Fußball, Verbandsliga
: „Aktuell können wir noch keine Verbandsliga“: Wolf nach TSG-Pleite deutlich

Zur Pause führt die TSG Balingen II gegen Rottenburg noch mit 1:0, danach kippt die Partie komplett. Nach dem 1:3 findet Trainer Philipp Wolf deutliche Worte für den Auftritt seiner jungen Mannschaft.
Von
Matthias Jedele
Balingen
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TSG Balingen 2-FC Rottenburg
Fussball
Verbandsliga
Saiso 2026/2027

Bastian Berger (Mitte) unterlag mit seiner TSG Balingen II dem FC Rottenburg mit 1:3.

Beytu Kara
  • TSG Balingen II verlor zuhause gegen FC Rottenburg mit 1:3 nach 1:0-Pausenführung.
  • Nico Kieninger traf zum 1:0, danach drehten Behr, Leyhr und Alfonzo die Partie.
  • Trainer Philipp Wolf kritisierte die zweite Halbzeit – „nicht mehr Verbandsliga“.
  • Nach dem Pokal: Wolf sagt, „aktuell“ könne das Team Verbandsliga noch nicht.
  • Ursachenforschung folgt im Training, da die junge Mannschaft nachließ.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die TSG Balingen II wartet in der Verbandsliga weiter auf die ersten Punkte. Eine Woche nach dem bitteren 0:3 beim TSV Ehningen unterlag die Mannschaft von Trainer Philipp Wolf bei ihrer Heimpremiere dem FC Rottenburg mit 1:3 (1:0). Besonders der Auftritt nach der Pause enttäuschte den Balinger Coach.

Dabei lief zunächst vieles nach Plan. Nach der Auftaktniederlage in Ehningen, bei der die TSG zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen hatte, wollte der Aufsteiger vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen. Und diesmal belohnten sich die Balinger auch mit einem Treffer: Nico Kieninger brachte die Gastgeber nach 30 Minuten mit 1:0 in Führung.

Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause. Doch statt darauf aufzubauen, verlor die TSG im zweiten Durchgang zunehmend den Zugriff auf die Partie. „Heute sind wir nicht nur vom Ergebnis enttäuscht wie letzte Woche, sondern vor allem auch von der zweiten Halbzeit“, bilanzierte Wolf anschließend deutlich.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn schlug Rottenburg erstmals zu. Lukas Behr erzielte in der 55. Minute das 1:1. Für die junge Balinger Mannschaft entwickelte sich die Partie anschließend immer mehr in die falsche Richtung. Wolf vermisste nun sowohl mit als auch gegen den Ball vieles von dem, was sein Team eigentlich auszeichnen soll.

„Das war einfach nicht mehr Verbandsliga“, kritisierte der TSG-Coach den Auftritt seiner Mannschaft nach der Pause. Vor allem gemessen an den eigenen Ansprüchen, den eigenen Fußball auf den Platz zu bekommen, sei das „deutlich zu wenig“ gewesen.

Und Rottenburg nutzte die Schwächephase. Aaron Leyhr drehte die Begegnung mit seinem Treffer zum 2:1 in der 75. Minute endgültig zugunsten der Gäste. Balingen fand keine passende Antwort mehr. Stattdessen setzte Luca Alfonzo vier Minuten vor dem Ende mit dem 3:1 den Schlusspunkt.

Anders als eine Woche zuvor in Ehningen wollte Wolf die Niederlage diesmal nicht allein an mangelnder Effizienz festmachen. Beim Saisonauftakt hatte seine Mannschaft noch deutlich mehr Chancen als der Gegner herausgespielt und war dennoch mit 0:3 leer ausgegangen. Gegen Rottenburg störte den Trainer vor allem die Leistung nach dem Seitenwechsel. „Dann muss man auch eine Führung hergeben und verliert das Spiel verdient“, stellte er klar.

Für Wolf wirft der Auftritt zugleich eine grundsätzliche Frage auf. Im Pokal hatte seine Mannschaft bereits gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Nun folgte eine zweite Halbzeit, die davon weit entfernt war. „Nach dem Pokalspiel haben wir gesagt: Wir wissen, dass wir Verbandsliga können. Heute sage ich: „Wir wissen, dass wir aktuell noch keine Verbandsliga können.“

In den kommenden Trainingseinheiten soll deshalb Ursachenforschung betrieben werden. Wolf will herausfinden, welches Gesicht tatsächlich für seine junge Mannschaft steht. Dass sein Team wesentlich mehr kann als im zweiten Durchgang gegen Rottenburg gezeigt, davon bleibt der Coach überzeugt.