSV Ulm, 7. April vs. 1860, 19. April vs. RWE.
- Teilnahme spontan vor Ort möglich – auch für mitgereiste SSV-Ulm-Fans.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fans des SSV Ulm 1846 Fußball haben es in diesen Tagen nicht einfach: Ihr Puls ging während der vergangenen Wochen wohl unablässig hoch und wieder runter. Dramatisch könnte es am Samstag weitergehen, wenn die Spatzen gegen Energie Cottbus (14 Uhr) spielen. Abstiegskampf gegen Aufstiegskampf – heißt es dann im ehemaligen Stadion an der Freundschaft.
Diese Konstellation soll dem Universitätsklinikum in Cottbus zum Auftakt für eine besondere Studie herhalten: Ein Professor der Medizinischen Universität Carl Thiem (MUL CT) will herausfinden, ob der Besuch im Stadion gefährliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem haben kann. Im Rahmen einer neuen Kardiologie-Studie mit der Bezeichnung „LAOLACottbus“ sollen bei drei Heimspielen des FC Energie Cottbus pro Spiel 100 Fans im Alter von über 40 Jahren im Stadion mit EKG-Geräten und Blutdruckmessern verkabelt werden.
Wie reagiert das Herz auf emotionale Hochs und Tiefs?
Die Idee ist simpel, aber innovativ: Freiwillige Fans, die sich vor Ort spontan bereit erklären können, mitzumachen, werden vor dem Anpfiff mit einem Langzeit-EKG ausgestattet, das dann insgesamt 24 Stunden lang ihre Herzrhythmen aufzeichnet. „Wir wollen wissen, wie das Herz auf die emotionalen Hochs und Tiefs reagiert“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Dirk Große Meininghaus von der Universitätsklinik in Cottbus. Besonders bei den Fans über 40, die oft bereits Risikofaktoren aufweisen, könnten die Ergebnisse sehr aufschlussreich sein.
Die Forscher hoffen, durch die Daten eine bessere Einschätzung des Herzinfarktrisikos bei Stadionbesuchen zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um akute Risiken, sondern auch um langfristige Gesundheitsfragen. Die Untersuchung ist Teil einer Pilotphase, die später bundesweit ausgeweitet werden soll. Für die Fans ist das eine einmalige Gelegenheit, aktiv an der Erforschung ihrer Herzgesundheit teilzunehmen – und vielleicht einen Blick hinter die Kulissen ihres eigenen Pulses zu werfen.
Auch Fans des SSV Ulm können sich melden
Die kardiologischen Untersuchungen sollen bei drei Heimspielen des FC Energie durchgeführt werden. Verkabelt werden sollen 100 Fans bei den Heimspielen am 21. März gegen den SSV Ulm, am 7. April gegen 1860 München und am 19. April gegen Rot-Weiß Essen. Dann sollen die Belastung im Stadion live erfasst und die Daten ausgewertet werden.
Auch Fans des SSV Ulm 1846 Fußball können sich am Samstag spontan für die Aktion melden.

