Spitzenspiel in Handball-Regionalliga
: HSG Albstadt will die Spitze zurückerobern​

Die HSG Albstadt erwartet zum Spitzenspiel den Tabellenführer TSV Heiningen 1892. Die Niederlage der Vorwoche wurde abgehakt.
Von
Rainer Jock
Albstadt
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Julian Mayer

Julian Mayer will gemeinsam mit Edis Camovic dafür sorgen, dass die HSG Albstadt weniger Gegentore bekommt, als zuletzt beim Ausrutscher in Steißlingen.

Kara
  • HSG Albstadt empfängt Sonntag, 17 Uhr, Spitzenreiter TSV Heiningen in der Mazmannhalle.
  • Zuvor 33:49-Debakel in Steißlingen; Trainer sprach von „Blackout auf allen Ebenen“.
  • Tabelle: Heiningen 34:14 Punkte (ein Spiel mehr), Albstadt 33:13 Punkte.
  • Heiningen in Form: 32:31 gegen HSG Ostfildern; Aufholjagd bis an die Spitze.
  • Erwartet wird ein torreiches Spiel; Hinspiel endete 42:42.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist das absolute Spitzenspiel. Kein Geringerer als der aktuelle Spitzenreiter TSV Heiningen wird am Sonntag, um 17 Uhr, in der Mazmannhalle in Albstadt-Ebingen seine Visitenkarte abgeben.

In der Vorwoche gaben die Albstädter ihre mit dem wohl schwächsten Saisonauftritt und der höchsten Saisonniederlage in Steißlingen ab. Während die Konkurrenz ihre Hausaufgaben erledigte und nach mehreren Anläufen es schaffte an der HSG in der Tabelle vorbeizuziehen, gab es für den Tabellenführer aus der Zollernalbregion ein helles Erwachen nahe des Bodensees.

Debakel in Steißlingen

Mit 33:49 mussten die Schützlinge von Cheftrainer Andreas Wendel beim Tabellensechsten die Segel streichen. Wendel sprach nach Schlusspfiff von einem „Blackout auf allen Ebenen bei seiner Mannschaft“. Meilenweit sei jeder HSG-Spieler von der Bestleistung entfernt gewesen. „Das kann man nicht schönreden. Wir waren trotz gutem Beginn in allen Belangen unterlegen. Jetzt heißt es, Mund abputzen und weitermachen. Wir spielen bisher eine sehr gute Saison und das sollte uns Selbstvertrauen geben“, sagt Abwehrchef und Kreisspieler Fabian Mayer.

Heiningen an der Spitze

Mit einer Partie mehr auf dem Buckel reisen die „Staren“ des TSV Heiningen mit 34:14-Punkten als Erster des Tableaus an. Albstadt ist mit 33:13-Zählern Zweiter. Bis zum Tabellensiebten TSV 1866 Weinsberg (28:18-Punkte) folgen fünf Mannschaften, welche sich noch berechtigte Hoffnungen auf dem Aufstieg in die 3. Liga machen darf. Zunächst gilt es aber für die HSG Albstadt sich mit einem erfolgreichen Auftritt die Tabellenführung vor heimischen Publikum zurückzuerobern. Mit einem emotionalen und hart umkämpften 32:31-Sieg im Regionalliga-Duell gegen die HSG Ostfildern sich der TSV Heiningen das notwendige Selbstvertrauen für die „Herkules-Aufgabe“ am Sonntag in der Mazmannhalle geholt.

Noch vor wenigen Wochen war es unvorstellbar, dass die Mannschaft von Trainer Hagen Gunzenhauser und Mike Wolz die Spitze der Liga erklimmen könnte. Doch die „Staren“ haben eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hinter sich, steckten sie doch am 13. Spieltag noch im zweistelligen Mittelfeld der Tabelle fest. „Woche für Woche arbeiteten wir uns mit Leidenschaft, Teamgeist und einer beeindruckenden Konstanz nach oben. Der Sieg gegen Ostfildern krönt nun diese bemerkenswerte Aufholjagd mit der Tabellenführung“, schreibt TSV-Pressewart Michael Kohnle auf der Homepage des Vereins.

Torreiche Partie erwartet

Albstadt gegen Heiningen - das verspricht wieder viele Tore. Im Vorjahr setzte sich die HSG beide Male mit 39:30 und 42:38 durch. Auch in dieser Saison kamen die Zuschauer beim 42:42-Remis im Hinspiel voll auf ihre Kosten.

„Die Woche war nochmal ein wenig Wunden lecken angesagt. Das Spiel hat auch Tage später noch bei mir Wirkung gezeigt. Wir haben am Montag gut trainiert und haben danach mit der Mannschaft nochmals das Spiel thematisiert. Es wurde aber ziemlich schnell abgehakt. Schließlich kommt am Wochenende eine komplett andere Aufgabe auf uns zu“, gab HSG-Coach Wendel zu Protokoll und ergänzte. „Am Ende waren es schließlich nur zwei Punkte. Egal, ob wir jetzt mit einem Tor verloren hätten oder eine höhere Klatsche kassieren, es ändert an der Anzahl der Minuspunkte nichts. Lieber verlieren wir einmal und das richtig heftig, anstatt mehrere Niederlagen einstecken zu müssen. Wir konzentrieren uns auf den kommenden Gegner, der ein Kooperationspartner des Bundesligisten FrischAuf Göppingen ist. Sie sind gespickt mit vielen Spielern, die in Göppingen ausgebildet wurden. Sie wollen aufsteigen, denn es wäre für Göppingen noch attraktiver einen Partnerverein in der 3. Liga zu haben. Sie haben gute Rückraumschützen und decken mit einer sehr aggressiven 3:2:1-Abwehr. Die Ligen uns mit ihrer offensiven Abwehr womöglich besser. Ich bin guter Dinge, dass dies ein besserer Auftritt von uns wird.“