Aufstieg des SSV Ulm 1846: „Ich hab den Kater meines Lebens“ - So reagiert das Netz
Der Klassenerhalt ist gescheitert. Das Saisonziel verfehlt. Der SSV Ulm 1846 Fußball spielt in der kommenden Saison nicht mehr in der dritten Liga. Nein, die Spatzen treten künftig sogar eine Klasse höher an. Der SSV ist wieder da, ist wieder ein Aushängeschild der Stadt. Ganz Deutschland schaut auf Ulm.
Dort, wo nicht nur das Team in dieser Saison eine rasante Entwicklung hingelegt hat. Auch die Fans wurden immer zahlreicher und lauter. Neugewonnene Anhänger, aber auch einst vergraulte Fans. Auf den Fußballverein, der zu Beginn des Jahrtausends viel Vertrauen in der Stadt verspielt hat, kann man wieder stolz sein.
Diesen Eindruck vermitteln zumindest die zahlreichen Reaktionen auf den Aufstieg, den 15.756 Fans im Donaustadion verfolgten. Nach Abpfiff gab es kein Halten mehr: Platzsturm, Party auf dem Rathausplatz und in den Kneipen und Clubs. Ulm feierte ihre Aufstiegshelden bis in die Nacht hinein. Auch im Netz gab es zahlreiche Reaktionen auf den Durchmarsch der Spatzen.
„Für die Kinder einzigartig und unvergesslich!“
„Es ist absolut unbeschreiblich! Für die Kinder einzigartig und unvergesslich! Ich fühlte mich selber beim Platzsturm wieder wie damals im Jahr 2000 - sehr jung. Danke dem SSV Ulm für diesen Tag und weiterhin viel Erfolg“, kommentierte eine Nutzerin auf dem Facebook-Profil der SÜDWEST PRESSE.
Ein anderer User schrieb nach einer wohl feuchtfröhlichen Nacht: „Ich hab den Kater meines Lebens.“ Nach zahlreichen Glückwünschen machte sich so manch ein Nutzer bereits Sorgen: „Bitte nicht den gleichen Fehler machen wie 1999. Ulm war schnell in der Bundesliga, aber schnell wieder untern in der Verbandsliga.“ Oder etwas ironisch: „Hoffentlich holt sich Bayern München nicht unseren Trainer.“
Doch warum sollte Thomas Wörle Ulm verlassen? Einen Platzsturm gibt es in München schließlich selten. Dabei ist das einfach nur zum Genießen:
Was für ein Tag, was für eine Saison!
Nach dem Platzsturm verlagerte sich die Feier auf den Rathausplatz. Dann ging’s ab in die Clubs. Besonders im EinsTiefer und im Cocomo wurde lange gefeiert.
Nächstes Jahr gegen Schalke 04 - in einem Pflichtspiel
FC Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC und wohl auch 1. FC Köln und Hamburger SV. Diese Teams werden in der nächsten Saison nach Ulm reisen. Wer das liest, bekommt Gänsehaut - oder ist kein Fußballromantiker. Drei Insolvenzen hat der SSV Ulm 1846 Fußball überlebt. Jetzt spielt der Klub wieder in der zweiten Bundesliga, gehört zu den 36 besten Fußballmannschaften der Nation. So richtig glauben, können das diese User noch nicht:
Von Hamburg nach Ulm - 700 Kilometer für eine Bierdusche
Die Berater von Tom Gaal und Moritz Hannemann haben wohl fest an den Sieg über Viktoria Köln geglaubt. Jedenfalls fuhren sie nach eigenen Angaben rund 700 Kilometer, um beim Spiel dabei zu sein. Zur Feier des Tages habe es eine Bierdusche von Hannemann sowie ein Tänzchen von Gaal gegeben. Ein gelungener Ausflug!
Viktoria Köln, DFL und VfB Stuttgart gratulieren
Das kann Viktoria Köln kaum behaupten. Dennoch gehörte die Gastmannschaft zu den ersten Gratulanten.
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hieß den SSV Ulm in der zweiten Bundesliga willkommen.
Der VfB Stuttgart gratulierte Leihgabe Thomas Kastanaras zum Aufstieg.
Der Erfolg fand auch in Brasilien Beachtung:
Söflinger Basketballer feiern mit
Von Ulmer Vereinen wie dem SV Jungingen gab es Gratulationen. Vertreter der Basketballabteilung des TSG Söflingen waren gestern selbst im Stadion - und anschließend in der Stadt: „Unsere Mädels und Jungs werden heute die Altstadt mit euch rocken!“
Das geht am besten mit einem Klassiker der Rockband Queen: „We are the Champions“.
Es war ein perfekter Tag: Zu Hause bei Sonnenschein ist der SSV Ulm 1846 aus eigener Kraft aufgestiegen, unter den Augen von Oberbürgermeister Martin Ansbacher:




