Württembergische U20-Meisterschaft: Volleyballer der TSG Balingen holen sensationell Bronze

Als Underdog bei den württembergischen U20-Meisterschaften spielen die Balinger Volleyballer groß auf und sichern sich gegen namhafte Konkurrenz den dritten Platz.
Verein- TSG Balingen holt als Außenseiter Bronze bei U20-Meisterschaft in Friedrichshafen.
- Sechs Top-Teams am Start; u. a. VfB Friedrichshafen, TV Rottenburg, Ludwigsburg.
- Gruppensieg vs. Ulm im Tie-Break (25:23, 13:25, 15:11) bringt Halbfinale.
- Halbfinale: Niederlage gegen VfB Friedrichshafen (17:25, 18:25).
- Spiel um Platz 3: Sieg gegen Rottenburg (25:22, 25:27, 15:7). Trainer lobt Mut und Teamgeist.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als Außenseiter zu den Württembergischen Meisterschaften der männlichen U20 nach Friedrichshafen gereist, sorgten die Volleyballer der TSG Balingen für eine Überraschung: Gegen namhafte Konkurrenz aus dem ganzen Land sicherte sich das Team am Ende einen starken dritten Platz.
Starke Konkurrenz am Bodensee
Als Zweitplatzierter der Württembergischen Leistungsstaffel hatte sich die TSG Balingen für den höchsten Wettbewerb auf Landesebene qualifiziert. In Friedrichshafen kämpften die sechs besten Mannschaften Württembergs um den Meistertitel und die Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft.
Mit dem VfB Friedrichshafen und dem TV Rottenburg waren zwei echte Schwergewichte am Start. Beide Teams standen im vergangenen Jahr sogar auf dem Treppchen der Deutschen Meisterschaft. Entsprechend hochklassig besetzt war das Teilnehmerfeld am Bodensee: Mannschaften aus Ludwigsburg, Friedrichshafen und Rottenburg traten teilweise mit Spielern an, die bereits Erfahrung aus der 1. und 2. Volleyball-Bundesliga mitbringen. Auch mehrere Nachwuchsnationalspieler wie Phil Bertele, Christopher Oberglock, Finn Hofmeester oder Maximilian Bangert waren vertreten.
„Wir wussten um die Ausgangslage und dennoch lag der Druck jederzeit beim Gegner, den wir mutig bespielen wollten. Druckvolle Aufschläge zur Destabilisierung der gegnerischen Annahme, eine disziplinierte Block-Feld-Abwehr sowie eine starke Teamenergie waren unsere Spielprinzipien vor Turnierbeginn“, erklärte Mannschaftstrainer Maximilian Pöltl.
Sieg im entscheidenden Gruppenspiel
Im ersten Gruppenspiel gegen den TV Rottenburg fanden die Balinger gut in das Turnier, mussten aber aufgrund zu vieler Aufschlagsfehler einem Rückstand hinterherlaufen. Beide Sätze gingen letztlich an den Favoriten aus der Bundesliga-Nachwuchsschmiede (20:25, 12:25).
Damit fiel die Entscheidung über den Halbfinaleinzug im zweiten Gruppenspiel gegen den SSV Ulm 1846. Mit einer klaren Aufschlagstaktik konnten die Balinger den Angriffsdruck der „Spatzen“ früh bremsen und selbst in der Block-Feld-Abwehr Akzente setzen. Der erste Satz ging knapp mit 25:23 an die TSG. Im zweiten Durchgang verlor das Team jedoch den Zugriff auf das Spiel und musste den Satzausgleich hinnehmen (13:25).
Im entscheidenden Tie-Break zeigte Balingen dann seine Stärke am Netz. Mit einer verbesserten Angriffsleistung sicherten sich die Zollernstädter den Satz mit 15:11 und damit den Einzug ins Halbfinale.
Favorit Friedrichshafen zu stark
Dort wartete – wie bereits im Vorjahr – der VfB Friedrichshafen, der sich später auch den Titel des Württembergischen Meisters sichern sollte. Bundesstützpunkttrainer Adrian Pfleghar schickte gegen Balingen seine stärkste Formation aufs Feld, die später auch das Finale bestritt.
Die Spieler um Kapitän Denys Kovalikov hielten dennoch gut dagegen und fanden immer wieder Wege durch den starken Block der Gastgeber. Für einen Satzgewinn reichte es gegen die hochklassig besetzte Mannschaft jedoch nicht (17:25, 18:25).
Sensation im Spiel um Platz drei
Da auch der TV Rottenburg sein Halbfinale gegen den MTV Ludwigsburg verlor, kam es im Spiel um Platz drei zum erneuten Duell mit den Rottenburgern. Diesmal erwischte Balingen einen Traumstart: Mit viel Energie und konsequentem Auftreten ging die TSG schnell mit 8:0 in Führung. Den Vorsprung ließ sich das Team nicht mehr nehmen und gewann den ersten Satz mit 25:22.
Der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch. Der Underdog schnupperte bereits an der Sensation, doch Rottenburg rettete sich in die Satzverlängerung und glich mit 27:25 aus. Im entscheidenden Tie-Break zeigte Balingen jedoch erneut Nervenstärke. Mit großer Leidenschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit setzte sich die TSG klar mit 15:7 durch und sicherte sich damit sensationell den dritten Platz.
Nach zehn gespielten Sätzen und einer Turnierdauer von mehr als zehn Stunden durften sich die Balinger Volleyballer neben den beiden Bundesligateams zur drittbesten Mannschaft Württembergs krönen. „Der Mut hat uns Recht gegeben. Wir hatten heute Spieler dabei, die ihr Debüt oder Comeback gegeben haben. Da ist klar, dass man nicht in allen Bereichen überzeugen kann. Über ganz viel Disziplin und am Ende ganz viel Leidenschaft haben wir uns diesen Erfolg erkämpft“, sagte Trainer Pöltl. „Auf diesem Volleyballniveau spielen zu dürfen, war ein Privileg. Dass wir unsere Tugenden so konsequent aufs Feld bringen konnten, macht mich überaus stolz.“
Für die TSG Balingen spielten:
Adrian Wiesner, Lion Gering, Ivan Slavov, Julian Braito, Simeon Damm, Ole Klopfer, Tommy-Lee Richter, Lasse Wagner, Denys Kovalikov, Maximilian Ness und Chanawee Speidel.

