SSV Ulm Saisonstatistik: Top-Vorlagengeber Maurice Krattenmacher war statistisch auffällig

Keiner im Spatzen-Kader wurde so häufig gefoult und ausgewechselt wie er, keiner hatte so viele Einsätze und Vorlagen: Maurice Krattenmacher fiel statistisch auf.
Harry Langer/dpa- Maurice Krattenmacher war auffälligster Spieler des SSV Ulm 1846 mit 8 Vorlagen und 32 Einsätzen.
- Semir Telalovic war bester Torschütze mit 12 Treffern, gefolgt von Felix Higl mit 5 Toren.
- Höchste Siege: 5:1 gegen Regensburg, höchste Niederlage: 1:6 gegen HSV.
- Ulm sammelte 84 Gelbe Karten; Spieler liefen durchschnittlich 115,65 km pro Spiel.
- Ulm stieg trotz kämpferischer Leistung ab.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
17.400 Zuschauerinnen und Zuschauer passten in der Zweitliga-Saison ins Donaustadion. Und tatsächlich: Was vor wenigen Jahren noch unmöglich erschien, war siebenmal der Fall. So oft waren Heimspiele des SSV Ulm 1846 Fußball ausverkauft – manchmal auch mithilfe der gegnerischen Fans. Wer ins Stadion kam, bekam nie eine Klatsche zu sehen. Eine kämpferische Leistung und ein spannendes Spiel boten die Spieler ihren Fans eigentlich immer. Zum Saisonende stiegen die Spatzen dennoch ab.
Keiner spielte so oft wie Maurice Krattenmacher
Bester Torschütze der Spatzen war Semir Telalovic. Zwölf Mal netzte der gebürtige Ehinger ein. Besonders in Erinnerung geblieben ist sein Viererpack beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg. Dahinter sieht es in der Torjägerliste mau aus. Mit nur fünf Treffern liegt Stürmer Felix Higl auf dem zweiten Rang, gefolgt von Aaron Keller (4). Die meisten Vorlagen steuerte Maurice Krattenmacher bei (8), der mit elf Punkten zweitbester Scorer war.
Auf die meisten Einsätze blickt ebenfalls der Youngster zurück: 32 Mal lief der 19-Jährige für Ulm auf. Die meisten Spielminuten sammelte aber Innenverteidiger Philipp Strompf. Der 27-Jährige stand 2508 Minuten auf dem Platz. Max Brandt folgt mit 2363 Minuten Spielzeit. Sogar Romario Rösch war sieben Spielminuten länger auf dem Feld als Krattenmacher, der 21 Mal ausgewechselt wurde.
Max Brandt ist der größte Sünder
Es wären sogar die vollen 34 Spiele drin gewesen für Maurice Krattenmacher. Aber zwei Sperren verhinderten weitere Einsätze der Bayern-Leihgabe. Auch Max Brandt und Philipp Strompf fehlten dem SSV Ulm im Zweitliga-Abstiegskampf zweimal gesperrt.
Damit trugen sie zu einer Platzierung im unteren Drittel der Fairnesstabelle bei. Immerhin schafften die Spatzen mit nur einer Gelben Karte am letzten Spieltag noch den Sprung von Platz 17 auf 15. Insgesamt sammelten die Ulmer Spieler 84 Gelbe, zwei Gelb-Rote und zwei Rote Karten.
Klatsche in Hamburg, Kantersieg gegen Regensburg
Keinen Platzverweis kassierten die Ulmer beim Auswärtsspiel in Hamburg. Trotzdem kassierten sie dort ihre höchste Klatsche: mit 1:6 fegte der HSV die Spatzen aus dem Volksparkstadion und besiegelte damit den SSV-Abstieg.
Höchste Siege
- 5:1 im Donaustadion gegen den SSV Jahn Regensburg
- 3:1 im Donaustadion gegen Eintracht Braunschweig
- 3:1 in der Ursapharm-Arena gegen die SV Elversberg
Höchste Niederlagen
- 1:6 im Volksparkstadion gegen den Hamburger SV
- 0:2 im Rheinenergiestadion gegen den 1. FC Köln
- 0:2 im Donaustadion gegen den SC Paderborn
- 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg im Max-Morlock-Stadion
Diese Fakten stachen 2024/2025 hervor
- 115,65 Kilometer liefen die Spieler des SSV Ulm 1846 Fußball im Schnitt pro Zweitliga-Spiel. Das macht in Summe 3932,3 Kilometer – ligaweit Rang acht. Die Laufbereitschaft war eine Tugend, die besonders unter Trainer Thomas Wörle hochgehalten wurde. In den letzten sieben Saisonspielen spulten die Spatzen nur noch einmal mehr Meter ab als ihr Gegner.
- 34,79 km/h war der schnellste gemessene Sprint eines Spatzen-Profis. Diese Geschwindigkeit vollbrachte Schienenspieler Bastian Allgeier.
- 20 Mal kam Lucas Röser von der Bank und war damit der Lieblings-Einwechselspieler der Ulmer Cheftrainer. Von Erfolg gekrönt waren seine Kurzauftritte aber selten. Sein erstes Joker-Tor gelang ihm am 34. Spieltag zum 2:2 gegen Preußen Münster.
- 86,73 Prozent seiner Pässe landeten bei einem Mitspieler: Philipp Strompf war im Aufbau ein wichtiger Baustein. Denn diese Quote ist die höchste beim SSV Ulm 1846 Fußball.
- 71 Mal wurde Maurice Krattenmacher gefoult. Nur Branimir Hrgota (Greuther Fürth) und Kilian Corredor (SV Darmstadt) wurden häufiger unfair vom Ball getrennt. Krattenmacher zeichnet sich aber auch für die meisten verübten Foulspiele im Ulmer Kader verantwortlich: 37 Mal pfiffen die Schiedsrichter eine Szene ab.

Keiner im Spatzen-Kader traf so häufig wie er: Semir Telalovic. Der gebürtige Ehinger war vor Saisonbeginn zum SSV Ulm zurückgekehrt. Bereits in der Jugend hatte er dort einige Jahre verbracht.
Harry Langer/dpa

