Hohenzollern Reitturniere: Amazone Britt Roth sorgt für einen goldenen Abschluss

Marvin Jüngel war einer der Superstars des viertägigen Hohenzollernturniers. Beim Großen Preis der Sparkasse Zollernalb landete er hinter Britt Roth und Mogheeth Alshehab auf Platz drei.
Kara- Britt Roth gewann den Großen Preis beim Hohenzollernturnier in Bisingen.
- Sie siegte auf Jeffrey mit 35,35 Sekunden – Vorsprung 31 Hundertstel.
- Mogheeth Alshehab wurde Zweiter, Marvin Jüngel Dritter, Timo Beck Vierter.
- Thomas O´Brien und Andrea Marchese waren schneller, kassierten jedoch je einen Fehler.
- Roth lobte Veranstalter, durfte im BW Bank-Hallenchampionat nicht starten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die endeten am Sonntagabend mit einer packenden Siegerrunde des Großen Preises und einer strahlenden Erstplatzierten an der Spitze. Britt Roth, 25 Jahre jung und aus dem pfälzischen Zeiskam angereist, hatte es allen gezeigt. Auf dem neunjährigen Holsteiner Jeffrey, einem Comme il faut-Sohn, machte die Siegerin des im August bei der Aachen-WM stattgefundenen deutschen U25-Pokals als letzte Starterin des Großen Preises mit einem beherzten und 35,35 Sekunden schnellen Ritt durch die Siegerrunde das Rennen.
Letztendlich entschieden 31 Hundertstelsekunden die Dreisterne-S-Springprüfung über 1,50 Meter hohe Hindernisse. Hauchdünn geschlagener Zweiter war auf dem Fuchswallach Carlotto der Herrenberger Mogheeth Alshehab, dessen Pferde in Nordstetten auf dem Hirschhof ihr Zuhause haben.
Timo Beck erreicht Platz vier
Hamburg-Derbysieger Marvin Jüngel aus Sachsen, einer der Superstars des viertägigen Hohenzollernturniers, landete im Sattel des Holsteiners Claus auf dem dritten und Lokalmatador Timo Beck mit dem Oldenburger Conthalo auf dem 4. Platz. „Ich musste“, erläuterte der gebürtige Hechinger und für das Reitsportzentrum Salzstetten startende 49-Jährige, der den Großen Preis von Bisingen 2022 gewinnen konnte, „in der Siegerrunde früh vorlegen, verzichtete auf den Vollgas-Ritt und bin jetzt mit Platz vier nach sicherer Doppel-Null hochzufrieden.“ Wenngleich es nicht zur Spitzenposition reichte, ging der Plan von Timo Beck gut auf.
So kamen der im Schwarzwald wohnende Ire Thomas O´Brien (RC Heiligenbronn) und der Italiener Andrea Marchese (Wiesbadener RFC) zwar deutlich schneller ins Ziel, beide leisteten sich aber mit mehr Risiko jeweils einen Springfehler und kamen über Platz fünf und sechs nicht hinaus. Ebenso Michael Jung von der RSG Altheim, der Vielseitigkeitsolympiasieger kassierte nach engster Wendung auf dem Fuchs-Wallach BCC einen Springfehler und wurde Final-Neunter.
Ein einzigartiges Pferd
„Sensationell“, meinte unterdessen Chefrichter Peter Bort aus Sindelfingen, sei die siegreiche Vorstellung von Britt Roth gewesen. Im astreinen Stil eines Michael Jung riskierte die erst 25-Jährige engste Wendungen, blieb immer voll auf Zug und ihr Springpferd leistete sich keinen einzigen Patzer. „Mein Jeffrey“, sagte die Große Preis-Siegerin, „ist ein einzigartiges Pferd, freut sich immer wieder, wenn er in den Parcours darf und gibt dann wirklich 1000 Prozent – ein ganz toller Partner.“
Dann richtete Britt Roth ein dickes Lob aus, direkt an die Veranstalter der Hohenzollern-Reitturniere. „Ich denke“, meinte die junge Springreiterin aus Zeiskam, „ich spreche im Namen aller Reiter, wir sind alle ganz froh hier zu sein und ich komme jedes Jahr sehr, sehr gerne hier her nach Bisingen.“ Kleiner Wehrmutstropfen der frischgebackenen Dreisterne-Finalsiegerin: Einen Tag zuvor durfte Britt Roth während des zweiten Turnierhöhepunktes nur vom Rande des Parcours mitfiebern. Sportlich aber nicht ins Geschehen eingreifen, da in der allesentscheidenden Qualifikation für das BW Bank-Hallenchampionat nur Starterpaare mit baden-württembergischen Stammvereinen mitmischen dürfen. Dass Mama Barbara aus Baden-Württemberg stammt, verhalf Britt Roth auch nicht ins Starterfeld, der RFV Zeiskam liegt eben in Rheinland-Pfalz.











































