HBW Balingen-Weilstetten – SC Magdeburg 30:31
: Knapp an der Sensation vorbei

Der HBW Balingen-Weilstetten kämpft aufopferungsvoll und verliert in der Schlusssekunde gegen den Meister denkbar knapp.
Von
Matthias Jedele
Balingen
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HBW Balingen Weilstetten vs. SC Magdeburg, GER, Opel 1. Handball Bundesliga, Meisterschaft, Spieltag 3, Saison 2026 2027, 06.09.2026,: Yonatan Dayan (HBW Balingen Weilstetten, #34) Tor vom Spielmacher, 


HBW Balingen Weilstetten vs. SC Magdeburg, GER, Opel 1. Handball Bundesliga, Meisterschaft, Spieltag 3, Saison 2026 2027, 06.09.2026,


Eibner-Pressefoto/Andreas Ulmer

Yonatan Dayan zeige erneut eine bärenstarke Leistung im Trikot des HBW Balingen Weilstetten. Am Ende reichte es jedoch nicht für die Sensation.

Eibner/Andreas Ulmer
  • HBW Balingen-Weilstetten verlor zuhause gegen SC Magdeburg 30:31 in letzter Sekunde.
  • Balingen führte mehrfach, zur Halbzeit stand es 15:13 – Magdeburg kam stark aus der Pause.
  • In der Crunch-Time stand es 30:30, Magdeburg traf elf Sekunden vor Schluss zum Sieg.
  • HBW traf noch ins leere Tor, doch der Ball war nach der Sirene im Netz.
  • Dayan war bester HBW-Schütze mit 7 Toren, Cupara parierte 9 Würfe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie laut eine ausverkaufte Mey-Generalbau-Arena sein kann, wurde am Sonntagabend beim Bundesliga-Spiel des HBW Balingen-Weilstetten gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg eindrucksvoll demonstriert. Angetrieben von dem Traumstart mit zwei Siegen aus den ersten beiden Begegnungen zauberten die „Gallier“ die mit Abstand beste Anfangsphase seit Langem auf das Parkett und das quittierte das Publikum mit einem enormen Lärm. Obwohl der haushohe Favorit zu Beginn immer vorlag, konnten die Hausherren ihrerseits nachziehen und die Partie sehr ausgeglichen gestalten. Als nach zehn gespielten Minuten Mex Raguse für den Underdog auf 8:6 stellte, flog fast das Hallendach der Arena weg.

Wiegert ist stocksauer

Gästetrainer Bennet Wiegert hatte genug gesehen und hämmerte vor Frust mit voller Wucht auf den Auszeit-Buzzer. Besser wurde es zunächst nicht. Die HBW-Abwehr rührte Beton an und wenn die Gäste mal die Lücke fanden, war bei Vladimir Cupara Endstation. So dauerte es nach dem Auszeit-Rüffel fast weitere fünf Minuten, bis die Gäste durch Felix Claar erfolgreich waren und auf 7:9 stellen konnten. In der Folgezeit trafen beide Teams im Angriff vermehrt schlechte Entscheidungen. So war es nicht verwunderlich, dass es nach etwas mehr als 21 gespielten Minuten lediglich 11:9 für die Hausherren stand. Die Magdeburger Bank hatte zu diesem Zeitpunkt den oder besser gesagt die Schuldigen schnell ausgemacht. Es war, besonders in den Augen von Wiegert, das Schiedsrichter-Duo Lucas Hellbusch und Darnel Jansen, das in seinen Augen eher zugunsten des HBW pfiff. Warum die zahlreichen Proteste nicht mit einer Gelben Karte oder gar Zeitstrafe geahndet wurden, wusste in der Halle niemand so recht.

Die „Gallier“ verteidigten weiterhin leidenschaftlich und belohnten sich nun auch im Angriff immer wieder mit schön herausgespielten Toren. So hieß es fünf Sekunden vor der Halbzeit-Sirene: 15:13. Gästecoach Wiegert nahm seine zweite Auszeit und wollte unbedingt den Rückstand auf ein Tor verkürzen. Der angesagte Spielzug klappte allerdings nur bedingt, denn am Ende war HBW-Keeper Cupara zur Stelle.

SCM mit starkem Re-Start

Der Beginn des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen. In der SCM-Defensive wurden die Löcher nun immer kleiner und vorn ging es für die Abwehr der „Gallier“ das eine oder andere Mal zu schnell. So hieß es nach etwas mehr als 36 gespielten Minuten 17:17. Die Gastgeber kämpften jedoch leidenschaftlich und hielten auch mit fortlaufender Spielzeit weiter gut dagegen. So ging es über die Spielstände 20:18 und 21:21 in die Schlussviertelstunde. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 23:22.

Als Matthias Musch nur wenige Zeit später per Siebenmeter auf 24:22 für die Gäste stellte, schien die Partie in Richtung des Favoriten zu kippen. Neun Minuten vor dem Ende war es jedoch Mischa Locher, der zum 26:26 für seine Farben traf und die Mey-Generalbau-Arena nochmals anzündete. In Crunch-Time war die Spannung kaum auszuhalten. Vier Minuten vor dem Ende leuchtete ein 29:29 auf den beiden Anzeige-Tafeln auf und eine Sensation lag in der Luft. Auch das Publikum hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Nahezu jeder, der einen Sitzplatz hatte, wandelte diesen in einen Stehplatz um. Als noch 32 Sekunden beim Spielstand von 30:30 zu spielen waren, nahm HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr seine letzte Auszeit. Magdeburg verriegelte jedoch das eigene Tor und hatte so selbst noch elf Sekunden für einen letzten Angriff Zeit. Im Stile einer Spitzenmannschaft stellten sie auf 31:30. Der HBW hatte zwar noch vier Sekunden auf der Uhr und Tobias Heinzelmann traf auch ins verwaiste SCM‑Tor. Der Einschlag erfolgte jedoch nach der Schluss-Sirene, sodass Magdeburg am Ende zwei Punkte aus Balingen mitnehmen konnte.

Spiel-Statistik

HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann (1 Parade), Cupara (9 Paraden) – Raguse 5, Grupe 2, Strobel, Locher 3, Wente, Fügel 2, Selinka, Heinzelmann 3, Pfattheicher 3/2, Dayan 7, Zacharias, Leimeter 3, Pöhle 1,  Bauer 1.

SC Magdeburg: Kuzmanovic, Mandic - Musche 6/6, Claar 7, Vind Rasmussen 6, Kristjansson 4, Pettersson, Serradilla, Jonsson, Weber, Lagergren 5, Mertens 1, Saugstrup 2, Bergendahl.