Handball, 3. Liga: Neun Feldspieler, 40 Tore: Jung-Gallier beeindrucken trotz Personalnot

Magnus Bierfreund zeigte im Tor des HBW Balingen/Weilstetten II eine starke Leistung und war so maßgeblich am Erfolg gegen den TV Erlangen-Bruck beteiligt.
T. Baur/Eibner-Pressefoto- HBW Balingen-Weilstetten II gewinnt gegen TV Erlangen-Bruck klar mit 40:29.
- Trotz nur neun Feldspielern und ohne Kreisläufer überzeugt das Team geschlossen.
- Magnus Bierfreund pariert stark – darunter zwei Siebenmeter gegen Jonas Poser.
- Nach 18:13 zur Pause bauen die Balinger über 25:20 und 29:21 die Führung aus.
- Rote Karte für Lars Bänsch bleibt ohne Wirkung, alle neun Feldspieler treffen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Viel schlechter hätten die personellen Voraussetzungen kaum sein können. Gerade einmal neun Feldspieler standen Micha Thiemann zur Verfügung. Im Abschlusstraining hatte sich zudem Emil Nyesö verletzt. „Wir hatten keinerlei Möglichkeiten, uns in der Praxis vorzubereiten, da wir schlichtweg zu wenig Spieler hatten“, berichtete der HBW‑Coach. Mehr als eine theoretische Besprechung der taktischen Abläufe war nicht möglich. Umso beeindruckender fiel die Antwort seiner Mannschaft auf dem Spielfeld aus. „Ich bin absolut zufrieden mit diesem Spiel. Meine Jungs haben gemeinsam gekämpft, allen Widrigkeiten zum Trotz“, lobte Thiemann nach dem deutlichen Erfolg. Mit fünf Außen- und vier Rückraumspielern, darunter Lars Bänsch als einzigem nominellen Innenblockspieler, mussten die Jung-Gallier improvisieren.
Bierfreund vernagelt das Tor
Davon war zunächst allerdings wenig zu sehen. Lenn Strobel eröffnete den Torreigen, David Selinka führte geschickt Regie und A-Jugendspieler Friedrich Henselek setzte im Rückraum Akzente. Hinzu kam ein glänzend aufgelegter Magnus Bierfreund im Tor, der Erlangens Torjäger Jonas Poser unter anderem zwei Siebenmeter abnahm. Schnell setzte sich der HBW II auf 10:4 ab. Die fehlenden Kreisläufer kompensierten die Gastgeber mit cleveren Einläufern und viel Bewegung. Zur Pause führten sie verdient mit 18:13.
Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gäste zwar noch einmal auf 22:19 heran, doch die Jung-Gallier ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Florian Bernhard verwandelte seine Siebenmeter sicher, Tim Römer überzeugte von außen. Über 25:20 und 29:21 bauten die Balinger ihren Vorsprung wieder aus. Beim 34:24 durch Bänsch war die Führung erstmals zweistellig.
Rote Karte nicht als Knackpunkt
Dabei mussten die Hausherren weitere Rückschläge verkraften. Neo Wehrli und Bänsch kassierten früh jeweils zwei Zeitstrafen, Letzterer sah in der zweiten Hälfte die Rote Karte. Doch auch das brachte den HBW II nicht aus dem Konzept. Oskar Bessel knüpfte im Tor nahtlos an die Leistung von Bierfreund an. Den 40. Treffer erzielte schließlich Wehrli, mit acht Toren erfolgreichster Balinger Werfer.
„Jeder Spieler hat für den Sieg etwas beigetragen“, freute sich Thiemann. Besonders bemerkenswert: Sämtliche neun Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. „Magnus war zu Beginn stark, Oskar nagelte in der zweiten Halbzeit zu. Tim warf die Bälle aus dem Feld rein, Flori die Siebenmeter. Es gab starke Phasen von jedem Rückraumspieler.“
Für Thiemann war es deshalb weit mehr als ein gewöhnlicher Heimsieg. „Eine rundum geschlossene Mannschaftsleistung. Und das Wichtigste: keine neuen Verletzungen.“ Der Trainer ist überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass das ein Spiel sein wird, auf das man nach der Saison zurückschaut und das positiv in Erinnerung bleiben wird.“
