Handball, 1. Bundesliga
: Gallier belohnen Aufholjagd mit einem Punkt

Der HBW Balingen-Weilstetten erkämpft sich gegen die TSV Hannover-Burgdorf nach einem Sechs-Tore-Rückstand ein 29:29 (13:16). Neun Sekunden fehlen zum Heimsieg.
Von
Matthias Jedele
Balingen
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HBW Balingen-Weilstetten vs. TSV Hannover-Burgdorf, Handball, DHB-Pokal, 2. Runde, Saison 2026/2027, 23.09.2026: Merlin Fuss (HBW Balingen-Weilstetten #13), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf #54), Lukas Stutzke (TSV Hannover-Burgdorf #39),

HBW Balingen-Weilstetten vs. TSV Hannover-Burgdorf, Handball, DHB-Pokal, 2. Runde, Saison 2026/2027, 23.09.2026,

Foto: Eibner-Pressefoto/Florian Schust

Merlin Fuß (Mitte) kämpfte sich mit seinem HBW Balingen-Weilstetten eindrucksvoll zurück und holte gegen das Topteam aus Hannover beim 29:29 einen Punkt.

Eibner/Florian Schust
  • HBW Balingen-Weilstetten holte gegen Hannover-Burgdorf nach -6 ein 29:29.
  • Neun Sekunden vor Schluss traf Edvardsson zum Ausgleich – der Heimsieg war weg.
  • Hannover führte zur Pause 16:13 und baute nach Wiederanpfiff auf 19:13 aus.
  • Rebmann parierte stark, Raguse und Heinzelmann leiteten die Aufholjagd ein.
  • Siebenmeter blieben ein Problem: mehrere Fehlwürfe von Pöhle, Zacharias und Pfattheicher.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Am Ende fehlten ganze neun Sekunden zum Heimsieg. Der HBW Balingen-Weilstetten hatte gegen die TSV Hannover-Burgdorf einen Sechs-Tore-Rückstand wettgemacht, die Partie gedreht und führte in einer dramatischen Schlussphase mit 29:28. Doch Jonathan Edvardsson machte den Galliern einen Strich durch die Rechnung. Der Hannoveraner traf neun Sekunden vor der Schlusssirene zum 29:29 (13:16)-Endstand. Der letzte Balinger Angriff brachte keinen Abschluss mehr ein.

Hannover startet stark

Dabei deutete sich früh an, dass es für die Mannschaft von Trainer Matti Flohr deutlich schwieriger werden würde als beim klaren Heimsieg gegen die Niedersachsen im Pokal. Zwar erwischten die Hausherren mit dem 1:0 den besseren Start, doch Hannover übernahm schnell das Kommando. Nach zehn Minuten lagen die Gäste mit 6:4 vorn, nach gut 19 Minuten stand es 11:9 für die Niedersachsen.

Das Problem mit den Siebenmetern

Flohr reagierte in der 20. Minute mit einem Torwartwechsel und brachte Daniel Rebmann für Vladimir Cupara. Doch zunächst änderte sich wenig. Hannover setzte sich auf 14:9 ab und zwang den HBW-Coach zu einer Auszeit. Die Gallier taten sich im Angriff schwer, ließen immer wieder gute Möglichkeiten liegen. Besonders die Siebenmeter entwickelten sich zum Problem. Georg Pöhle verwandelte zunächst seine ersten drei Versuche, scheiterte anschließend aber zweimal. Auch Lion Zacharias ließ einen Strafwurf liegen.

Wie unglücklich der erste Durchgang verlief, zeigte sich unmittelbar vor der Pause. Sechs Sekunden vor der Sirene traf Mex Raguse zum 13:15. Doch statt mit zwei Toren Rückstand in die Kabine zu gehen, verfielen die Balinger defensiv in einen kollektiven Tiefschlaf. Daniel Weber nutzte die Unaufmerksamkeit zum 16:13-Halbzeitstand.

Hannover baut Führung auf sechs Tore aus

Nach Wiederanpfiff wurde es zunächst nicht besser. Hannover baute seine Führung auf 19:13 aus, der HBW lag plötzlich mit sechs Treffern zurück. Doch die Gallier stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Rebmann lief zwischen den Pfosten heiß, vorn übernahmen seine Mitspieler zunehmend Verantwortung. Sascha Pfattheicher verwandelte einen Siebenmeter zum 16:19, wenig später verkürzte Yonatan Dayan auf 17:19.

Die Gäste blieben zwar zunächst vorn, konnten sich aber nicht mehr entscheidend absetzen. Mex Raguse hielt seine Farben mit wichtigen Treffern im Spiel. Beim 24:25 durch Elias Fügel waren die Balinger wieder bis auf ein Tor herangekommen. Hannover reagierte mit einer Auszeit, doch die half wenig.

Nach knapp 51 gespielten Minuten brachte Tobias Heinzelmann die Arena mit seinem Treffer zum 25:25 zum Beben. Nur eine Minute später legte er nach: Nachdem Renars Uscins Hannover erneut in Führung gebracht hatte, traf Heinzelmann vom Mittelkreis ins verwaiste Gästetor zum 26:26.

Die Halle kocht

Jetzt war die Halle endgültig da. August Pedersen setzte einen Siebenmeter an die Latte, auf der Gegenseite übernahm Pfattheicher die Verantwortung und brachte die Gallier beim 27:26 erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung. Rebmann glänzte anschließend mit einer starken Parade gegen Justus Fischer.

Doch die Siebenmeterprobleme blieben. Pfattheicher vergab zwei weitere Strafwürfe, Hannover glich aus. Zwei Minuten vor Schluss brachte Lion Zacharias den HBW mit 28:27 in Front, Pedersen antwortete. Nach einer Auszeit von Flohr traf Raguse zum 29:28. Die Arena stand Kopf, doch Hannover hatte noch eine Antwort parat. Edvardsson sorgte neun Sekunden vor Schluss für den bitteren Ausgleich. So blieb den Galliern nach einer beeindruckenden Aufholjagd nur ein Punkt.