DFB-Pokal: Ex-Ulmer Scienza überzeugt bei Heidenheim-Debüt

Heidenheims Leonardo Scienza (rechts) im Zweikampf mit Villingens Nico Tadic (links). Der Ex-Ulmer stand in der DFB-Pokal-Partie in der Startelf und bereitete einen Treffer vor.
Silas Stein/dpaSeine feinen Dribblings und Abschlüsse à la Arjen Robben sind bei den Spatzen-Fans unvergessen. Top-Torschütze, Top-Vorlagengeber, Top-Spieler. Leo Scienza war Leistungsträger beim SSV Ulm 1846 Fußball in der vergangenen Drittliga-Saison. Das hatte Begehrlichkeiten geweckt. Und so wechselte der 25-jährige Luxemburg-Brasilianer nach einem Jahr in der Münsterstadt im Sommer zum Bundesligisten 1. FC Heidenheim. Die Ablöse lag dem Vernehmen nach bei rund 600.000 Euro.
Auch knapp 40 Kilometer nordöstlich von Ulm überzeugte Scienza in der Vorbereitung. Die Belohnung: Ein Startelfplatz als Linksaußen im DFB-Pokal beim Südwest-Regionalligisten FC 08 Villingen. Scienza, dessen Bruder Theodoro beim TSV Neu-Ulm in der Bezirksliga spielt, nutzte seine Chance.
Assist für Leo Scienza im DFB-Pokal
Bei der 1:0 Führung in der 43. Minute schalteten die Heidenheimer nach einer Ecke der Gastgeber über Scienza um. Der Brasilianer verlagerte clever von links auf die rechte Seite. Letztlich vollendete Maximilian Breunig.
Kurz nach der Halbzeit glänzte Scienza als Vorlagengeber. Ungehindert flankte der 25-Jährige von der linken Seite flach an den Fünfmeterraum. Dort nahm Breunig direkt ab – 2:0. Auch in weiteren Aktionen deutete der Dribbelkünstler seine fußballerischen Qualitäten an, zeigte, dass er auch zwei Etagen höher Spaß machen kann. Nach 62 Minuten war sein Arbeitstag beendet.
Heidenheim und Scienza in drei Wettbewerben gefordert
Mit Adrian Beck stand ein weiterer ehemaliger Ulmer in Frank Schmidts Startaufstellung. Der gebürtige Crailsheimer trug vom Januar 2020 bis zum Juli 2022 das Trikot der Spatzen. Er trug sich mit einem Assist ebenfalls in die Scorerliste ein. Das Ulmer Nachwuchstalent Christopher Negele stand hingegen nicht im FCH-Kader.
Der 1. FC Heidenheim ist zu Saisonbeginn in drei Wettbewerben gefordert. Die erste Hürde im DFB-Pokal hat der Verein mit einem 4:0-Sieg nun genommen. Schon am Donnerstag (22. August) geht es in der Conference-League-Qualifikation gegen BK Häcken aus Schweden weiter. Am Sonntag (25. August) folgt der Bundesliga-Auftakt beim FC St. Pauli.
Auch der 12. Versuch scheitert
Regionalligist FC 08 Villingen baute mit der Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim seinen DFB-Pokal-Rekord aus. Denn auch im zwölften Versuch setzte es in der ersten Pokalrunde eine Niederlage – kein anderer Klub lief so oft ohne Sieg im DFB-Pokal auf.


