Handball-Regionalliga
: Albstadt gastiert beim Schlusslicht Blaustein - Coach Wendel mahnt zur Vorsicht

Die HSG Albstadt reist in der Handball-Regionalliga als klarer Favorit zum Tabellenletzten TSV Blaustein, weiß aber um die Tücken einer vermeintlichen Pflichtaufgabe.
Von
Rainer Jock
Albstadt
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HSG-Trainer Andreas Wendel gibt Anweisungen an sein Team. Beim Gastspiel in Blaustein will Albstadt gegen das Schlusslicht wichtige Punkte mitnehmen.

HSG-Trainer Andreas Wendel gibt Anweisungen an sein Team. Beim Gastspiel in Blaustein will Albstadt gegen das Schlusslicht wichtige Punkte mitnehmen.

Kara
  • HSG Albstadt reist als Favorit zum Tabellenletzten TSV 1899 Blaustein – Vorsicht mahnt der Coach.
  • Zuvor gewann Albstadt 42:41 gegen HSG Ostfildern, Siegtor drei Sekunden vor Schluss.
  • Andreas Wendel betont: Nicht immer klare Siege, aber zwei Punkte waren wichtig.
  • Blaustein ist bereits abgestiegen und kann frei aufspielen, Albstadt will früh dominieren.
  • Wendel spricht von „Endspiel Nummer zwei“ und fordert volle Konzentration auf die zwei Punkte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Erleichterung als die Schlusssirene in der stimmungsvollen Mazmannhalle ertönte, war riesig bei den Zollernalb-Ballwerfern. Nach einem wahren Torfestival und einem hochklassigen Krimi gegen die HSG Ostfildern konnte die HSG Albstadt in der Vorwoche mit 42:41 die beiden Punkte für sich einheimsen. Mannschaftskapitän Patrick Lebherz netzte drei Sekunden vor Spielende mit seinem wichtigsten Treffer an dem Abend zum Siegtor ein.

Schlagabtausch auf Augenhöhe

Zuvor lieferten sich beide Mannschaften ein sehenswertes Kräftemessen, bei dem keinesfalls zu erkennen war, welche Mannschaft um das Ticket zur dritten Liga kämpft und welches Team im Mittelfeld der Tabelle rangiert. Die ersatzgeschwächt angereiste HSG Ostfildern, welche sich in der Vergangenheit oftmals als Stolperstein entpuppte, verlangte den Gastgebern alles ab und zeigte erneut seine ganze Klasse.

Den deutlich größeren Druck hatten die Schützlinge von HSG-Cheftrainer Andreas Wendel, die mit dem Sieg über die auf Rang acht stehenden Fildern-Handballer, eindrucksvoll den Tabellenplatz zwei in der Regionalliga Baden-Württemberg vor den drei größten Verfolgern TVS 1907 Baden-Baden, TSV Heiningen 1892 und TuS Steißlingen behaupten konnte.

Wendel: „Nicht immer klare Siege zu erwarten“

„Man kann nicht erwarten, dass wir immer mit einem großen Abstand gewinnen. Ich denke am Anfang merkte man, dass da noch etwas Verunsicherung in unserem Spiel drin war. Umso länger die Partie aber ging, umso besser wurde es auch. Das Ostfildern einen super individuellen Angriff besitzt war im Vorfeld klar. Wir sind froh, dass wir die zwei Punkte auf unser Habenkonto verbuchen konnten“, so Wendel, der die HSG Ostfildern von den noch verbleibenden vier Mannschaften, zu den schwersten Gegnern zählte.

Auswärtsspiel beim Schlusslicht als Pflichtaufgabe

Das nächste Spiel müssen die Thomann Brüder, Lebherz, Fuchs und Co. beim Schlusslicht TSV 1899 Blaustein bestreiten, ehe eine Woche später zum letzten Saison-Heimspiel die Hofbühlhandballer des lange abstiegsbedrohten TV-Neuhausen/Erms anreisen. Im letzten Saisonspiel gastiert die HSG dann noch in Waiblingen.

Wendel warnt trotz Favoritenrolle

Wendel sieht seine Mannschaft im nächsten Kräftemessen am Samstag gegen den Tabellenletzten TSV 1899 Blaustein (20 Uhr, Lixsporthalle Blaustein-Ehrenstein) als klaren Favoriten. „Endspiel Nummer eins haben wir hinter uns gebracht. Jetzt folgt Endspiel Nummer zwei. So muss die Marschroute für das nächste Spiel lauten. Ein Ausrutscher ist nicht erlaubt und nicht gewollt. Wir dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen, aber ich bin guter Dinge, dass uns das nicht passiert“, sagt der HSG-Cheftrainer.

Blaustein bereits abgestiegen

In der Tat, darf man in dieser Liga kein Team unterschätzen, doch mit nur zwei Pluspunkten auf dem Habenkonto hat die Mannschaft aus dem Alb-Donau-Kreis nahe der Stadt Ulm, seit vielen Wochen die rote Laterne inne. Der TSV Blaustein steht seit geraumer Zeit als sicherer Absteiger in die Oberliga Baden-Württemberg fest und kann gegen den haushohen Favoriten vom Mazmann vor eigenem Publikum komplett frei aufspielen.

Klare Marschroute für die HSG Albstadt

„Wir dürfen Blaustein nicht in den Flow kommen lassen, sondern müssen zu einhundert Prozent von der ersten Minute an unser Programm herunterfahren. Wir fahren nach Blaustein, um die zwei Punkte im Gepäck mitzubringen“, ergänzt der HSG-Coach. Es ist die finale Phase in der Liga. Die „Jets“ des TSB Schwäbisch Gmünd (41:13-Punkte) dürften mit mehr als einem Bein in der 3. Liga stehen. Danach folgen mit der HSG Albstadt weitere sechs Anwärter, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen dürfen.