Historischer Titel: Balinger Eisbären sichern sich die Meisterschaft

Auf dem Eis ging es sehr emotional zu. Mehrere hundert Fans unterstützen die Balinger Eisbären in ihrem letzten Heimspiel.
Kara- Balinger Eisbären holen erstmals die Landesliga-Meisterschaft im letzten Heimspiel.
- 5:4 gegen Eppelheim nach dramatischem Spielverlauf vor mehr als 700 Fans.
- Torschützen: Vasilev, Zeiselmeier, Hemmung, Wells, Siegtreffer Böhm kurz vor Ende.
- Von 17 Spielen gewannen die Eisbären 14; Jubel, Pokal, Ehrenrunden in Balingen.
- Nächstes Spiel am Samstag, 21. März, in Hügelsheim – sportlich ohne Bedeutung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gäste aus Eppelheim verlangten der Mannschaft von Coach Petr Kasik bis zum Ende alles ab - umso größer war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung und der Jubel.
Schon vor Beginn der Partie in der Balinger Eishalle am Samstagabend war klar: Nachdem die Stuttgarter am Nachmittag in Heilbronn verloren hatten, würde den Balinger Eisbären ein Unentschieden zur Meisterschaft reichen. Aber wer spielt schon auf Remis?
Voll auf Sieg
Coach Kasik gab die klare Marschrichtung vor: Sieg, und damit die Saison auf würdige Weise krönen. Reichlich Motivation kam von den mehr als 700 Zuschauern - sie peitschten die Mannschaft um Captain Fabian Krause nach vorn. Neben dem Fanclub „Icebreaker“ heizten die Guggenmusiker der Frommerner Zäpfle-Bomber in der Halle mächtig ein.
Diese Stimmung nahmen die Eisbären von der ersten Minute an auf. Bisweilen wirkten sie zu Beginn etwas nervös, entwickelten aber nach und nach einen stabilen Zug zum gegnerischen Tor mit hochkarätigen Chancen samt Pfostentreffern. Allein: Der Puck wollte nicht rein. Und wie es dann so läuft, gingen die Gäste, als die Balinger vor dem eigenen Tor etwas ungeschickt agierten, nach etwas mehr als zehn Minuten in Führung. Dabei blieb es bis zum Ende des ersten Abschnitts.
Eisbären legen eine Schippe drauf
Die Eisbären ließen sich von der Gäste-Führung nicht beirren, sondern liefen auch im zweiten Drittel konsequent nach vorn. Die Erlösung nach dreieinhalb Minuten: Andrej Vasilev überwand den Eppelheimer Goalie, 1:1. Die Fans sangen „Jetzt geht’s los!“ Und tatsächlich: In Überzahl legte Florian Zeiselmeier nach feinem Zuspiel von Marco Böhm und Torhüter Julius Schwarz nach - die Führung: Mit 2:1 ging es in den letzten Abschnitt.
Die letzten 20 Minuten waren nichts für schwache Nerven. Kaum lief die Scheibe wieder, da schafften die Eppelheimer in Unterzahl den Ausgleichstreffer. Die Balinger allerdings nutzten postwendend eine doppelte Überzahl zum Doppelschlag: Gegen drei Gästespieler schoss zunächst Nico Hemmung das 3:2, kurz darauf erzielte Tristen Wells gegen vier Eppelheimer das 4:2. Die Vorentscheidung?
Eppelheim gelingt das 4:4
Von wegen: Die Gäste kamen in Überzahl und gegen defensiv nachlässige Eisbären nochmal ran. 4:4, und noch etwas mehr als 10 Minuten waren zu spielen. Nachdem die Balinger zwei Unterzahlsituationen überstanden hatten, nutzen sie ihrerseits eine Überzahl: Eine Minute vor dem Ende traf Marco Böhm zum erlösenden 5:4. Die Eppelheimer versuchten dennoch weiter alles, nahmen ihren Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis - aber ohne Erfolg. Mit der Schlusssirene jubelten die Balinger ausgelassen auf dem Eis, drehten Ehrenrunden und reckten den Pokal in die Höhe.
Eine außergewöhnliche Saison
„Gratulation an die Mannschaft“, sagte Coach Kasik im Anschluss. „Die Jungs haben eine hervorragende Saison gespielt und niemals aufgegeben.“ Von 17 Spielen haben die Balinger 14 gewonnen. Eisbären-Vorsitzender Andreas Kodweiss sagte nach dem Schlusspfiff, der Sieg im letzten Heimspiel sei wahrlich „hart verdient - danke an die Eppelheimer für eine tolle Partie“.
Die Meisterschaft nannte Kodweiss „historisch“ und den größten Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. „Darauf wollen wir aufbauen und in der nächsten Saison wieder angreifen!“ Vor der Sommerpause steht für die Balinger derweil noch eine Partie an: Am kommenden Samstag, 21. März, spielen sie in Hügelsheim. Sportlich geht es um nichts mehr - aber die Eisbären wollen mehr als nur schaulaufen, sondern den 15. Sieg einfahren.
















