SSV Ulm 1846 Fußball: So reagiert das Netz auf den neuen SSV‑Trainer

Alois Schwartz wird Cheftrainer und Sportlicher Leiter beim SSV Ulm 1846 Fußball. In den sozialen Medien reagieren die Fans eher verhalten auf die Neuigkeit.
IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO, Montage: swp- Alois Schwartz wird Cheftrainer und Sportlicher Leiter beim SSV Ulm 1846 Fußball.
- Der Klub teilte dies am Montagabend mit, die Aufgaben laufen in Personalunion.
- Die Vereinsführung betont Erfahrung und klare Entscheidungen von Schwartz.
- Fans reagieren gemischt, viele hätten Interim Timo Wenzel bevorzugt.
- Kommentare sprechen von Skepsis bis Spott, teils mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Und wieder ein neues Gesicht auf der Trainerbank des SSV Ulm 1846 Fußball. Nach Moritz Glasbrenner (zuvor U19-Trainer beim SSV Ulm), Pavel Dotchev (Rekordtrainer der 3. Liga) und Daniel Jungwirth (zuvor U17-Trainer beim VfB Stuttgart) übernimmt nun Alois Schwartz die Rolle des Cheftrainers. Und auch die des Sportlichen Leiters des Regionalligisten. Schwartz, das teilte der Klub am Montagabend mit, werde beide Aufgaben in Personalunion ausführen. Damit löst er Daniel Jungwirth und Murat Isik nach deren Doppel-Aus ab.
Laut Philipp Utz, dem Vorstandsvorsitzenden des Aufsichtsrates, habe man sich „ganz bewusst“ für die Doppelrolle entschieden, „da wir der Überzeugung sind, dass er durch seine Erfahrung und sein Wissen nun die richtigen Entscheidungen treffen kann, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb“. Unter den Fans des SSV sind die Meinungen allerdings gespalten, was die Personalunion betrifft. „Endlich mal eine sehr gute Personalie“, schreibt ein Nutzer auf Facebook. „Ach du lieber Gott“, ein anderer.
Viele Fans wollen Wenzel
229 Zweitliga-Spiele hat der 59-jährige Schwartz mittlerweile auf dem Konto. Er war unter anderem für den Karlsruher SC, den SV Sandhausen und Hansa Rostock tätig, hinzu kommen etliche Drittliga- und Regionalliga-Partien. Man gewinne „einen ausgewiesenen Fachmann, der unglaublich viel Erfahrung mitbringt und darüber hinaus genau weiß, was in unserer aktuellen Situation gefordert ist“, sagt Vorstand und Interims-Geschäftsführer Dominik Schwärzel. „Alois war von Beginn des eingeleiteten Prozesses an unser Wunschkandidat“, so Utz.
Die Antwort eines Facebook-Users: „Wunschkandidat unserer Profi-Führung, aber alle Fans wollten Wenzel. Aber hey, was wissen wir Fans schon.“ Auch bei den Nutzern auf Instagram scheint U19-Cheftrainer Timo Wenzel hoch im Kurs zu stehen, nachdem er für einige Tage die Regionalliga-Mannschaft übernommen hatte. „Der Interimstrainer hat eine kriselnde Mannschaft übernommen, uns in die nächste Runde des wfv‑Pokals gebracht und ein starkes Spiel, das einen Sieg verdient hätte, gebracht. Das muss der Neue erstmal schaffen“, heißt es dort.
Vorfreude auf die Verbandsliga?
Schwärzel verspricht sich einiges von Schwartz’ Zeit beim SSV. Der gebürtige Nürtinger könne „nicht nur Mannschaften und Vereine stabilisieren, sondern auch nachhaltig arbeiten und entwickeln“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Zudem habe Schwartz „die volle Rückendeckung und Unterstützung“.
Ob Schwärtzels Plan tatsächlich aufgeht, ist unter den Fans allerdings umstritten. So mancher zeigt sich in den sozialen Medien vorsichtig optimistisch: „Da bin ich mal gespannt und hoffe auf eine positive Entwicklung…“, während andere direkt vom Schlimmsten ausgehen: „Ich wünsch den Ulm-Fans dann schon mal viel Nerven für den Abstieg“.
Immerhin versuchen wieder andere, auch dem Worst-Case etwas Positives abzugewinnen. „Also Leute, ich freue mich auf die Verbandsliga. Dann können wir zu den Auswärtsspielen mit dem Stadtbus“, schreibt ein Nutzer auf Instagram.
„Sorgt nicht gerade für Aufbruchstimmung“
Auch die Schwägerschaft von Schwartz mit Abwehr-Chef Marcel Seegert ist Thema auf Instagram und Co. „Der hat den Job doch nur bekommen, weil er der Schwiegervater von Marcel Seegert ist“, schreibt ein Nutzer. Sein verheerendes Fazit der angeblichen Vetternwirtschaft: „Da dürfte ja auch klar sein, wer einen Freifahrtsschein hat, ohne sportliche Leistung bringen zu müssen.“
Alles in allem ist die Stimmung in den Kommentaren eher verhalten, was die Besetzung der Rollen des Cheftrainers und des Sportlichen Leiters des SSV Ulm 1846 Fußball mit Alois Schwartz angeht. „Sorgt nicht gerade für Aufbruchstimmung“, schreibt ein Nutzer auf Instagram. „Weder bei den Fans und zu befürchten auch nicht beim Team.“ Etwas tiefer in der Kommentarspalte bringt eine Nutzerin die aktuelle Gemütslage der SSV-Fans wohl recht passend auf den Punkt: „Na hoffentlich geht das gut.“
SSV Ulm 1846 Fußball trennt sich von sportlicher Leitung
Nächstes September-Beben beim SSV Ulm 1846 Fußball: Nach neun Spielen ohne Sieg hat sich der Regionalligist von seinem Sportdirektor Murat Isik und Cheftrainer Daniel Jungwirth getrennt. Auch Co-Trainer Martin Minks stellte die Klubspitze frei.
- Am Abend der Entscheidung: Aufsichtsrat und Vorstand diskutieren
- Ein Kommentar: Ein Trainerwechsel ist beim SSV Ulm 1846 Fußball zu kurz gedacht
- Die Eilmeldung: SSV Ulm trennt sich von Daniel Jungwirth und Murat Isik
- Der Hintergrund: Das SSV-Beben und seine Folgen – So geht es weiter
- Die Analyse: An diesen Punkten ist Daniel Jungwirth gescheitert
- Ein Meinungsbeitrag: Ist der Kreis der Entscheider beim SSV Ulm noch der richtige?
- Die Chronik: Der Trainerjob als Schleudersitz
- Der Podcast: Murat Isik und Daniel Jungwirth sind weg, doch die Zweifel bleiben


