Fußball Regionalliga Südwest: Vorgezogene Endspiele für die TSG Balingen

In den bevorstehenden 180 Spielminuten muss für die Regionalliga-Kicker der TSG Balingen alles passen, wollen sie ihre Aussichten auf den Klassenerhalt noch am Leben erhalten.
Kara- TSG Balingen steht im Abstiegskampf der Regionalliga – zwei Partien gelten als Endspiele.
- Am Oster-Samstag kommt die U23 des SC Freiburg, danach folgt der OFC auf dem Bieberer Berg.
- Balingen liegt auf Platz 16 und muss den SC Freiburg II sowie ggf. den OFC in Reichweite halten.
- Vereinschef Eugen Straubinger fordert zwei Siege und setzt auf die junge Mannschaft.
- Kaderplanung läuft zweigleisig: Viertliga-Verbleib oder Oberliga, ein 25-Mann-Gerüst steht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: Aber auf die Regionalliga-Fußballer der TSG Balingen kommen nun zwei Partien zu, die über deren Wohl und Wehe im Abstiegskampf entscheiden könnten, zwei vorzeitige Endspiele also.
An diesem, dem Oster-Samstag (14 Uhr, Bizerba-Arena) erwarten die Balinger zunächst die U23 des SC Freiburg und am darauffolgenden Wochenende (11. April) geht es für Trainer Murat Isik und sein Team auf den Bieberer Berg der Offenbacher Kickers.
Gegner in Sichtweite
Beide Vereine stehen in der Tabelle mittelbar vor den Balingern. Die TSG belegt den 16. Platz der Südweststaffel und müsste aktuell das Freiburger Perspektivteam abfangen. In Zahlen übersetzt heißt das: Wollen die Württemberger noch dem Schicksal entrinnen, nach der direkten Regionalliga-Rückkehr auch direkt wieder aus dieser abzusteigen, müssen sie momentan zehn Punkte auf den Sport-Club und Rang 14 aufholen. Zwölf sind’s auf den OFC (13.) und wären es, wenn aus der 3. Liga zwei Südwest-Absteiger runterkommen sollten (der SSV Ulm 1846 steht dort derzeit auf dem ersten Abstiegs-, der 1. FC Saarbrücken auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz).
Mit dem Rücken zur Wand
Kurzum: Zwei Siege und die zarte Hoffnung auf den Klassenerhalt dürfte an den Rand der Eyach zurückkehren. Sollte die Isik-Elf nun jedoch eine oder gar zwei Niederlagen kassieren, würde ihr wohl nur noch ein Wunder helfen. Dann dürfte sie in der finalen Phase der Saison nahezu keine Punkte mehr abgeben. Und dagegen spricht mindestens die bisherige Bilanz von lediglich 20 Zählern aus 26 Spielen.
Eugen Straubinger kennt diese Rechenspiele natürlich genau. Auch deshalb redet der Balinger Vereinsvorsitzende nicht um den heißen Brei herum. „Das sind zwei Spiele, die wir gewinnen sollten“, sagt Straubinger, gewohnt pragmatisch. Der TSG-Chef will diese Aussage nicht als Drohkulisse verstanden wissen, eher als realistische Einschätzung. Und genau das ist die Aufgabe eines Vorsitzenden, der kalkulieren, planen und dabei abwägen muss.
Blick geht nach vorne
„Wir hatten vor, aber auch seit der Winterpause immer wieder die Chance, uns in eine bessere Ausgangssituation zu bringen“, so Straubinger. Das sei der TSG „leider nicht gelungen, obwohl die Jungs alles gegeben haben, fast immer auf Augenhöhe waren“. Aber mal hätten Verletzungs- oder Spielpech, mal eigene Leichtsinnigkeiten und immer auch die Unerfahrenheit der blutjungen Balinger Truppe im Wege gestanden. „Es ist, wie es ist“, sagt Straubinger. „Wir blicken nicht zurück, sondern wissen, wozu unsere Jungs fähig sind. Und das werden sie in den letzten Spielen der Saison auch auf den Platz bringen, da bin ich mir sicher.“
Zweigleisige Personalplanung
Unterdessen planen die Balinger Vereinsoberen zwangsläufig zweigleisig – für ein weiteres Viertliga-Jahr und für die Oberliga Baden-Württemberg. Und diesbezüglich sei er guter Dinge. „Wir sind schon sehr weit in den Planungen“, berichtet Straubinger. Weiter jedenfalls als noch vor zwei Jahren, als die TSG-Führung nach dem Abstieg quasi über Nacht eine ganze Mannschaft austauschen musste. Straubinger möchte noch nicht allzu viel verraten, nur so viel: Mit den Spielern, deren Zukunft noch offen ist, sei man entweder schon zu einer Entscheidung gelangt oder in guten Gesprächen, deren Ausgang dann auch zeitnah verkündet werde. Auch die Anbahnung weiterer Neuzugänge, neben Adrian Müller, der vom FC Holzhausen zu seinem Heimatverein zurückkehren wird und einem Sextett aus der U23, sei weit gediehen.
Mit einem 25-Mann-Kader planen die Schwaben für die kommende Saison. Dessen Gerüst steht. Nachdem zuletzt bekannt wurde, dass auch Denis Latifovic und Kapitän Matthias Schmitz über Verträge verfügen, die auch für die nächste Runde gelten, ist nach offiziellem Stand die Zukunft von Ole Deininger, Halim Eroglu, Amnay Moutassime, Pedro Morais, Tim Hannak, Jonas Fritschi, Kike, Luca Batista, Simon Klostermann, Jonas Brändle, Görkem Koca, Marko Pilic, Keeper Elvin Kovac und dem Freiberger Leihspieler David Girmann offen. Der ein oder andere dürfte seine Entscheidung auch an den Regionalliga-Verbleib binden.
