Fußball-Regionalliga Südwest
: Zweimal Rot, doch keine Tore: Balingen teilt in Alzenau nur die Punkte

Eigentlich zu wenig: Das Regionalliga-Kellerduell zwischen dem FC Bayern Alzenau und dessen direktem Verfolger TSG Balingen endete torlos.
Von
Marcel Schlegel
Alzenau/Balingen
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Ahmet Aygül (FC Bayern Alzenau, #08), Amney Moutassime (TSG Balingen, #18)

FC Bayern Alzenau vs. TSG Balingen, Fussball, Regionalliga Suedwest, 25 Spieltag, Saison 2025/2026, 21.03.2026

Eibner-Pressefoto/Attila Ziga

Kampf um den Ball: Nahmet Aygül und Amney Moutassime (rechts) schenkten sich im direkten Duell nichts. Am Ende trennten sich der FC Bayern Alzenau und die TSG Balingen in der Fußball-Regionalliga torlos.

Eibner-Pressefoto/Attila Ziga
  • Regionalliga Südwest: Alzenau und Balingen trennen sich 0:0 im Kellerduell.
  • Beide Teams weiter akut abstiegsbedroht; Alzenau 15., Balingen 16. (drei Punkte Rückstand).
  • Zwei Rote Karten: Seikel (88.) für Alzenau, Deininger (90.+2) für Balingen.
  • Alzenau mit den besseren Chancen; Balingens Moutassime traf den Pfosten (29.).
  • Balingens Coach lobt junge Startelf; sieben Spieler 21 Jahre oder jünger.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine verpasste Chance: Beim FC Bayern Alzenau hat die TSG Balingen am Samstag nur 0:0 gespielt. Damit ließen die Fußballer von Trainer Murat Isik die Gelegenheit liegen, mit dem Tabellennachbarn nach Punkten gleichzuziehen.

Alzenau bleibt auf Tabellenplatz 15, müsste als Regionalliga-Viertletzter nach derzeitigem Stand allerdings ebenso in die Oberliga wie die TSG auf Rang 16 (drei Punkte Rückstand).

Weiterhin akut abstiegsbedroht

Trotz des torlosen Unentschiedens, im Abstiegskampf für beide Teams eigentlich zu wenig, verbesserte sich die Situation der Balinger im Tabellenkeller etwas. Dies, weil der SC Freiburg 2 (1:2 in Fulda) und Kickers Offenbach (0:2 in Freiberg) jeweils unterlagen und damit als 13. respektive 14. der Südweststaffel weiterhin akut abstiegsbedroht blieben. Auf den OFC fehlen der Isik-Elf neun Spieltage vor Schluss gleichwohl noch satte neun Zähler, auf Alzenau weiterhin drei.

„Das Ergebnis hilft natürlich keinem weiter“, sagte Murat Isik nach hitzigen 95 Minuten. „Wir nehmen das Positive mit”, so der Balinger Coach. Und das sei vor allem, dass seine junge Mannschaft gegen eine großgewachsene und mit weiten Bällen agierende Gastgeber-Elf das 0:0 verteidigt bekam. In der Balinger Startelf standen sieben Spieler, die 21 Jahre oder jünger waren.

Glück des Tüchtigen

„Mit etwas Glück gewinnen wir, mit etwas Pech verlieren wir das aber auch.“ Ein gutes Stichwort, denn Pech hatten vor allem die Alzenauer: Gerade im ersten Durchgang hatte die TSG Balingen nämlich durchaus das in den vergangenen Wochen hart erarbeitete Glück des Tüchtigen. Denn die besseren Chancen, die hatten die Gastgeber. Etwa als Maximilian Brauburger am kurzen Pfosten auftauchte, Balingens Keeper Elvin Kovac aber die Ecke zumachte (16.). Bei Brauburgers Abschluss aus halblinker Position fehlten nur Zentimeter (24.), ebenso beim Drehschuss von Alzenaus Lucas Sitter (26.).

Die beste und eigentlich einzig nennenswerte Balinger Chance ergab sich kurz darauf für Amnay Moutassime, der in zentraler Position ins Eins-gegen-Eins gehen konnte, den Abschluss an den Pfosten knallte und auch beim Nachschuss der TSG brannte es im Bayern-Strafraum lichterloh (29.).

Balinger Bangen dann vor der Pause: Nach Ecke und Kopfball war Kovac schon geschlagen, Tim Hannak klärte für den TSG-Keeper auf der Linie. Der zweite Ball landete im Strafraum beim Hamza Boutakhrit, der völlig offen verzog (45.). Selbiges passierte Boutakhrit Sekunden später aus ähnlicher Position (45.+1).

Im letzten Drittel kaum zwingend

Nach dem Seitenwechsel hätten die Alzenauer dann endgültig in Führung gehen müssen: Sitter war nach einem langen Zuspiel an die Grundlinie durchgekommen, zog den Ball scharf zur Mitte und macht den Kasten so frei für Filip Panza, der die Riesenchance indes verstolperte (53.).

Nach gut einer Stunde fingen sich die Schwaben und machten nun Dampf, einzig im letzten Drittel war das kaum zwingend, was sie anboten. Ein Krimi blieb’s. Der kostete Nerven und schließlich zeigten Alzenaus Paul Seikel (88., Ellbogencheck) und Balingens Ole Deininger (gestrecktes Bein, 90.+2) selbst Nerven. Beide flogen in der Schlussphase mit Glattrot vom Platz.

FC Bayern Alzenau - TSG Balingen 0:0

TSG Balingen: Kovac; Girmann (77. Kike), Jäger, Hannak, Deininger, Latifovic, Colic, Koca (56. Schmidt), Moutassime, Birkic (56. Morais), Eroglu (87. Klostermann).

Tore: keine.

Schiedsrichter: Marvin Maier (Durchbach).

Rote Karten: Seikel (A. 88.), Deininger (B., 90.+2).

Zuschauer: 410.