Handball, DHB-Pokal
: HBW Balingen-Weilstetten schlägt Hannover 35:28 und steht im Achtelfinale

Der HBW Balingen-Weilstetten wirft die TSV Hannover-Burgdorf mit 35:28 aus dem DHB-Pokal. Dabei glänzt Vladimir Cupara im Kasten der Gallier.
Von
Matthias Jedele
Balingen
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HBW Balingen-Weilstetten vs. TSV Hannover-Burgdorf, Handball, DHB-Pokal, 2. Runde, Saison 2026/2027, 23.09.2026: Elias Huber (HBW Balingen-Weilstetten #7), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf #54),

HBW Balingen-Weilstetten vs. TSV Hannover-Burgdorf, Handball, DHB-Pokal, 2. Runde, Saison 2026/2027, 23.09.2026,

Foto: Eibner-Pressefoto/Florian Schust

Elias Huber (rechts) kehrte gegen Justus Fischer und die TSV Hannover-Burgdorf nach langer Verletzung zurück auf die Platte und sammelte beim 35:28-Heimerfolg wichtige Spielminuten für den weiteren Saisonverlauf.

Eibner/Florian Schust
  • HBW Balingen-Weilstetten schlägt Hannover-Burgdorf im DHB-Pokal 35:28 und erreicht das Achtelfinale.
  • Der Aufsteiger fehlte ohne Csaba Leimeter und Mex Raguse, blieb aber das klar stärkere Team.
  • Torhüter Vladimir Cupara glänzte mit zahlreichen Paraden – zur Pause lag HBW 15:11 vorn.
  • Nach 17 Minuten feierte Spielmacher Elias Huber sein Comeback und sammelte wichtige Spielminuten.
  • Hannover verkürzte per Sieben-gegen-Sechs, doch HBW nutzte Ballverluste konsequent und zog davon.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das war ein echtes Ausrufezeichen. Der HBW Balingen-Weilstetten hat die TSV Hannover-Burgdorf mit 35:28 aus dem DHB-Pokal geworfen und damit zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Achtelfinale erreicht. Dass der Aufsteiger einen etablierten Bundesligisten schlägt, ist keine komplette Sensation. Die Art und Weise dieses Erfolgs zeigt aber deutlich: Die Gallier können auf diesem Niveau mehr als nur mithalten.

Ohne Leimeter und Raguse

Dabei musste der HBW auf Csaba Leimeter und Mex Raguse verzichten. Trotzdem legten die Hausherren ein hohes Tempo vor. Nach etwas mehr als vier Minuten stand es 3:3, ehe Justus Fischer Hannover beim 4:3 erstmals in Führung brachte. Die Gäste lagen wenig später mit 5:4 vorn, gerieten nach etwas mehr als elf gespielten Minuten jedoch für 66 Sekunden in doppelte Unterzahl. Sascha Pfattheicher nutzte einen Siebenmeter zum 5:5. Nach 13 Minuten war beim 6:6 weiterhin alles offen. Die hohe Trefferquote aus der Anfangsphase ging nun allerdings verloren. Beide Teams ließen Möglichkeiten liegen. Der HBW fand schneller wieder seinen Rhythmus. Magnus Grupe stellte nach einer Viertelstunde auf 8:6.

Huber kehrt zurück

Für einen besonderen Moment sorgte kurz darauf Elias Huber. Nach 17 Minuten kehrte der Spielmacher nach langer Verletzungspause zurück aufs Feld. Dann zog der HBW an. Georg Pöhle zündete aus neun Metern eine Rakete zum 10:7. Hannover reagierte sofort mit einer Auszeit.

Vor allem Justus Fischer hielt die Recken zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel. Er verkürzte auf 8:10 und verhinderte damit einen noch deutlicheren Rückstand.

Fünfeinhalb Minuten vor der Pause traf Pfattheicher vom Siebenmeterstrich zum 12:9. Dahinter wurde Vladimir Cupara immer mehr zum Faktor. Der Balinger Keeper verhinderte mehrfach den Einschlag und gab seiner Mannschaft Sicherheit. Grupe bestrafte schließlich das leere Hannoveraner Tor und stellte auf 14:10. Mit einer verdienten 15:11-Führung ging es in die Kabinen.

Cupara überragt

Cupara war zu diesem Zeitpunkt bereits der auffälligste Mann auf dem Feld. Sieben Paraden und eine Quote von 39 Prozent standen zur Pause für den Balinger Schlussmann zu Buche. Auch nach dem Seitenwechsel ließ der HBW nicht locker. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Merlin Fuß auf 17:11. Besonders beeindruckend war dabei, wie abgeklärt die Gallier auch unter Druck blieben. Immer wieder fanden sie Lösungen. Pöhle legte zum 18:11 nach.

Hannover brauchte fast fünf Minuten für den ersten Treffer der zweiten Halbzeit. Petersen verkürzte per Siebenmeter. Die Gäste stellten nun auf Sieben-gegen-Sechs um und fanden damit zunächst besser in die Partie. Aus dem 11:18 machten die Recken mit einem 5:2-Lauf ein 16:20. Doch der HBW reagierte eiskalt. Jeden Ballverlust der Gäste bestraften die Gallier konsequent. Immer wieder flog der Ball ins verwaiste Hannoveraner Tor. Nach etwas mehr als 42 Minuten stand es 24:17.

Und hinten war weiterhin Cupara zur Stelle. Nach 43 Minuten hatte der Schlussmann bereits elf Paraden gesammelt und blieb ein entscheidender Faktor. Hannover versuchte noch einmal alles, um das Pokal-Aus abzuwenden. Doch neun Minuten vor dem Ende führte Balingen weiterhin klar mit 29:22. Die Partie war entschieden. Spätestens drei Minuten vor Schluss machte Bennet Strobel beim 33:25 endgültig den Deckel drauf. Am Ende stand ein ebenso verdienter wie deutlicher 35:28-Erfolg.