Ironman Hamburg 2026: Trotz Pech und möglicher Sabotage: Grundmann steigert sich deutlich

Simon Grundmann beim Ironman Hamburg.
Verein/LGSZ- Ironman Hamburg: Simon Grundmann steigert seine Langdistanz-Bestzeit auf 10:34:58 Stunden.
- Trotz Wind, Regen und zwei Reifendefekten erreicht er das Ziel – Platz 541, AK M25–29 Rang 88.
- Auf dem Rad traf ihn mutmaßliche Sabotage mit Metallspänen, Schnitt zuletzt knapp 34 km/h.
- Schwimmen gebremst durch langsame Startgruppe, Marathon in 3:48 Stunden mit Krämpfen.
- Ohne Defekte wäre laut Einschätzung eine Zeit nahe der Zehn-Stunden-Marke möglich gewesen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach seiner Ironman-Premiere im vergangenen Jahr in Kopenhagen absolvierte Simon Grundmann von der LG Steinlach-Zollern nun seinen zweiten Langdistanz-Triathlon.
Beim Ironman Hamburg überzeugte der 28-Jährige mit einer deutlichen Leistungssteigerung und verbesserte seine persönliche Bestzeit um rund eine halbe Stunde auf 10:34:58 Stunden. Unter rund 3.000 Teilnehmern belegte er Platz 541 insgesamt sowie Rang 88 in der Altersklasse M25–29.
Die Bedingungen in Hamburg waren alles andere als einfach: Während des gesamten Rennens sorgten starker Wind und zeitweise Regen für erschwerte Verhältnisse. Besonders auf der 180 Kilometer langen Radstrecke verlangten nasse Straßen und enge innerstädtische Kurven den Athleten alles ab.
Sabotage sorgt für massive Rückschläge
Den größten Rückschlag erlitt Grundmann auf dem Rad. Wie zahlreiche andere Athleten war auch er von einer mutmaßlichen Sabotageaktion betroffen, bei der auf einem Streckenabschnitt Metallspäne verteilt worden waren. Zwei Reifendefekte waren die Folge.
Der erste ließ sich noch mit einer CO₂-Kartusche relativ schnell beheben, beim zweiten musste ein Schlauch in den Tubeless-Reifen eingezogen werden. Dadurch verlor Grundmann mehrere Minuten, obwohl er bis dahin mit einem Schnitt von deutlich über 35 km/h unterwegs war. Am Ende absolvierte er die Radstrecke dennoch noch mit knapp 34 km/h im Durchschnitt.
Eingeschränktes Schwimmen, starkes Laufen
Bereits im Schwimmen war der ehemalige Nachwuchs-Leichtathlet etwas eingebremst worden. Aufgrund der Einteilung in eine langsamere Startgruppe musste er zahlreiche Athleten überholen und konnte sein eigentliches Tempo nur bedingt entfalten. Mit 1:14 Stunden blieb er trotz verbesserter Form leicht hinter seiner Vorjahreszeit zurück.
Seine größte Stärke zeigte er auf dem Marathon. Trotz der Belastung vom Radfahren lief er die 42,195 Kilometer in 3:48 Stunden. Dem hohen Anfangstempo musste er auf den letzten Kilometern jedoch Tribut zollen, immer wieder bremsten ihn Krämpfe. Dennoch war er rund 45 Minuten schneller als bei seinem Ironman-Debüt.
Blick nach vorn
Ohne die Reifendefekte wäre für Grundmann vermutlich sogar eine Zeit in Richtung der prestigeträchtigen Zehn-Stunden-Marke möglich gewesen. Dennoch überwiegt die positive Entwicklung – und die Erkenntnis, dass mit wachsender Erfahrung künftig noch weitere Steigerungen möglich sind.
