Pokal-Spiel gegen den SSV Ulm: Sportgericht verhängt Geldstrafe gegen den FC Bayern

Beim DFB-Pokalspiel des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Bayern München im August 2024 haben Bayern-Fans mit Pyrotechnik ihre eigene Sicherheit und die anderer Personen gefährdet.
Tom Weller/dpa- Bayern-Fans zündeten beim DFB-Pokalspiel gegen Ulm Pyrotechnik und gefährdeten Sicherheit.
- Das DFB-Sportgericht verhängte eine Geldstrafe von 150.000 Euro gegen den FC Bayern.
- Ein Drittel der Strafe soll in Maßnahmen zur Sicherheit und Gewaltprävention fließen.
- Trotz Präventionsmaßnahmen konnte der FC Bayern das Abbrennen der Pyrotechnik nicht verhindern.
- Ulm verlor das Spiel gegen Bayern mit 0:4.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
150.000 Euro – diesen Betrag hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds dem FC Bayern München als Geldstrafe auferlegt, wie der DFB am 11. November 2024 mitgeteilt hat. Der Grund für diese Maßnahme sei das Fehlverhalten von Bayern-Fans beim DFB-Pokal-Spiel am 16.08.2024 zwischen Bayern und dem Zweitligisten SSV Ulm 1846 Fußball. Einige Anhänger des Rekordmeisters brannten demnach in der 46. Spielminute im Ulmer Donaustadion mehrere Feuerwerksbatterien und sonstige Pyrotechnik-Artikel ab – der Münchner Block sah kurzzeitig aus wie ein Flammenmeer.
Wie der Mitteilung des Sportgerichts zu entnehmen ist, hatte der DFB-Kontrollausschuss für dieses unsportliche Verhalten eine Geldstrafe von insgesamt 169.000 Euro beantragt. Dem hatte die Bayern München AG nicht zugestimmt – ihr zufolge hätten die Münchner Fans nicht so viele Feuerwerke abgebrannt wie vom Kontrollausschuss angeführt. Zudem habe der Club alle möglichen Präventionsmaßnahmen ergriffen, um dem Gebrauch von Pyrotechnik vorzubeugen. Diese Kontrollmöglichkeiten seien beim Auswärtsspiel im Ulmer Donaustadion aber eingeschränkt gewesen.
Bild- und Videoaufnahmen zeigen das Ausmaß der Feuerwerke
Das Sportgericht folgte diesen Einwänden nur in begrenztem Ausmaß und stützte sich dafür auf Berichte des Schiedsrichters und DFB-Machtdelegierten. Auch habe es zahlreiche Bild- und Videoaufnahmen des Geschehens genutzt, um die Zahl der Bengalischen Feuer, Abschussvorrichtungen und anderer Pyrotechnik-Artikel einigermaßen einschätzen zu können. Feuer- und Funkenblitze seien demnach teilweise in unkontrollierten Bahnen im Block und Innenraum des Stadions gelandet: Ein „massives und gefährliches Fehlverhalten, das über die „üblichen“ Störfälle in den Fankurven hinausgeht“.
Da aber Schäden und Verletzungen ausblieben, der Verein nachweislich Präventionsmaßnahmen ergriffen hatte und Münchner Anhänger zuletzt nicht mit solchen Aktionen aufgefallen sind, senkte das Sportgericht den vom Kontrollausschuss beantragten Geldbetrag ein wenig.
Ein Drittel der veranschlagten 150.000 Euro soll der FC Bayern München nach Verfügung des Sportgerichts in Maßnahmen zur Sicherheit und Gewaltprävention investieren.
In der ersten Runde des DFB-Pokals unterlag Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm 1846 Fußball dem FC Bayern München klar und deutlich mit 0:4. Das Donaustadion war mit 17.400 Zuschauern ausverkauft.


















