Gibt es die ersten Oberliga-Punkte?
: Knifflige Aufgabe für die TSG Balingen bei Türkspor Neckarsulm

Nach drei Spielen steht die Mannschaft von Trainer Michael Schilling noch ohne Punkte da, eine Entwicklung sieht der Coach aber dennoch. Nun geht der Fokus voll auf die Auswärtsaufgabe am Sonntag (14 Uhr).
Von
Frank Campos
Balingen
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Fussball Oberliga BW 2026/2027 3. Spieltag 21.08.2026 TSG Balingen - SSV Reutlingen Konstantinos Markopoulos 2.v.li, SSV Reutlingen gegen Matthias Schmitz 2.v.re Boden, TSG Balingen beobachtet von Ferdinand Schmidt TSG Balingen und Kevin Founes re, TSG Balingen *** Baden-Württemberg Oberliga Soccer 20262027, Matchday 3, August 21, 2026: TSG Balingen vs. SSV Reutlingen. Konstantinos Markopoulos 2nd from left, SSV Reutlingen, against Matthias Schmitz 2nd from right, on the ground, TSG Balingen, watched by Ferdinand Schmidt TSG Balingen and Kevin Founes right, TSG Balingen

Mit vereinen Kräften will die TSG Balingen sich bei Türkspor Neckarsulm für die Derbyniederlage gegen den SSV Reutlingen rehabilitieren.

IMAGO/Ulmer/Teamfoto
  • TSG Balingen reist am Sonntag um 14 Uhr zu Türkspor Neckarsulm – Ziel: erste Punkte.
  • Nach drei Spielen ohne Zähler sieht Coach Michael Schilling klare Fortschritte.
  • Reutlingen-Derby endete bitter, doch Leistung stimmte; Fokus liegt auf Offensive.
  • Kreativfaktor Derflinger ist fit, startete zuletzt und soll das Spiel beleben.
  • Schilling: Chancenverwertung verbessern, Ergebnis wichtiger als Zu-Null-Spiele.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Statistik verrät: Die TSG Balingen hat aktuell null Zähler auf dem Konto, der sonntägliche Gegner drei. Diese holten die Neckarsulmer in der Vorwoche beim TSV Essingen (2:1), wo die TSG Balingen sich am zweiten Spieltag noch mit 1:3 geschlagen geben musste. „Daraus lässt sich nicht viel ablesen“, weiß TSG Coach Michael Schilling. „Essingen hatte sehr viele Torchancen und hatte ähnliches Pech, wie wir gegen den SSV Reutlingen.“

Derweil will Balingens Übungsleiter Michael Schilling von Fehlstart nicht viel wissen: „Wichtig ist, dass man nach vorne schaut und nicht zurück. Wir haben jedes Spiel analysiert, sind step by step besser geworden, jetzt fehlt das Wichtigste noch, die Punkte. Wir bleiben aber positiv und arbeiten gut.“ Gegen den Topgegner vom SSV Reutlingen habe man im Derby eine gute Leistung gezeigt - mit bitterem Finale.

Zielsetzung ist klar formuliert

Der Coach der Kicker von der Eyach ist sich bewusst, dass er eine neue, junge Mannschaft, formen muss. „Es braucht Zeit und auch Geduld. Die Fortschritte sind für uns im Trainerteam aber ganz klar erkennbar“, so Schilling vor der kniffligen Aufgabe bei Türkspor Neckarsulm.

„Wir haben den Druck nicht vorne in der Oberliga-Tabelle dabei sein zu müssen. Wir wollen ausbilden, wir wollen die jungen Spieler, die wir haben - mit den Erfahrenen zusammen - besser machen. Wir wollen eine Einheit werden und das sieht man, dass wir da von Training zu Training, von Spiel zu Spiel näher hin kommen. Das ist unsere Zielsetzung, die wir verfolgen. Wenn es uns weiterhin gelingt step by step besser zu werden, dann werden zwangsläufig auch die Punkte kommen“, ist sich der 50-jährige Übungsleiter sicher.

Faktor Derflinger

Ein wichtiger Baustein des neuen Balinger Teams ist Christian Derflinger. Gegen den SSV Reutlingen feierte er sein Startelfdebüt. „Er kam verletzt aus Villingen zu uns, hatte dann immer wieder Probleme in der Vorbereitung. Er hat einen Kurzeinsatz im Pokal bekommen, er hatte aber immer wieder Schmerzen. Jetzt ist er endlich schmerzfrei und hat jetzt die Fitness. Er ist natürlich eine absolute Option, ein sehr erfahrener Spieler mit hoher Qualität.“

Vor allem in puncto Kreativität kann er den Kickern von der Eyach einiges geben. „Gegen Reutlingen hat er ein sehr gutes Spiel gemacht. Er ist mit seinem starken linken Fuß stark bei den Standards. Die Kraft reicht momentan für 70, 80 Minuten. Er ist auf einem guten Weg und wird uns definitiv weiterbringen.“

Noch kein Zu-Null-Spiel

1:3 gegen den FC 08 Villingen, 1:3 beim TSV Essingen und 1:2 gegen den SSV Reutlingen. Die TSG Balingen ist bislang noch nicht ohne Gegentor geblieben. Michael Schilling sagt dazu: „Ich glaube eher, dass wir ein Tor mehr schießen müssen, als der Gegner. Wir haben in jedem Spiel gute bis sehr gute Torchancen und die müssen wir einfach nutzen. Der Defensive kann ich bis dato keinen Vorwurf machen. Wenn wir am Schluss 3:2 oder 2:1 gewinnen, ist mir das egal ob wir ein Gegentor bekommen haben, oder nicht.“

Alternativen von der Bank

Bei den Auswechslungen sucht das Balinger Trainerteam immer den Mehrwert. „Alle, die auf der Bank sind, haben eine Chance zu spielen, das hängt von der Situation ab. Die Jungs, die etwas hinten dran sind, machen es aktuell auch gut. Sie machen Druck auf die Startspieler und so soll es auch sein“, berichtet Schilling, dem es auch wichtig ist, dass die jungen Spieler auch in der U23 Spielzeit sammeln. „Für mich ist es wichtig, dass die Jungs regelmäßig 70, 90 Minuten in den Beinen haben und nicht drei, vier Wochen auf der Bank sitzen und keine Minute spielen. Das macht sie nicht besser.“ Es sei auch keine Degradierung, für die Spieler sei es die Möglichkeit Spielpraxis zu bekommen.

Neckarsulm und Pascal Sohm

Der 34-jährige Mittelstürmer ist mit seiner Erfahrung - 2021 stand er noch im Zweitliga-Kader von Dynamo Dresden - ein Fixpunkt bei Türkspor Neckarsulm, die auch viele Abgänge und genauso viele Zugänge zu verzeichnen hatte. „Sie haben einen Topsturm mit Sohm, aber auch Lirim Hoxha und viele gute Einzelspieler. Wir wollen aber mehr auf uns schauen. Wir waren gegen den SSV Reutlingen auch schon mutiger und offensiver und das ist auch unser Ansatz gegen Neckarsulm“, so Schilling.