MMA Kampfsport
: Triumph für Topallaj und Dalaslan

Oktagon 90 in Berlin war aus Sicht des Balinger MMA-Stalls Planet Eater durch die souveränen Siege ein voller Erfolg.
Von
Frank Campos
Berlin/Balingen
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MMA

Arijan Topallaj (links) überzeugte in Berlin.

Oktagon​
  • Planet Eater feierte bei Oktagon 90 in Berlin zwei Siege durch Arijan Topallaj und Alina Dalaslan.
  • Topallaj besiegte Jan Stanovsky per Boden-Submission – 54 Treffer, davon 38 signifikant.
  • Er betonte seinen Stolz auf Albanien und Deutschland und verbuchte den dritten Sieg in Folge.
  • Dalaslan gewann per TKO nach „Flying Elbow“, ein Cut stoppte Djulia Ariana in Runde zwei.
  • Sie forderte Titelträgerin Lucia Szabova heraus, die ihren Gürtel zunächst in Prag verteidigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Arijan Topallaj sorgte unlängst in Berlin nicht nur mit seiner Leistung im Käfig für Aufsehen. „Ich habe albanisches Blut und bin stolz darauf - aber ich bin genauso stolz, hier in Deutschland aufgewachsen zu sein. Deutschland ist so ein geiles Land“, so das flammende Liebeslied des gebürtigen Oberndorfers an seine (zweite) Heimat. Auf die Frage, warum er im Eifer des Gefechts diese Worte gewählt hatte, meinte der 27-Jährige später: „Warum nicht? Deutschland gehört genauso zu mir wie Albanien.“

Gute Taktik

Im Duell mit dem Tschechen Jan Stanovsky hatte Topallaj kurz vor seiner Liebeserklärung an die Bundesrepublik in der Berliner Uber-Arena eine souveräne und durchweg starke Leistung gezeigt. Letztlich fand der Kampf durch eine Boden-Submission des „Albanian Eagle“ sein Ende – und das, obwohl sein Gegner im Vorfeld des Duells als besonders starker Bodenkämpfer galt. „Das war mir egal“, so Topallaj auf seine gewohnt direkte Art. „Ich komme aus einer Bodenkampf-Schule, von Peter Sobotta – ich kann auch am Boden kämpfen“, stellte der Oberndorfer, der eigentlich eher für seine explosiven Schläge und Tritte aus dem Stand bekannt ist, klar.

Auch wenn Topallaj immer wieder auch Momente hatte, in denen er sich gegen die Offensive seines Gegners behaupten musste, dominierte er das Geschehen über weite Strecken. Satte 54 Treffer landete der 27-Jährige – 38 davon sogenannte signifikante Schläge – sein Kontrahent nur 28. Somit kam der Kämpfer des Balinger MMA-Stalls Planet Eater relativ souverän zu seinem dritten Sieg in Folge – und besserte seine Profi-Bilanz damit auf zehn Siege bei nur zwei Niederlagen und einem Unentschieden auf.

Erneut der „Flying Elbow“

Topallaj war jedoch nicht der einzige Planet-Eater-Athlet, der in der Hauptstadt einen Erfolg verbuchen konnte. Auch Alina Dalaslan, der vielleicht größte deutsche Shooting-Star im Kampfsport, verließ den Oktagon-Käfig erneut siegreich. Mit ihrem inzwischen patentierten „Flying Elbow“ – einem wuchtigen Ellenbogenschlag aus der Drehung – sorgte die 25-jährige Stuttgarterin für einen üblen Cut auf der Stirn ihrer Gegnerin, der Brasilianerin Djulia Ariana. Dieser hatte zur Folge, dass der Kampf nach 02:39 Minuten in der zweiten Runde abgebrochen und per TKO als Sieg für die „Iron Fist“ gewertet wurde.

Sechster Sieg für „Iron Fist“

Nach ihrem sechsten Sieg im sechsten Oktagon-Auftritt forderte Dalaslan noch im Käfig die aktuelle Titelträgerin in ihrer Gewichtsklasse, die Slowakin Lucia Szabova, zu einem Showdown in Frankfurt heraus. „Ich hoffe, dass Oktagon das möglich macht. Ich bin bereit für den Titel“, so die ultimative Kampfansage der Wahl-Balingerin. Zunächst wird Szabova jedoch ihren Titel am 1. August in Prag gegen die Tschechin Lucie Pudilova verteidigen.

Für Planet Eater, den MMA-Stall des Ex-UFC-Kämpfers Peter Sobotta, war es also einmal mehr ein erfolgreiches Wochenende. Nachdem in diesem Jahr auch schon in Stuttgart ein Dreifach-Erfolg gelungen war, hielten Arijan Topallaj und Alina Dalaslan erneut die Fahne des Teams auf beeindruckende Art und Weise hoch. Die nächsten Auftritte der Balinger Asse auf der großen Oktagon-Bühne werden vermutlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.