SGM Gruol/Erlaheim - SGM Deißlingen/Lauffen
: Dreifachschlag dreht die Partie

Der Primus setzt seine Serie fort und holt beim Tabellenvierten mit dem 3:1-Sieg wichtige drei Punkte
Von
Matthias Jedele
Region
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Deißlingens Spielertrainer Felix Schaplewski war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Gruol zufrieden.

Deißlingens Spielertrainer Felix Schaplewski (rechts) war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Gruol zufrieden.

Kara
  • Deißlingen/Lauffen siegt in Gruol 3:1 nach furiosem Start in Halbzeit zwei.
  • Gruol führte durch Müllers Elfmeter zum 1:0, pausierte mit knapper Führung.
  • Schumpp glich nach Wiederanpfiff aus – Matt traf doppelt zum schnellen 3:1.
  • Gastgeber fanden kaum klare Chancen, Uhl parierte Müllers Kopfball stark.
  • Schaplewski lobt Tempo und Umschalten, Heimtrainer kritisieren sieben schwache Minuten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei besten äußeren Bedingungen entwickelte sich zwischen der SGM Gruol/Erlaheim und der SGM Deißlingen/Lauffen zunächst eine ausgeglichene Partie. Beide Teams tasteten sich ab, ehe es nach gut zehn Minuten erstmals im Strafraum der Gäste brenzlig wurde. Mike-Joe Gihr ging nach einem Luftzweikampf zu Boden, doch der Pfiff blieb aus (12.).

Im direkten Gegenzug bot sich den Gästen die Chance per Freistoß, doch Robin Schumpp setzte den Ball knapp vorbei (13.). Auch in der Folge blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Die Hausherren kamen über Standards zu ersten Möglichkeiten, während Deißlingen immer wieder versuchte, Nadelstiche zu setzen.

Die Führung für die Hausherren fiel schließlich vom Punkt. Nach einem Handspiel zeigte Schiedsrichter Christian Gehring auf die Strafstoßmarkierung, und Fabio Müller verwandelte souverän zum 1:0 (24.).  Gruol blieb anschließend am Drücker, verpasste es jedoch, nachzulegen. So ging es mit einer knappen Führung in die Pause.

Hausherren im Tiefschlaf

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den deutlich besseren Start. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang Robin Schumpp nach einem missglückten Schussversuch seines Teamkollegen Renato Vieira Silva der Ausgleich (48.).

Was folgte, waren kurzzeitige Auflösungserscheinungen bei den Hausherren. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Deißlingen blitzschnell um, und Daniel Matt brachte seine Farben nur eine Minute später in Führung (49.).

Gruol war nun völlig von der Rolle, und erneut nutzten die Gäste einen Fehler konsequent aus. Wieder war es Matt, der vor dem Tor die Nerven behielt und auf 3:1 erhöhte (51.).

Chancen bleiben ungenutzt

In der Folge versuchten die Hausherren nochmals zurückzukommen, doch klare Chancen blieben Mangelware. Die beste Möglichkeit hatte Toptorjäger Müller per Kopf nach einer Flanke von Kevin Bosch, doch Gästekeeper Niklas Uhl reagierte stark (79.).

So blieb es am Ende beim 3:1-Auswärtserfolg für Deißlingen/Lauffen, die mit einem furiosen Start in die zweite Halbzeit die Partie drehten.

„In der ersten Halbzeit war es aus meiner Sicht ein 0:0-Spiel. Dann bekommen wir einen Elfmeter gegen uns, bei dem ich der Meinung bin, dass es kein Handspiel war, weil die Hand angelegt am Körper ist. In der Pause haben wir angesprochen, dass wir zielstrebiger nach vorne spielen, mehr Tiefenläufe machen und insgesamt mehr Tempo aufnehmen müssen. Das hat die Mannschaft dann vor allem in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit überragend umgesetzt. Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt und das Spiel schnell auf 3:1 gedreht. Danach haben wir gut verteidigt, kaum noch etwas zugelassen und in der Summe verdient gewonnen. Entscheidend war, dass wir nach der Pause die Räume besser bespielt, schneller umgeschaltet und uns klar gesteigert haben“, sagte Deißlingens Coach Felix Schaplewski nach der Partie. Das Trainer-Duo der Gastgeber, Jochen Gihr und Boris Blocher haderten hingegen nur mit der Leistung ihrer Mannschaft kurz nach der Pause: „Über 83 Minuten waren wir aus unserer Sicht mindestens auf Augenhöhe, wenn nicht sogar die bessere Mannschaft. Das Problem waren diese sieben Minuten direkt nach der Halbzeit. Da waren wir im Tiefschlaf, und das reicht gegen so einen Gegner einfach nicht. Die sind brutal effektiv und nutzen solche Phasen konsequent aus. Ansonsten haben wir in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen und auch danach lange vieles gut wegverteidigt. Natürlich hatten wir mit dem Kopfball von Fabio noch die Chance, das Spiel enger zu machen, aber der Ball wird überragend gehalten. Wenn da das 2:3 fällt, gibt es vielleicht nochmal einen Push. So aber haben wir in diesen wenigen Minuten die Ordnung und Kompaktheit verloren, und genau das macht dann den Unterschied aus. Gegen eine Spitzenmannschaft wird so etwas sofort bestraft.“

SGM Gruol/Erlaheim: Jasper Sauter -  Tim Gihr, Mike-Joe Gihr (86. Muhammed Saygi), Heiko Belser, Felix Dormeyer, Fabio Müller, Pascal Eith, Kevin Bosch, Danny Schmid, Jannik Sauter, Noah Krampulz.
SGM Deißlingen/Lauffen: Niklas Uhl - Tom Ritzel (82. Rodrigo Vieira Silva), Matteo Stefania, Robin Lambrecht (65. Maximilian Bögelspacher), Philipp Weiß, Renato Vieira Silva, Maurice Roth, Felix Schaplewski, Marcel Herzog (75. Maurice Fanelli), Robin Schumpp, Daniel Matt (87. Florian Ehins).