Bombensuche in Ulm
: Im Donaustadion läuft seit Montag die Suche nach Blindgängern – die Details

15 Verdachtsstellen wurden unter Spielfeld und Tartanbahn ausgemacht. In dieser Woche untersucht die Stadt Ulm das Donaustadion auf Weltkriegsbomben und informiert über eine mögliche Evakuierung.
Von
Nadine Vogt
Ulm
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Der SSV Ulm 1846 Fußball lädt an diesem Dienstag zur ordentlichen Mitgliederversammlung.

Donaustadion

Blindgänger unter dem Rasen des Donaustadions? Das ist nicht ausgeschlossen. 15 Verdachtsstellen wurden ausgemacht und werden in dieser Woche eingehend untersucht. Ist eine Entschärfung mit Evakuierung notwendig, soll diese am Sonntag (21. Juni) stattfinden.

Matthias Kessler
  • Im Donaustadion in Ulm läuft seit Montag die Suche nach Weltkriegsbomben.
  • 15 Verdachtsstellen unter Spielfeld, Tartanbahn und am Kunstrasenplatz werden geprüft.
  • Ergebnis soll bis Freitag vorliegen – dann Entscheidung über eine mögliche Evakuierung.
  • Falls nötig: Evakuierung am Sonntag ab 8 Uhr, Entschärfung ab 10 Uhr, Rückkehr bis 20 Uhr.
  • Bürgertelefon erweitert erreichbar, zuletzt gab es im November 2024 eine große Evakuierung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In dieser Woche steht das Donaustadion unter besonderer Beobachtung. Von Montag bis Freitag wird das Gelände, das sich SSV Ulm 1846 Fußball, der SSV Ulm 1846 und der Schulsport teilen, auf Weltkriegsbomben und Blindgänger untersucht. Dafür ist das Stadion derzeit gesperrt – der Sport ruht.

Seit Montag, so schildert die Stadt Ulm den Ablauf, laufen die vorbereitenden Maßnahmen für die Kampfmittelsondierung. 15 Verdachtsstellen gibt es, die sich unter dem Spielfeld und der Tartanbahn befinden. Betroffen ist auch der Kunstrasenplatz, der auf der anderen Seite der Stadionstraße liegt. Diese werden ab Mittwoch von Expertinnen und Experten überprüft.

Mögliche Evakuierung für Sonntag vorgesehen

Spätestens am Freitag soll das Ergebnis vorliegen und in der Folge dann auch die Entscheidung getroffen werden, ob eine Evakuierung des umliegenden Bereiches für den anvisierten Termin (Sonntag, 21. Juni) notwendig ist. Wie die Stadt mitteilt, hängt das davon ab, ob und welche Art von Kampfmitteln gefunden werden. Möglich sei auch, dass entweder keine Kampfmittel vorliegen, oder solche, die keine Evakuierung erfordern.

Sollte dies doch der Fall sein, ist ein Radius von rund 500 Metern rund um die Fundstelle geplant. Die exakte Festlegung erfolgt nach einem möglichen Fund gemeinsam mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg.

Losgehen würde die Evakuierung am Sonntag um 8 Uhr, die Entschärfung um 10 Uhr beginnen. Anwohnerinnen und Anwohner sollen spätestens um 20 Uhr in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. Die Stadt Ulm weist darauf hin, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.

Dass das Gelände auf Bomben und Blindgänger untersucht wird, ist aufgrund der umfangreich geplanten Umbaumaßnahmen des Donaustadions notwendig. Für rund 30 Millionen Euro soll die Multifunktionssportstätte ertüchtigt werden, unter anderem ist der Neubau der Stehtribünen vorgesehen.

Das letzte Mal, dass in Ulm aufgrund des Fundes einer Weltkriegsbombe großflächig evakuiert werden musste, war im November 2024. Auf dem Müller-Areal an der Ecke Karlstraße/Neutorstraße wurde eine 250-Kilo-Fliegerbombe gefunden und binnen weniger Stunden erfolgreich entschärft.

Erreichbarkeit des Bürgertelefons der Stadt Ulm erweitert

Für Fragen zum Thema hat die Stadt die Erreichbarkeit des Bürgertelefons (0731/1611212) erweitert. Im Falle einer Entschärfung ist es am Samstag und Sonntag früher und länger erreichbar.

1. Reguläre Erreichbarkeit: Dienstag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr (Servicezeiten des SCs)  Freitag: 8 bis 20 Uhr

2. Im Falle einer Entschärfung: Samstag: 9 bis 18 Uhr; Sonntag: ab 7 Uhr bis Einsatzende

3. Bei einer Nicht-Entschärfung: Samstag: 9 bis 16 Uhr; Sonntag: 9 bis 12 Uhr