Spatzenfunk aus Belek
: Podcast-Folge mit Max Brandt: „Das möchte ich nicht noch einmal erleben“

Von den turbulenten Tagen beim SSV Ulm 1846 Fußball über seine eigene Leistung und Persönliches: Wie Max Brandt die Situation beim abstiegsbedrohten Drittligisten und die Tage im Trainingslager in Belek erlebt.
Von
Nadine Vogt
Belek
2:1-Sieg im ersten Testspiel des Trainingslagers: Der SSV Ulm 1846 Fußball gewinnt die Partie gegen den Bonner SC in Belek.

Treffen an der Strandbar: Max Brandt (2. v. l.) und Christian Ortag (r.) mit ihren Ex-Kollegen Philipp Strompf und Romario Rösch vom VfL Bochum.

Nadine Vogt
  • Max Brandt spricht im Podcast über die Lage des SSV Ulm 1846, der gegen den Abstieg kämpft.
  • Ursachen: schlechter Saisonstart, Teamumbruch, Verletzungen und chaotische Vereinsstrukturen.
  • Brandt zeigt sich selbstkritisch: Er nennt seine Leistungen „unterirdisch“ und sieht Verbesserungspotenzial.
  • Ziel: Klassenerhalt in der Rückrunde – laut Brandt die wichtigste Herausforderung der nächsten sechs Monate.
  • Einblicke ins Trainingslager in Belek und Begegnungen mit Ex-Mitspielern hören Sie im Podcast.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Urlaubsfeeling? Nicht für die Spieler und Begleiter des SSV Ulm 1846 Fußball. Der Spatzenfunk meldet sich aus dem Türkei-Trainingslager – und das mit einem besonderen Gast. Max Brandt ist am Mikrofon des Fußball-Podcasts der SÜDWEST PRESSE.

Der zentrale Mittelfeldspieler, der sowohl den Zweitliga-Aufstieg als auch den Abstieg im Trikot der Spatzen miterlebte, gibt Einblicke in die aktuelle Situation im Kampf um den Klassenerhalt und spricht auch über Persönliches.

Die aktuelle Podcast-Folge hier kostenfrei anhören

Wer sich zu einer Podcast-Aufnahme mit Max Brandt verabredet, weiß: Das hat Potenzial, ein Selbstläufer zu werden. Mal lustig, mal ernst: Der 24-Jährige erzählt aus dem Alltag im Trainingslager in Belek und spricht offen über die turbulenten vergangenen Wochen beim SSV Ulm 1846 Fußball.

Aber auch über Persönliches. Dass er gerne Texte schreibt und Sportjournalist geworden wäre, falls es anders gekommen wäre. Oder eben Lehrer. Erdkunde und Geschichte: „Ich mag den Umgang mit jungen Menschen. Das wäre etwas für mich gewesen“, sagt der gebürtige Braunschweiger. Im Sommer 2023 kam es aber bekanntlich anders: Brandt wurde von den Spatzen verpflichtet.

Seine Fußball-Karriere nahm rasant Fahrt auf. Doch auf das Märchen, das der ehemalige Spieler des FC Teutonia 05 Ottensen erlebt hat, folgte der Absturz. Erst der Zweitliga-Abstieg, dann die Krise. Keine einfache Zeit, sagt Brandt. „Da muss ich einfach auch sagen, dass mich das natürlich auch mitgenommen hat und ich den Verein einfach so wie er jetzt die letzten Monate war nicht kannte.“ Er sei damals selbst in eine funktionierende Mannschaft gekommen, das habe seinen Einstieg erleichtert.

2:1-Sieg im ersten Testspiel des Trainingslagers: Der SSV Ulm 1846 Fußball gewinnt die Partie gegen den Bonner SC in Belek.

Zwischen dem 2:1-Sieg gegen den Bonner SC und vor dem Testspiel gegen den 1. FC Magdeburg findet die Podcast-Aufnahme im Trainingslager des SSV Ulm statt.

Nadine Vogt

Und auch möglich gemacht, die Leistungen abzurufen, für die er in Ulm von Beginn an geschätzt wurde. Als junger Spieler mit Talent, Kreativität und einer gewissen Leichtigkeit im Spiel. Im Sommer war ihm diese aus Sicht von Beobachtern abhanden gekommen. „Ich weiß, dass meine Leistungen nicht unterirdisch waren. Sie waren konstant, wenig Ausreißer nach unten oder nach oben. Aber ich weiß auch ganz genau, dass mehr möglich ist.“ Mit Ende der Hinrunde zeigte seine Formkurve wieder nach oben.

Das Wohlfühlen, das sagt Brandt in einem anderen Zusammenhang, spielt doch immer eine große Rolle: „Ich glaube, das kennt jeder: Wenn es einmal Klick macht und man sich wohl fühlt, dann zeigt man auch sein wahres Gesicht.“ In seinem Fall heißt das: Der 24-Jährige ist wohl für fast jeden Spaß zu haben.

Das gilt auch im Trainingslager, wo er sich an seinem freien Nachmittag auf ein Tennismatch einließ. Geübte Tennisspielerin gegen blutigen Anfänger: Einen Satz gewonnen, hat Brandt auf dem hoteleigenen Platz nicht. Dabei ist sein sportlicher Ehrgeiz natürlich groß. In den kommenden sechs Monaten zähle ausschließlich eines: mit dem SSV Ulm den Klassenerhalt zu schaffen. Anders als es in der vergangenen Saison der Fall war.

„Nach dem letzten Jahr möchte ich das nicht noch mal erleben. Das war keine schöne Zeit, um nicht zu sagen, es war richtig beschissen, wenn ich das so sagen darf“. Brandt darf. Um was es in den kommenden Wochen und Monaten geht, wissen sie beim SSV alle. „Das ist schon ein Brett. Aber ich freue mich auf die Aufgabe.“

Was der 24-Jährige zudem zum Trainingsalltag in Belek zu sagen hat, warum sein Zimmerpartner Christian Ortag und er ein gutes Match sind und was Bayern-Star Joshua Kimmich und SSV-Spieler Julian Etse gemeinsam haben – hören Sie kostenfrei im Spatzenfunk.

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Was unverändert bleibt, sind die ausführlicheren Interview-Folgen. Regelmäßig laden wir spannende Gesprächspartner zu uns ins Studio, um über Karrierewege, Hintergründe und den Status quo mit sprechen. Hören Sie gerne rein in der Podcast-App Ihrer Wahl.

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