Leichtathletik-WM 2025: Sensationell: Sandrina Sprengel wird im Siebenkampf WM-Fünfte

Überglücklich: Siebenkämpferin Sandrina Sprengel aus Grosselfingen hat einen tollen Wettkampf mit Platz fünf bei der Leichtathletik-WM in Tokio abgerundet.
Matthias Schrader/AP/dpa- Sandrina Sprengel wird bei der Leichtathletik-WM 2025 in Tokio sensationell Fünfte im Siebenkampf.
- Die 21-Jährige erreicht bei ihrem WM-Debüt 6.434 Punkte und stellt drei persönliche Bestleistungen auf.
- Gold geht an Anna Hall (USA/6.888 Punkte), Silber an Kate O’Connor (Irland/6.714), Bronze wird geteilt.
- Sprengel fehlen nur 147 Punkte zu Bronze – nach Platz neun am ersten Tag gelingt ihr eine Aufholjagd.
- Verletzungspech für Vanessa Grimm, die ihren Wettkampf nach einer Hochsprungverletzung abbrechen muss.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sandrina Sprengel von der LG Steinlach-Zollern hat bei der Leichtathletik-WM einen starken fünften Platz im Siebenkampf geholt.
Die erst 21-jährige deutsche Meisterin sammelte bei ihrem WM-Debüt 6.434 Punkte und erreichte eine persönliche Bestleistung.Nicht zu schlagen war Topfavoritin Anna Hall. Die US-Amerikanerin holte nach WM-Bronze 2022 und Silber 2023 in Tokio ihren ersten großen Titel mit 6.888 Zählern.
Mit einer persönlichen Bestleistung von 6.434 Punkten ist Sandrina Sprengel bei ihrem ersten Auftritt auf der Weltbühne Fünfte im Siebenkampf geworden. Dabei stellte die Grosselfingerin in gleich drei Disziplinen eine persönliche Bestleistung auf. „Ich bin unglaublich glücklich. Ich weiß auch nicht, woher das kam“, sagte Sprengel in der ARD: „Es war ein einzigartiger Wettkampf, das hätte nicht besser laufen können. Ich hatte mega viel Spaß.“
Es fehlten nur 147 Punkte zu Bronze
Silber ging an Katherine O'Connor (Irland/6.714 Punkte), Bronze ging an Titelverteidigerin Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien/6.581) und an die punktgleiche Taliyah Brooks (USA). So fehlten Sprengel, die nach Platz neun am ersten Tag noch eine beeindruckenden Aufholjagd hinlegte, am Ende nur 147 Punkte zu Bronze. .
Vanessa Grimm (Frankfurt) hatte ihren Wettkampf ebenfalls abbrechen müssen, nachdem sich die 28-Jährige beim Hochsprung verletzt hatte. Die bisher letzte WM-Medaille einer deutschen Siebenkämpferin hatte Carolin Schäfer 2017 geholt, die Frankfurterin gewann damals in London Silber.
Souveräne Siegerin wurde Topfavoritin Anna Hall. Die US-Amerikanerin kam auf 6888 Punkte. Silber ging an die neue irische Landesrekordlerin Kate O’Connor (6714 Punkte). Bronze teilten sich Taliyah Brooks (USA) und Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien), die beide bei 6581 Punkten landeten.
Schon der erste Wettkampftag verlief vielversprechend
Zum Auftakt des siebten Wettkampftages der Leichtathletik-WM im Nationalstadion griffen am Freitag (19.09) die Siebenkämpferinnen ins Geschehen ein. Die 21-Jährige von der LG Steinlach-Zollern kämpfte sich nach vier Disziplinen in die Top 10 vor und ging mit 3.736 Punkten als Neunte in den Finaltag.
Nach soliden 13,60 Sekunden über 100 Meter Hürden zum Auftakt, nur drei Hundertstel langsamer als bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden, wo sie mit 6.315 Punkten ihren bisherigen Bestwert aufgestellt hatte, setzte Sandrina Sprengel direkt ein Ausrufezeichen.
Im Hochsprung überzeugte sie mit 1,77 Metern und scheiterte nur knapp an 1,80 Metern. Im Kugelstoßen erzielte Sprengel eine persönliche Bestweite: Gleich im ersten Versuch steigerte sie ihren Rekord um sieben Zentimeter auf 14,29 Meter, die sechstbeste Weite im gesamten WM-Feld.
Zum Abschluss des Tages sprintete sie die 200 Meter in starken 24,36 Sekunden, exakt so schnell wie bei ihrem bisherigen Best-Siebenkampf in Dresden. Mit 3.736 Punkten lag die 21-Jährige nun 59 Zähler über ihrem bisherigen Rekord und ist als Neunte in die Top Ten vorgerückt.
Zweiter Wettkampftag beginnt mit der Lieblingsdisziplin
In ihrer Paradedisziplin Weitsprung gehörte Sandrina Sprengel, die U-20-Europameisterin von 2023 , am Samstag (20.09) zu den besten Fünf im ganzen Teilnehmerfeld. Nach einem Sicherheitsversuch über 6,13 Meter steigerte sie sich auf 6,25 Meter. Zwar blieb sie damit unter ihrer Bestleistung von 6,42 Metern, doch mit 4.663 Punkten und Rang neun lag sie weiterhin glänzend im Rennen.
Im Speerwurf erstmals 50-Meter-Marke geknackt
Mit ihrer Speerwurf-Bestleistung von 47,87 Metern hatte Sandrina Sprengel bereits bei der DM in Dresden das Ticket nach Tokio gelöst. Doch im Nationalstadion von Tokio setzte die 21-Jährige am Samstag noch eins drauf: Gleich im ersten Versuch schleuderte sie das Wurfgerät erstmals über die magische 50-Meter-Marke – auf starke 51,66 Meter! Zufrieden mit diesem Paukenschlag verzichtete sie auf die beiden weiteren Versuche, um ihre Kräfte für die abschließenden 800 Meter zu bündeln.
Die dritte persönliche Bestleistung
Alle 19 Siebenkämpferinnen starteten gemeinsam über 800 Meter – zwei Startlinien, eine prall gefüllte Bahn. Sandrina Sprengel (LG Steinlach-Zollern) hielt sich in der ersten Runde noch zurück, wohl wissend, dass sie mit ihrer Hallenbestzeit von 2:17,83 Minuten nicht zu den Schnellsten im Feld zählt.
Doch auf der zweiten Runde begann sie, Meter um Meter gutzumachen, überholte mehrere Konkurrentinnen und kämpfte sich mit großer Entschlossenheit nach vorne. Nach 2:15,95 Minuten lief sie durchs Ziel – die dritte persönliche Bestleistung des Wettkampfes! Damit war auch die neue Gesamtbestmarke von 6.343 Punkten perfekt, 119 Zähler über ihrem alten Hausrekord von der DM in Dresden. Dank ihrer Spitzenleistung in Tokio hat die 21-jährige Grosselfingerin die EM-Direktqualifikation für Birmingham (10.–16. August 2026) mit 6.320 Punkten bereits geschafft.
Das sagte Sandrina Sprengel nach dem Wettkampf:
„Ich kann es kaum glauben, ich bin überglücklich mit meinem Wettkampf, es hätte wirklich nicht besser laufen können. Mit einem fünften Platz hätte ich niemals gerechnet! Es war ein einzigartiges Erlebnis, das Publikum war unglaublich, und ich habe noch nie den Speer so perfekt getroffen: 51 Meter, das hätte ich mir nicht erträumen können. Schon allein dabei zu sein, war ein Gewinn, denn es war meine erste Weltmeisterschaft und ich war die Jüngste im Feld. Ich habe einfach Spaß gehabt und jetzt freue ich mich darauf, meine Familie und Freunde zu sehen und dann wird mit dem Team gefeiert.“
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