Menschen im Sport: Nedi Vinkovic - Fußball ist seine Leidenschaft

Mittendrin statt nur dabei: Nedi Vinkovic ist mit der Kamera und Smartphone auf regionalen Fußballplätzen unterwegs.
GD- Nedi Vinkovic tickert und fotografiert über 500 Fußballspiele – von Kreisliga bis Länderspiel.
- Aktiv in Bezirken Schwarzwald/Zollern, Stuttgart/Böblingen, Alb, Neckar/Fils – und darüber hinaus.
- Nicht aus finanziellen Gründen: Unkosten decken, Leidenschaft und Spaß stehen im Fokus.
- Start 2016: Dettinger Derby TSV vs. Türkspor (1:1) – seitdem feste Größe an den Plätzen.
- Plant im April Hamburg-Reise: Futsal-Länderspiel Deutschland vs. Kroatien live tickern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wo andere ihre Wochenenden planen, plant er den nächsten Sportplatz. Wenn der Ball rollt, ist Nedi Vinkovic nicht weit. Der 38-Jährige lebt Fußball, nicht nur als Zuschauer, sondern als Chronist des Spiels.
Wer ihn sucht, findet ihn mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem Platz oder in einer Halle zwischen den Fußballbezirken Schwarzwald/Zollern, Stuttgart/Böblingen, Alb sowie Neckar/Fils – und längst auch darüber hinaus.
Balingen in der Vorbereitung
Mehr als 500 Spiele hat der Deutsch-Kroate bereits live getickert und fotografisch begleitet, von der Kreisliga bis hin zu Länderspielen. Für ihn zählt nicht die Liga, sondern die Leidenschaft. „Natürlich ist das Interesse größer, je höherklassig das Spiel ist. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, mache ich das gerne“, sagt er.
So auch in der Winterpause, als er den Regionalligisten TSG Balingen gleich zweimal innerhalb weniger Tage vor der Linse hatte: bei den Partien gegen den SSV Reutlingen (3:0) und Young Boys Reutlingen (1:2).
Nicht aus finanziellen Gründen
Im Berufsleben arbeitet Vinkovic als Sachbearbeiter in einem großen deutschen Unternehmen. Doch bekannt ist er für seine zweite Rolle: als Live-Ticker- und Fußballfotograf und das mehr als erfolgreich. In den vergangenen 90 Tagen erreichte sein Social-Media-Kanal Liverticker_Nedi mehrere hunderttausend Aufrufe, ein Zeichen dafür, dass sein Engagement viele Menschen interessiert.
Trotzdem betont er: „Natürlich möchte ich meine Unkosten decken, aber ich mache das alles nicht aus finanziellen Gründen. Mir ist wichtig, dass ich Spaß habe und meine Leidenschaft mit anderen teilen kann.“ Genau daraus entstand seine Idee. Viele seiner Freunde spielen in verschiedenen Mannschaften, und es störte ihn, wenn auf bekannten Portalen keine aktuellen Ergebnisse zu finden waren. Also beschloss er: Wenn er schon am Sportplatz steht, dann berichtet er selbst, live und für alle zugänglich. Sein erstes Spiel als Ticker bleibt ihm in Erinnerung: 2016, ein Dettinger Derby zwischen dem TSV und Türkspor, das 1:1 endete. „Das war der Anfang“, sagt er rückblickend.
Seitdem ist aus einem Hobby eine feste Größe geworden. Früher fuhr er spontan zu fünf oder sechs Spielen an einem Wochenende. Heute plant er seine Einsätze sorgfältig – auch, weil Familie Zeit braucht. Fußball bleibt wichtig, aber seine Freundin und sein Sohn haben Priorität. Auch die Entwicklung des Live-Tickerns hat er hautnah miterlebt. Ohne Smartphone geht heute nichts mehr, die technischen Möglichkeiten haben sich verändert. Doch die Begeisterung, die Dynamik und die Nähe zum Spiel seien geblieben.
Wertschätzung für die Arbeit
Auffällig sei jedoch, dass er mittlerweile häufig erkannt und von Spielern, Verantwortlichen oder Fans angesprochen werde. „Das ist schön, man merkt, dass meine Arbeit Wertschätzung erhält.“ Für die Zukunft wünscht sich Vinkovic vor allem eines: weiterhin mit seiner positiven Art präsent zu sein. Er möchte als „positiv verrückter Liveticker-Nedi“ wahrgenommen werden – als jemand, der Fußball lebt und teilt. Finanzielle Ziele stehen für ihn nicht im Vordergrund: „Wenn ich meine Unkosten decken kann, ist alles gut.“
Länderspiel im Hamburg
Und ein besonderer Wunsch? Realistisch bleiben, sagt er und doch träumen darf man. Gemeinsam mit seinem Sohn plant er im April eine Reise nach Hamburg, um ein Futsal-Länderspiel zwischen Deutschland und Kroatien zu tickern.
Auch Spiele mit Beteiligung des VfB Stuttgart – etwa im Frauen- oder U23-Bereich – reizen Vinkovic. Was die Zukunft bringt, weiß er nicht. Aber eines ist sicher: Solange der Ball rollt, wird Nedi Vinkovic irgendwo am Spielfeldrand stehen, mit Smartphone in der Hand, Kamera bereit und dem festen Willen, Fußball für andere erlebbar zu machen.

