Neue Chance in der Handball-Regionalliga: HSG Albstadt will allen Trist hinter sich lassen

Trotz der jüngsten Heimniederlage haben Trainer Andreas Wendel und die HSG Albstadt weiter beste Aufstiegschancen in der Handball-Regionalliga.
Kara- HSG Albstadt will nach der 38:39-Heimpleite schnell zurück in die Spur finden.
- Am Samstag gastiert der Tabellenzweite beim TSV 1866 Weinsberg in der Weibertreuhalle.
- Trainer Wendel kritisiert Fehler in Abwehr und Angriff, bleibt aber optimistisch.
- Aufstiegsrennen eng: HSG Albstadt, Schwäbisch Gmünd, Heiningen und Willstätt/Hanauerland.
- Weinsberg gilt als unangenehm mit Tempospiel und starken Außenspielern – Ziel sind zwei Punkte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei den Handballern der HSG Albstadt lagen die Nerven nach der 38:39-Heimniederlage in der Vorwoche gegen die HSG Willstätt/Hanauerland noch am Tage danach ziemlich blank. Nicht nur, dass es dem größten Konkurrenten um die Tabellenspitze, dem TSB Schwäbisch Gmünd nach langem Warten gelang an der HSG im Tableau vorbeizuziehen und die Spitze zu erklimmen, war ein Ärgernis bei den Zollernalb-Ballwerfern, auch mit dem eigenen Spiel konnte man freilich nicht zufrieden sein.
„Wir machten in Summe einfach zu viele Fehler. In der Abwehr haben wir den Gegner durch Systemfehler immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. Auch im Angriff warfen wir fünf, sechs freie Bälle weg, sodass die Niederlage wahrscheinlich nicht unverdient ist“, lautete ein Fazit von Albstadts Cheftrainer Andreas Wendel, dem die Störgeräusche um seinen Leistungsträger Julian Thomann im Vorfeld überhaupt nicht gefielen.
Viel Unruhe in der Mazmannhalle
Mit zahlreichen strittigen und diskutablen Entscheidungen trugen die beiden Schiedsrichter im Heimspiel aber auch nicht zu ruhigerem Puls bei. Wendel, angefressen bis ins Mark, wollte nach deren Leistung kein negatives Wort verlieren und wählte stattdessen ironische Floskeln. „Wir müssen das Spiel schnellstmöglich abhaken. Wir sind immer noch Zweiter und haben unsere Chance aufzusteigen noch immer selbst in der Hand. Wir hoffen natürlich, dass es nicht in jedem Spiel so läuft, wie es gegen Willstätt/Hanauerland der Fall war.“
Mit einem Sieg wollte man den Gästen aus der Ortenau den letzten Funken Hoffnung auf den Aufstieg nehmen. Dieses Unterfangen ging gegen die Mannschaft mit den in der Liga wohl einflussreichsten Außenspielern um Dinko Dodig und Ilia Hreblev am Ende schief.
Immer noch gut im Rennen
Mit 34:16-Punkten sind sie wieder voll im Geschehen um die beiden Aufstiegsplätze in die 3. Liga mit dabei. Das Aufstiegsrennen spitzt sich von Woche zu Woche immer weiter zu. Mit 35:13-Punkten bei einer weniger absolvierten Partie gegenüber der HSG Albstadt (35:15), besitzen die „Jets“ aus Schwäbisch Gmünd aktuell wohl die besten Karten. Dicht hinter der HSG folgen der TSV Heiningen und die HSG Willstätt/Hanauerland (beide 34:16-Zähler).
Nur ein Zähler dahinter, mit 33:17-Punkten der TVS Baden-Baden. Fünf Ligaspiele sind für die HSG Albstadt in dieser Saison noch zu absolvieren. Als Tabellenzweiter gastiert man am Samstag (20 Uhr, Weibertreuhalle Weinsberg) beim Tabellensiebten TSV 1866 Weinsberg. Wendel kennt die Stärken des Gegners und möchte wieder mit einem Sieg in die Erfolgsspur zurückkehren.
Unangenehmer Gegner
„Weinsberg hat ein junges Team, welches mit guten Außenspielern und einem ordentlichen Torhüter über das Tempospiel kommt. Sie besitzen im Angriff und in der Deckung ein anderes Spielsystem gegenüber den anderen Mannschaften in der Liga. Sie sind sehr unangenehm zu bespielen. Da gilt es, im richtigen Moment anzugreifen und Räume zu erarbeiten“, so der HSG-Coach, der für die weite Auswärtsfahrt auf viele HSG-Anhänger hofft.
Spieler und Fans werden mit einem großen Bus die Fahrt in den Landkreis Heilbronn aufnehmen. „Wir wollen den ganzen Trist einfach hinter uns lassen und nach vorne schauen. Wir sind Zweiter. Es ist alles noch drin. Wir fahren nach Weinsberg, um die zwei Punkte zu holen“, blickt Wendel optimistisch voraus. Gute Erinnerungen haben die Albstädter an den TSV, konnte man doch saisonübergreifend die letzten drei Pflichtspiele allesamt erfolgreich bestreiten.
