Abriss der Ulmer Jahnhalle
: Bagger reißt die Mauern der Kult-Sportstätte endgültig nieder

Der Bagger ist da, Teile des Gebäudes sind schon weg: Der Abriss der traditionsreichen Sportstätte des SSV Ulm 1846 läuft. Eindrücke von der Großbaustelle.
Von
Nadine Vogt,
Jennifer Bergmann
Ulm
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Abriss Jahnhalle: Bitte mal bei den Baggern vorbei schauen. Gerade läuft der Abriss Ulm Jahnhalle Abriss Beurer Sportpark SSV Ulm

Der Abriss der Jahnhalle läuft. Ein Bagger arbeitet sich durch die geschichtsträchtigen Mauern der ehemaligen Sportstätte des SSV Ulm 1846 und seinen Vorgänger-Vereinen.

Volkmar Könneke
  • Abriss der traditionsreichen Ulmer Jahnhalle hat begonnen – Gebäude wird dem Erdboden gleichgemacht.
  • Anstelle der Jahnhalle entsteht der „Beurer-Sportpark“ mit moderner Dreifeld-Halle für 18 Mio. Euro.
  • Fertigstellung des Neubaus ist für Sommer 2028 geplant – Zukunftsinvestition des SSV Ulm 1846.
  • Gebäude wurde geräumt, teils versteigert – Abrissparty und letzter Rundgang fanden statt.
  • Bagger arbeiten unermüdlich – was gestern noch stand, könnte morgen bereits verschwunden sein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist laut in der Stadionstraße. Staub wirbelt durch die Luft. Im Schein der Sonne arbeitet ein Bagger vor sich hin. Der Greifarm geht runter und hoch, schwenkt nach links und rechts. Er holt sich Teil für Teil und legt es in einen großen Container. Metall, Steine und Holz verschwinden darin. Abgetrennt und sortiert.

Von der traditionsreichen Sportstätte im Herzen der Sportstadt Ulm sind nur noch Mauerreste übrig. Große Teile des Gebäudes, das einst Heimat von zahlreichen Athletinnen und Athleten des SSV Ulm 1846 und seinen Vorgänger-Vereinen war, fehlen bereits. Eine eingerissene Außenwand zierten bis vor Kurzem noch die Buchstaben „JAHNHALLE“. In den letzten Tagen war noch ein Bruchteil davon zu lesen: „NHALLE“. Inzwischen ist der Name ganz verschwunden.

Ein älterer Mann bleibt stehen. Beobachtet, wie sich der meterhohe Bagger die nächsten Überreste schnappt und in den Schuttcontainer befördert. In Kürze ist das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Bagger macht das Gebäude platt

Der Abriss der ehemaligen Turn- und Festhalle ist seit Langem beschlossene Sache. An Stelle der maroden und in die Jahre gekommenen Sportstätte entsteht mit dem „Beurer-Sportpark“ ein Neubau. Eine moderne Dreifeld-Halle für rund 18 Millionen Euro – eine Investition in die Zukunft des Großsportvereins SSV Ulm 1846. Im Sommer 2028 könnte der „Beurer-Sportpark“ seinen Betrieb aufnehmen

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Blick aus der Vogelperspektive: Der Bagger arbeitet sich durch die Mauern. Im Hintergrund ist der Kunstrasenplatz der Fußballer zu sehen, links liegt das Donaustadion, rechts weitere Tennisplätze.

Volkmar Könneke

Aufgrund von verschiedenen Umständen erhielt der bereits im Dezember 2021 beschlossene Abriss und Neubau immer wieder Aufschub. Im Herbst dieses Jahres war es dann allerdings so weit: Die Gaststätte Jahnhalle, die beliebter Treffpunkt von Sportlern und Fußball-Fans war, schloss nach dem Drittliga-Heimspiel der Ulmer Fußballer am 1. Oktober gegen den 1. FC Schweinfurt ihre Türen für immer.

In der Folge holten die Spatzen keinen Punkt mehr zu Hause. Das Innere des Gebäudes wurde ausgeräumt, teilweise versteigert. Es gab eine Abrissparty und einen letzten Rundgang durch das verlassene Gebäude, das einem Lost Place ähnelte. Vor kurzem haben nun an der exponierten Stelle gegenüber des Ulmer Donaustadions die Abrissarbeiten begonnen.

Wer einen letzten Blick auf die Jahnhalle, oder besser auf das, was von ihr übrig ist, erhaschen will, muss schnell sein. Die Bagger fressen sich unermüdlich durch die geschichtsträchtigen Mauern. Was gestern noch stand, könnte morgen bereits weg sein.

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SSV Ulm 1846

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