S-Cup in Altensteig: HBW nimmt reichlich Arbeit mit

Yonatan Dayan (mit Ball) hatte mit seinem HBW Balingen-Weilstetten beim Vorbereitungsturnier in Altensteig in zwei von drei Spielen das Nachsehen.
IMAGO/Eibner Pressefoto/Oliver Schmidt- HBW Balingen-Weilstetten belegt beim S-Cup in Altensteig nach drei Spielen Platz vier.
- Start mit 38:28 gegen BSV Bern, danach 26:33 gegen Frisch Auf Göppingen und 29:37 vs. Erlangen.
- Zentrales Problem sind Ballverluste im Angriff – Gegner bestrafen das konsequent.
- Eine Halbzeit lang auf Augenhöhe mit Erlangen, dann fehlten Frische und Konzentration.
- Geschäftsführer Axel Kromer: Ergebnisse zweitrangig, Analyse folgt, nächster Test am Donnerstag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Drei Spiele in drei Tagen, dazu die Hitze in der Altensteiger Halle: Beim traditionsreichen S-Cup bekam der HBW Balingen-Weilstetten am Wochenende reichlich Gelegenheit, den aktuellen Stand seiner Vorbereitung zu überprüfen. Das Ergebnis fiel dabei durchwachsen aus. Nach einem 38:28-Erfolg gegen den BSV Bern musste sich der Bundesliga-Aufsteiger im Halbfinale Frisch Auf Göppingen mit 26:33 geschlagen geben und auch im Spiel um Platz drei setzte es gegen den HC Erlangen eine 29:37-Niederlage.
Dass die Ergebnisse in dieser Phase nicht an erster Stelle stehen, hatten die Verantwortlichen schon vor dem Turnier betont. Vielmehr wollte der HBW Abläufe testen, Sicherheit gewinnen und weitere Erkenntnisse sammeln. Davon gab es in Altensteig einige – positive wie negative.
Zum Auftakt gegen Bern brauchten die Balinger zunächst etwas, um in die Partie zu finden. Auch nach dem Seitenwechsel verlief der Start holprig. Im Angriff ließen die „Gallier“ einige Möglichkeiten liegen, sodass die Schweizer bis zur 40. Minute noch einmal auf vier Treffer herankamen. Danach zog der HBW allerdings die Zügel an und setzte sich letztlich deutlich mit 38:28 durch. Treffsicherster Balinger war Elias Fügel mit 13 Toren, zehn davon vom Siebenmeterstrich.
Damit war das Schwabenderby im Halbfinale perfekt. Gegen Frisch Auf Göppingen wurde dem HBW dann allerdings aufgezeigt, wie teuer Fehler gegen einen Bundesligisten werden können. Die Grün-Weißen setzten sich früh ab, Ballverluste und Unzulänglichkeiten der Balinger wurden konsequent bestraft. Der HBW lief dem Rückstand hinterher und kam, trotz großem Kraftaufwand, nicht mehr entscheidend heran. Mit 33:26 zog Göppingen verdient ins Finale ein.
Analyse steht jetzt an
Für die Balinger bedeutete dies zugleich ein ungewohntes Gefühl. „Wir haben nach über sechs Monaten mal wieder ein Handballspiel verloren“, stellte HBW-Geschäftsführer Axel Kromer fest. Große Bedeutung wollte er dem Ergebnis nicht beimessen. Vielmehr gehe es darum, „zu analysieren und zu schauen, was wir besser machen können“.
Die nächste Gelegenheit dazu bot sich bereits am Sonntag. Im Spiel um Platz drei wartete mit dem HC Erlangen ein weiterer Erstligist – und damit ein Gegner, mit dem sich der HBW in der kommenden Saison auch um Punkte duellieren wird.
Eine Halbzeit lang begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Danach machte sich bei den „Galliern“ jedoch zunehmend das kräftezehrende Wochenende bemerkbar. Zwei, drei schnelle Gegentreffer brachten Erlangen auf Kurs. Beim HBW fehlten nun Frische und Konzentration, um noch einmal zurückzukommen. Besonders die Ballverluste im Angriff erwiesen sich als Problem. Erlangen schaltete schnell um, kam regelmäßig über den Tempogegenstoß zum Erfolg und baute seinen Vorsprung sukzessive aus.
Am Ende stand mit 29:37 die zweite Niederlage binnen 24 Stunden. „In der zweiten Halbzeit konnten wir unsere Möglichkeiten nicht mehr abrufen und hatten im Angriff zu viele Ballverluste“, bilanzierte Kromer. Die seien von Erlangen regelmäßig bestraft worden. Die Baustellen sind damit identifiziert: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, und das werden wir bis zum Saisonbeginn intensiv tun.“
Viel Zeit bleibt dafür zunächst nicht. Bereits am Donnerstag wartet die nächste Standortbestimmung. Dann bekommt es der HBW im nächsten Test erneut mit einem künftigen Liga-Konkurrenten zu tun: dem TVB Stuttgart.

