Handball Regionalliga
: Eine zweite Halbzeit zum Vergessen

Die HSG Albstadt erleidet beim Kellerkind HC Neuenbürg 2000 mit 33:37 (19:16) einen Dämpfer.
Von
Rainer Jock
Neuenbürg/Albstadt
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HSG Albstadt Trainer

Für die HSG Albstadt lief es im ersten Auswärtsspiel des Jahres beim HC Neuenbürg ohne Cheftrainer Andreas Wendel (li.) nicht rund.

Kara
  • HSG Albstadt verliert beim HC Neuenbürg 2000 mit 33:37 (19:16) – Rückschlag im ersten Auswärtsspiel.
  • Neuenbürg zeigte Härte und nutzte Albstadts 15 technische Fehler sowie die Abwesenheit von Trainer Wendel.
  • Mattes Meyer war mit 13 Feldtoren Matchwinner, während Julian Thomann elf Tore für Albstadt erzielte.
  • Nach Halbzeitführung (19:16) brach Albstadt ein – Neuenbürg sicherte sich den Sieg trotz Außenseiterrolle.
  • Albstadt scheiterte an der Abschlussquote, Stürmerfouls und fehlender Präsenz von Topspieler Gregor Thomann.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie in der Vorsaison entpuppte sich das Gastspiel beim HC Neuenbürg 2000 für die Regionalliga-Handballer der HSG Albstadt am Freitagabend als Stolperstein. Mit 33:37 (19:16) musste man sich den „Foxes“ geschlagen geben. Aufgrund der Tabellenkonstellation und der aktuellen Form sahen sich die Gastgeber vor Anpfiff in der klaren Außenseiterrolle, doch anders als noch in den Vorwochen, konnte der Tabellendreizehnte gegen die Albstädter, welche krankheitsbedingt ohne ihren Cheftrainer Andreas Wendel in den Nordschwarzwald reisten, mit voller Mannschaftsstärke auflaufen.

Parallelen zum DHB-Team

„Eine sehr bittere Niederlage. Es ist sehr hart, diese verkraften zu müssen“, lautete das Fazit von Co-Trainer Dominik Koch. „Wir waren gut abgestimmt und hatten auch den Matchplan vom Hinspiel voll im Blick. Leider konnten wir dieses Vorhaben nur in der ersten Halbzeit so richtig auf die Platte bringen. Neuenbürg hat aus seinen Fehlern gelernt und gegen uns mit sehr viel Härte und Druck agiert. Wie im Vorfeld erwartet war es der unangenehme Gegner, der die paar Tore einfach besser war und sich die Punkte nicht unverdient gegen uns holte“, fasste Koch das Spielgeschehen kurz zusammen.

Guter Auftakt

Dabei ging es für den Spitzenreiter aus der Zollernalbregion gut los. Die ersten drei Tore nach drei Minuten erzielte die HSG durch einen Doppelpack vom spielstarken Julian Thomann und Samuel Hartmann, der LigaToptorjäger Gregor Thomann (krank) auf der Rechtsaußenposition vertrat. Die „Foxes“ konnte man aber nie richtig abschütteln. Immer wieder war es der gefährlichste Neuenbürger Mattes Meyer, der leichte Tore vom Rückraum erzielen konnte und seine Mannschaft stets in Tuchfühlung brachte. Linkshänder Meyer überragte nach dem Spiel mit 13 Feldtoren und avancierte zum Matchwinner der Partie.

4:0-Lauf sichert Halbzeitführung

Julian Thomann stand ihm aber nur wenig gegenüber und ließ es insgesamt elfmal im Kasten der „Foxes“ klingeln. Nach dem 15:15 (26.) gelang der HSG ein 4:0-Lauf. Lasse Fuchs, Magnus Betz und der ebenso stark aufgelegte Mannschaftskapitän Patrick Lebherz erspielten sich ein kleines Polster. Fuchs markierte per verwandelten Strafwurf das 19:15 für seine Farben. Neuenbürgs Vinzent Virzi verkürzte kurz vor dem Gang in die Kabinen zum 16:19-Halbzeitstand.

Zu viele technische Fehler

Nach Wiederanpfiff konnten die Buchberg-Handballer aber schnell das Ergebnis egalisieren. Nach nicht einmal fünf gespielten Minuten stellte Rückraumspieler Luca Merz beim 21:21 die Uhren wieder auf null. Neuenbürg agierte mit sehr viel Härte gegen Thomann und Lebherz, deren Aktionen nicht mehr so zur Entfaltung kommen konnten. Obwohl man sich bis zur 40. Minute beim Spielstand von 24:24 voll auf Augenhöhe begegnete, nahmen die technischen Fehler bei den Gästen immens zu.

Stürmerfouls auch ein Faktor

„Wir leisteten uns 15 technische Fehler, davon allein sechs oder sieben Stürmerfouls und auch die Abschlussquote war nicht gut, sodass es dann immer schwieriger wurde. Neuenbürg spielte zwar nicht den besseren Handball, aber sie hatten einfach die Shooter, die bei zehn Metern hochsteigen und ein einfaches Tor erzielten. Das hat uns zermürbt. Die Abwehr und unsere Torhüter konnten nicht mehr dagegenhalten. Natürlich hat uns in so einer Phase auch Gregor gefehlt, der mit seiner Präsenz und einfachen Toren von der Außenposition hätte noch was bewirken können“, gab Koch zu Protokoll. Albstadt hat in einem Spiel mit insgesamt 22 Strafminuten alles versucht, doch Neuenbürg ließ sich das Polster von vier Toren beim 29:25 nicht mehr nehmen und revanchierte sich für die klare 22:31-Hinspielpleite.

HSG Albstadt: Julian Mayer, Camovic; Julian Thomann (11/2), Lebherz (6), Fuoß (4), Fuchs (3/1), Fabian Mayer (3), Hartmann (2), Alilovic (1), Betz (1), Simon Flügel (1), Tadic (1), Elias Flügel, Menzel.