Handball, 2. Bundesliga: "Gallier" lösen Pflichtaufgabe nach Anlaufschwierigkeiten

Stefan Bauer holte mit seinem HBW Balingen-Weilstetten den sechsten Sieg in Serie.
eibner/Andreas Ulmer- HBW Balingen-Weilstetten siegt 31:24 gegen die Eulen Ludwigshafen.
- Nach 16:14 zur Pause setzt sich HBW in Halbzeit zwei ab.
- Sechster Sieg in Serie; HBW bleibt Tabellenzweiter (36:10 Punkte).
- Schlüssel: starke Abwehr, Torhüter Nagy mit mehreren Paraden.
- Nächste Spiele: 28. März bei TuS Ferndorf, 5. April zuhause gegen HC Oppenweiler/Backnang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga vor dem 24. Spieltag klärte die Favoritenrolle im Vorfeld des Duells zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten recht schnell. Während die Hausherren mit 36:10-Punkten aus 23 Spielen Tabellenplatz zwei belegen, stecken die Gäste mit 18:28 mitten im Abstiegskampf.
Schwacher Start
Doch wie so häufig ist die Statistik die eine und die Leistung auf der Platte eine andere Wahrheit. Die Hausherren taten sich gegen leidenschaftlich kämpfende Gäste sehr schwer Lücken zu finden. Erschwerend kam hinzu, dass sich die „Gallier“ durch Zeitstrafen immer wieder selbst schwächten. Die 2:0-Führung der Gäste egalisierten Csaba Leimeter und Magnus Grupe jedoch postwendend. In der Folge legten die Gastgeber vor und die Eulen nach. Auch eine zwischenzeitliche 9:8-Führung der Gäste brachte den Aufstiegskandidaten nicht wirklich aus der Ruhe. In der Abwehr agierten die „Gallier“ nun deutlich wacher und so ergaben sich immer wieder Chancen, auf einfache Tempogegenstöße. Da Ludwigshafen zwischendurch ohne Torhüter agierte und ein 7-gegen-6 auf die Platte schickte, wurden Ballgewinne nun doppelt belohnt. So wie von HBW-Kapitän Tobias Heinzelmann, der sich beim Stand von 9:9 den Ball per Steal holte und dann in bester Quarterback-Manier ins leere Tor traf. Nur sechs Minuten später war es erneut Heinzelmann, der bei einem Querpass dazwischen ging und den anschließenden Tempogegenstoß souverän zur ersten Drei-Tore-Führung versenkte (15:12). In der Schlussphase des ersten Abschnitts hatten die „Gallier“ das eine oder andere Mal etwas Wurfpech oder fanden einen gut aufgelegte Ziga Urbic im Eulen-Tor, sodass es beim 16:14 in die Pause ging. Im zweiten Durchgang konnten die Hausherren dann langsam, aber stetig, den Vorsprung ausbauen, was mitunter auch daran lag, dass Benedek Nagy im HBW-Tor zur Hochform auflief und gleich mehrere Chancen der Gäste bravourös vereitelte. Auch eine zwischenzeitliche 3:3-Deckung der Eulen stellte den Tabellenzweiten nur kurzzeitig vor Probleme.
Kantersieg verschenkt
In Minute 50 führte der HBW Balingen-Weilstetten mit 26:20. Sieben Minuten später stellte Tobias Heinzelmann unter dem Jubel der 2234 Zuschauer in der Mey Generalbau Arena auf 30:22 und machte so den Deckel auf den Heimerfolg. Dass es am Ende dann Kantersieg wurde, lag daran, dass die HBW-Offensive im Abschluss nicht mehr ganz so zielstrebig agierte und auch öfters die Standfestigkeit des Gebälks testete. So durften man einen 31:24-Sieg feiern, der bei konsequenterer Chancenauswertung durchaus hätte höher ausfallen können, wenn nicht sogar müssen.
Für die „Gallier“ geht es nun in eine kleine Länderspiel-Pause, ehe man am 28. März bei der TuS Ferndorf abgibt. Das nächste Heimspiel steigt dann am 5. April gegen den HC Oppenweiler/Backnang.
Spiel-Statistik
HBW Balingen-Weilstetten –
Eulen Ludwigshafen (31:24 (16:14)
HBW Balingen-Weilstetten: Nagy (8 Paraden), Rebmann (2 Paraden) – Ruggiero-Matthes (1), Raguse (1), Huber (6), Grupe (2), Strobel, Fuß (2), Grüner (1), Fügel, Fügel (1), Heinzelmann (4), Pfattheicher (2/3), Dayan (4), Leimeter (3), Pöhle (3), Bauer (1).
Siebenmeter: 2/3 – 1/1.
Zeitstrafen: 5 – 3.
SR: Julian Köppl/Denis Regner.