Sportgesichter Zollernalb
: Mehmet Akbaba: Der Trainer hinter der TSG Balingen-U19

Sportler, Trainer und Macher: Hinter jedem Namen steckt eine eigene Geschichte. Diesmal erzählt Mehmet Akbaba von seinem Weg, seiner Leidenschaft für den Fußball und dem Menschen hinter dem Trainer.
Von
Giovanni De Nitto
Balingen
Jetzt in der App anhören
Mehmet Akbaba

Mehmet Akbaba blickt auf viele Jahre im Fußball zurück – als Spieler und Trainer ist er dem Sport im Zollernalbkreis eng verbunden.

Kara
  • Porträt: Mehmet Akbaba ist U19-Cheftrainer der TSG Balingen und ehemaliger Spieler.
  • Er wuchs in Albstadt-Ebingen auf, prägte ihn sein Vater, Fußball ist sein Lebensbestandteil.
  • Stationen als Spieler: Ebingen, Balingen, Winterlingen, Sigmaringen, Empfingen. Erste Trainerposten folgten.
  • Prägend war die Corona-Zeit mit der B-Lizenz-Prüfung – er blieb dran und bestand.
  • Ziel: Wechsel in den Aktiven-Leistungsbereich, Perspektive Landes- oder Verbandsliga.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Menschen, die den Sport in der Region prägen: Hinter jedem Verein, jeder Mannschaft und jedem sportlichen Erfolg stehen Menschen mit ihren eigenen Geschichten. In unserem Porträt lernen Sie die Persönlichkeiten aus dem Sport im Zollernalbkreis näher kennen – ihre sportlichen Wege, prägende Erlebnisse und die Menschen hinter der Funktion.

Mehmet Akbaba kennt den Fußball aus verschiedenen Perspektiven – als Spieler, Trainer und Macher. In unserem Porträt erzählt er von seinem Weg, seiner Leidenschaft für den Fußball und den Menschen hinter dem Sport.

Persönliches

Wer ist Mehmet Akbaba – und wie würden Sie sich selbst in drei Sätzen beschreiben?
Ich bin sehr ehrgeizig und setze mir jede Saison neue Ziele. Mit viel Leidenschaft arbeite ich daran, diese auch zu erreichen. Und ich bin Fußballer durch und durch.

Wo sind Sie aufgewachsen und wie sind Sie zum Sport gekommen?
Ich bin in Albstadt-Ebingen aufgewachsen. Seit ich laufen konnte, hatte ich eigentlich immer einen Ball am Fuß, es gibt sogar Videos von mir, als ich drei Jahre alt war. Mein Vater war dafür maßgeblich verantwortlich. Er ist bis heute mein großes Vorbild, hat mich früh gefördert und mich auf meinem Weg immer unterstützt.

Was bedeutet Sport für Sie persönlich?
Sport ist für mich generell sehr wichtig. Er fördert die Gesundheit und gibt einem die Möglichkeit, den Kopf freizubekommen, ganz egal, ob es einem gerade gut oder schlecht geht. Für mich ist Sport deshalb ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Sportlicher Werdegang

Wie hat Ihre eigene sportliche Laufbahn begonnen?
Meine aktive Laufbahn habe ich beim FV 07 Ebingen begonnen und dort bis zur A-Jugend gespielt. In meinem letzten Jugendjahr wechselte ich zur U19 der TSG Balingen und kam dort auch bei den Aktiven in der Verbands-, Landes- und Bezirksliga zum Einsatz. Es folgten Spielerstationen in Winterlingen, Sigmaringen und Empfingen. Meine erste Trainerstation war als spielender Co-Trainer bei der Spvgg Mössingen, ehe ich als Trainer beim TSV Hart/Owingen in der Bezirksliga meine erste Aktiven-Mannschaft übernahm. Es folgten zwei Jahre als Spielertrainer beim TSV Boll. Anschließend machte ich meine B-Lizenz. Über Denis Epstein entstand der Kontakt zur TSG Balingen, wo ich schließlich die U19 als Cheftrainer übernommen habe.

Welche Station hat Sie sportlich oder persönlich besonders geprägt?
Die Corona-Zeit war für mich eine besonders prägende Phase. Sie war für alle schwierig, gerade wegen der vielen Einschränkungen, fiel bei mir aber mitten in die Prüfungszeit zur DFB-Trainer-B-Lizenz und stellte mich vor die Frage: Bleibe ich dran oder lasse ich es sein? Ich bin drangeblieben. Das hat mich geprägt und macht mich bis heute stolz.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg besonders beeinflusst?
Meine Familie, insbesondere meine Frau und mein Sohn, hat mich auf meinem Weg immer unterstützt und positiv beeinflusst. Sie haben mich motiviert, weiterzumachen, auch wenn es einmal schwieriger war. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

Was war bisher Ihr schönster sportlicher Moment?
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir zwei Aufstiege: der Aufstieg als Spieler mit dem FC Winterlingen in die Landesliga und später der Aufstieg als Cheftrainer mit der U19-Mannschaft der TSG Balingen in die Oberliga. Beide Erfolge waren besondere Momente, die ich nicht vergessen werde.

Gab es auch einen Moment, aus dem Sie besonders viel gelernt haben?
Meine erste Trainerstation in Hart/Owingen war eine wichtige Lernphase. Es lief noch nicht alles rund, und ich musste mit Herausforderungen und Rückschlägen umgehen. Es hat Zeit gebraucht, meinen Weg als Trainer zu finden. Aus diesen Erfahrungen habe ich viel gelernt und für meine weitere Arbeit mitgenommen.

Die Person hinter dem Sport

Was macht Sie abseits des Sports aus?
Ich bin ein absoluter Familienmensch. Ich habe zwei gesunde Söhne, meine Eltern leben ebenfalls in der Nähe. Wir verbringen viel Zeit miteinander, gerade in der Freizeit. Diese gemeinsame Zeit mit meiner Familie macht für mich einen großen Teil meines Lebens aus.

Was wissen viele Menschen über Sie vermutlich nicht?
Ich bin eigentlich ein sehr offener und transparenter Mensch. Viele kennen mich als impulsiv und motivierend, aber ich kann auch zur Ruhe kommen, in mich gehen und abschalten. Diese Seite von mir sieht man im Fußballalltag vielleicht nicht so oft.

Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Wie schon erwähnt, am liebsten mit meiner Familie. Ich versuche, so viel Zeit wie möglich mit meinen Söhnen zu verbringen und gemeinsam mit ihnen etwas zu unternehmen.

Was darf in Ihrem Alltag auf keinen Fall fehlen?
Ganz klar: meine vier Espressi am Tag. Die gehören für mich einfach dazu, egal, wie voll der Tag ist.

Charakter & Werte

Welche Eigenschaft schätzen Sie an anderen Menschen besonders?
Ehrlichkeit und Offenheit sind mir besonders wichtig. Ich schätze es, wenn Menschen klar sagen, was sie denken, und man offen miteinander kommunizieren kann. Ein ehrlicher und respektvoller Umgang ist für mich die Grundlage für ein gutes Miteinander.

Welche Eigenschaft würden Sie gerne noch stärker an sich selbst entwickeln?
Ich bin ein selbstkritischer Mensch und kann meine eigenen Fehler eigentlich ganz gut einordnen. Manchmal fehlt mir allerdings die nötige Geduld. Daran möchte ich noch arbeiten und lernen, Dinge manchmal etwas ruhiger anzugehen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, nach einem Spiel oder Training sagen zu können: Ich habe alles gegeben und alles dafür getan, dass es erfolgreich wird. Das Ergebnis ist dabei zunächst zweitrangig. Genau diese Einstellung versuche ich auch meinen Jungs mitzugeben.

Was ist Ihnen wichtiger: Talent, Disziplin oder Leidenschaft?
Für mich braucht es eine Mischung aus allen drei. Talent ist eine gute Grundlage, aber ohne Disziplin und Leidenschaft kommt man nicht weit. Deshalb sind für mich alle drei gleich wichtig. Sie greifen wie Zahnräder ineinander, fehlt eines, funktioniert das Ganze nicht.

Kurze persönliche Fragen

Lieblingssportler?
Ganz klar Zinedine Zidane. Er war früher mein großes Idol, nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Technik, sondern auch wegen seiner Ausstrahlung auf dem Platz.

Lieblingsverein?
Ganz klar Beşiktaş Istanbul. Ich bin schon fast ein Fanatiker der „Schwarzen Adler“.

Sportliches Vorbild?
Als Spieler war es Zidane, als Trainer ist es ganz klar Pep Guardiola. Er hat den Fußball mit seiner Art zu denken revolutioniert. Außerdem ist er unglaublich ehrgeizig und probiert immer wieder neue Dinge aus.

Lieblingssportplatz?
Die Bizerba-Arena. Dort habe ich schon selbst einige Male gespielt, deshalb verbinde ich mit dem Stadion natürlich viele Erinnerungen.

Lieblingsessen?
Ganz klar Mantı – gefüllte türkische Teigtaschen. Da kann ich nur schwer Nein sagen.

Lieblingsmusik?
Eine wilde Mischung aus den 90ern und 2000ern. Da ist eigentlich aus fast jedem Genre etwas dabei.

Messi oder C. Ronaldo?
Vom Talent her Messi, beim Ehrgeiz Ronaldo.

Bayern München oder VfB Stuttgart?
Tatsächlich Bayern München. Was dieser Verein über die Jahre auf die Beine gestellt hat, beeindruckt mich einfach.

Stollen oder Nocken?
Ganz klar Nocken. Ich habe einmal Stollenschuhe ausprobiert und mich darin überhaupt nicht wohlgefühlt.

Champions-League-Sieger oder Weltmeister?
Weltmeister. Eine WM gibt es nur alle vier Jahre und für mich ist sie der absolute Höhepunkt einer Fußballkarriere.

Steckbrief:

Mehmet Akbaba
Alter: 38
Wohnort: Balingen   
Familienstand: verheirat, zwei Kinder.
Verein: TSG Balingen
Sportart: Fußball
Position: Cheftrainer U19-Mannschaft
Trainerlizenz: B-Lizenz

Persönliches sportliches Ziel:
Ich kann mir gut, als nächsten Schritt, einen Wechsel in den Aktiven-Leistungsbereich vorstellen. Die Landesliga oder Verbandsliga wären für mich dabei spannende Perspektiven, um mich als Trainer weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln.

Das Wichtigste im Fußball:
Das Wichtigste ist für mich die gesunde Mischung aus Erfolg und Spaß. Denn ohne Spaß gibt es keinen Erfolg – und ohne Erfolg fehlt irgendwann auch der Spaß.

Mein Motto:
Das sage ich auch immer zu meinen Jungs: Problem erkennen, daran arbeiten und es im Spiel umsetzen, das sind meine Prinzipien. Wenn ich es auf ein Wort herunterbrechen müsste, wäre es „Gegenpressing“. Denn als Trainer geht bei mir ohne Gegenpressing definitiv nichts.