Leichtathletik-Talent aus der Region: Clesio de Carvalho: Mit 16 Jahren schon auf dem Weg zur Weltspitze

Mit erst 16 Jahren zählt Clesio de Carvalho von der LG Steinlach-Zollern zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen im Wurfbereich. Der Hechinger gewann bereits fünf deutsche Meistertitel und schreibt schon jetzt seine eigene Erfolgsgeschichte.
Abt- Clesio de Carvalho, 16, gilt als großes Wurftalent der LG Steinlach-Zollern.
- Fünf deutsche Meistertitel, U16-Rekord im Diskus und Doppel-Gold in Bochum-Wattenscheid.
- Er trainiert fünfmal pro Woche am Olympiastützpunkt Stuttgart und lebt im Internat.
- Familie prägt seinen Weg: Brüder führten ihn zum Sport, Vorbilder sind die Harting-Brüder.
- Nächstes Ziel: U18-Europameisterschaft in Rieti – er will um eine Medaille kämpfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der große Wurf ist bei Clesio de Carvalho längst mehr als nur ein Ziel, er ist Teil seines Alltags. Der 16-Jährige aus Hechingen, dessen Wurzeln in Portugal und Angola liegen, arbeitet konsequent an seiner sportlichen Entwicklung. Während andere Jugendliche ihre Freizeit genießen, bestimmt für den Athleten der LG Steinlach-Zollern der Rhythmus aus Schule, Training und Wettkampf den Tagesablauf. Fünfmal pro Woche trainiert er am Olympiastützpunkt Stuttgart an seiner Technik, Kraft und Leistungsfähigkeit.
Der Aufwand zahlt sich aus: Bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid krönte sich der U18-Athlet gleich zweimal zum Champion – im Diskuswurf und im Kugelstoßen. Dazu kommen bereits fünf deutsche Meistertitel und der deutsche U16-Rekord im Diskuswurf. Nun wartet mit der U18-Europameisterschaft in Rieti (16. bis 19. Juli) die nächste große Bühne.
Die Familie als Grundstein des Erfolgs
Der Weg dorthin begann allerdings nicht mit großen Träumen, sondern mit der Familie. Seine Brüder Kelmen und Kelson waren bereits in der Leichtathletik aktiv und nahmen den jüngeren Clesio mit zum Training. Aus ersten Versuchen entwickelte sich schnell eine Leidenschaft – und bald zeigte sich, dass seine Zukunft vor allem im Wurfbereich liegt.
Talent trifft harte Arbeit
Mit 1,96 Metern Körpergröße bringt der 16-Jährige beste Voraussetzungen mit. Doch Clesio weiß: Körperliche Anlagen allein reichen nicht. Technik, Koordination, Disziplin und tägliche Arbeit entscheiden darüber, wie weit der Weg führt. Genau diese Einstellung prägt seinen sportlichen Alltag.
Im Interview spricht Clesio de Carvalho über seinen Einstieg in die Leichtathletik, die Unterstützung seiner Familie, den Spagat zwischen Internat, Schule und Leistungssport sowie seine großen Ziele. Außerdem verrät er, warum ihn die Erfolge seiner Brüder antreiben – und warum der Traum von Weltmeisterschaften und Olympia längst mehr als nur eine Vorstellung ist.
Herr de Carvalho wie sind Sie zur Leichtathletik gekommen?
Clesio de Carvalho: Zur Leichtathletik bin ich durch meine beiden Brüder gekommen. Sie haben den Sport bereits betrieben und ich bin dadurch immer öfter mit zum Training gegangen. So hat sich alles ganz natürlich entwickelt.
Was hat Sie am Wurfbereich besonders fasziniert?
Relativ schnell hat sich gezeigt, dass meine Stärken im Wurfbereich liegen. In anderen Disziplinen war ich nicht ganz so talentiert. Beim Werfen hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl für die Geräte, deshalb war für mich früh klar, dass ich diesen Weg weiterverfolgen möchte.
Welche Voraussetzungen braucht ein erfolgreicher Werfer?
Natürlich hilft die Körpergröße, aber genauso wichtig sind Technik, Koordination und das richtige Gefühl für die Geräte. Gerade beim Diskuswurf müssen viele verschiedene Faktoren zusammenpassen.

Als Athlet des jüngeren U18-Jahrgangs krönte sich Clesio de Carvalho bei den Deutschen U18-/U23-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid gleich zweimal zum Deutschen Meister.
Verein/LGSZWie sind Sie zur LG Steinlach-Zollern gekommen?
Meine Brüder haben bereits dort trainiert. Dadurch entstand der Kontakt und schließlich bin auch ich zur LG Steinlach-Zollern gewechselt.
Wer hat Sie auf Ihrem bisherigen Weg besonders unterstützt?
Vor allem Martin Grundmann und Niklas Kretschmer haben mich während meiner Zeit in Hechingen sehr unterstützt und mich auf meinem bisherigen Weg entscheidend begleitet.
Wie sieht eine typische Woche in Ihrem Trainingsalltag aus?
Unter der Woche dreht sich eigentlich alles um Schule und Training. Ich lebe im Internat am Olympiastützpunkt Stuttgart und trainiere dort fünfmal pro Woche. Viel Freizeit bleibt da natürlich nicht.
Was macht Ihnen im Training am meisten Spaß – und was ist eher harte Arbeit?
Eigentlich mag ich alle Bereiche des Trainings. Besonders gefällt mir die Abwechslung, weil wir Sprint, Sprung, Würfe und Krafttraining miteinander verbinden. Dadurch wird es nie langweilig.
Was war bisher Ihr schönster Moment in Ihrer Karriere?
Der deutsche U16-Rekord im Diskuswurf war bisher mein größtes Highlight. Die Atmosphäre bei diesem Wettkampf war etwas ganz Besonderes. Ich hoffe natürlich, dass ich dieses Erlebnis bei der U18-Europameisterschaft in Rieti noch toppen kann.
Wie groß ist die Vorfreude auf Ihre erste internationale Meisterschaft?
Die Vorfreude ist riesig. Ich freue mich sehr auf meine erste internationale Meisterschaft und möchte dort um eine Medaille kämpfen, am liebsten natürlich um Gold.
Was bedeutet Ihnen Leichtathletik persönlich – über den Sport hinaus?
Leichtathletik bedeutet für mich vor allem Selbstoptimierung. Man setzt sich klare Ziele und arbeitet jeden Tag daran, besser zu werden. Das gefällt mir besonders, weil der eigene Einsatz direkt über den Erfolg entscheidet und man sich ständig weiterentwickeln kann.
Was ist Ihr großer Traum im Sport?
Mein Ziel ist es, im Erwachsenenbereich über viele Jahre zur Weltspitze zu gehören und bei den größten internationalen Meisterschaften um Medaillen zu kämpfen.
Wie bekommen Sie Schule und Leistungssport unter einen Hut?
Ich besuche die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart, eine Partnerschule des Sports. Dort lassen sich Schule und Leistungssport sehr gut miteinander verbinden.
Was motiviert Sie jeden Tag aufs Neue?
Mich motivieren die Erfolge anderer Spitzenathleten. Wenn ich sehe, was sie erreicht haben, denke ich mir: Das möchte ich auch schaffen. Das treibt mich jeden Tag an.
Haben Sie sportliche Vorbilder?
Ja, vor allem die Harting-Brüder haben mich beeindruckt.
Wo sehen Sie sich langfristig in Ihrer sportlichen Entwicklung?
Wenn ich gesund bleibe und weiter konsequent arbeite, traue ich mir zu, den Sprung in die Weltspitze zu schaffen. Dafür bringe ich gute Voraussetzungen mit und genau darauf arbeite ich hin.
Was machen Sie außerhalb der Leichtathletik zum Ausgleich?
Durch Schule und Training bleibt nicht viel Freizeit. Die Zeit, die ich habe, verbringe ich am liebsten mit meiner Familie und meinen Freunden.
Was möchten Sie jungen Sportlern mit auf den Weg geben, die gerade anfangen?
Bleibt immer dran und gebt nicht auf. Solange man weitermacht, hat man immer die Chance, seine Ziele zu erreichen.
Sie sind nicht der einzige erfolgreiche Sportler in Ihrer Familie. Auch Ihre Brüder Kelmen und Kelson sorgen für Schlagzeilen. Liegt Ihnen der Sport in den Genen?
Ich denke schon, dass wir gute körperliche Voraussetzungen mitbekommen haben. Aber Talent allein reicht nicht. Entscheidend ist die tägliche Arbeit. Wir motivieren uns gegenseitig und jeder möchte den nächsten Schritt machen.


