Fußball-Regionalliga Südwest
: TSG Balingen gegen Sonnenhof Großaspach - Derby ist abgesagt

Die für Freitag (21. November) geplante Regionalliga-Partie des 18. Spieltags der TSG Balingen gegen die SG Sonnenhof Großaspach in der Bizerba-Arena wurde abgesagt.
Von
Marcel Schlegel
Balingen
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Eine „Platzsperre“ der anderen Art ereilte jüngst einen Fußball-Schiedsrichter in Fichtenberg: Er musste während des Spiels in Quarantäne.

Platzsperre Symbolfoto, Schild

Das für Freitagabend geplante Regionalliga-Spiel zwischen der TSG Balingen und Sonnenhof Großaspach wird verschoben. Der Rasen in der Bizerba-Arena ist unbespielbar.

Horn/ Eibner-Pressefoto
  • Das für Freitag, 21. November, geplante Derby zwischen TSG Balingen und Sonnenhof Großaspach wurde abgesagt.
  • Der Rasen der Bizerba-Arena ist wegen Frost unbespielbar; ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
  • Die Absage gibt Balingen Zeit, die 0:6-Niederlage gegen den FC Astoria Walldorf aufzuarbeiten.
  • In Walldorf verlor Balingen auch Spieler Jonas Brändle, der nach 30 Sekunden Rot sah (Notbremse).
  • Die Mannschaft will nach dem Rückschlag motiviert und entschlossen wieder ein besseres Gesicht zeigen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eigentlich hätten die Regionalliga-Fußballer der TSG Balingen am Freitagabend das Württemberg-Derby gegen den Tabellenzweiten der Südweststaffel, die SG Sonnenhof Großaspach, bestreiten sollen.

Nun haben die von Murat Isik trainierten Balinger jedoch erst einmal Zeit bekommen, ihre Wunden zu lecken. Denn die Partie wurde am Donnerstagabend wegen Frost abgesagt.

Untergrund erlaubt kein reguläres Spiel

„Die Rasenfläche in der Bizerba-Arena ist nicht bespielbar“, teilte Jonathan Annel mit. „Der Untergrund erlaubt kein reguläres Spiel“, so der TSG-Geschäftsführer, der das Geläuf mit Alexander Scherer (Stadt Balingen) und Matthias Harzer (Verbandsspielausschuss) inspizierte. Die Erkenntnis: „Der angefrorene Rasen würde bei einer wettkampfmäßigen Beanspruchung extrem in Mitleidenschaft gezogen.“ Insbesondere aber könne die Unversehrtheit aller Akteure bei diesen Verhältnissen nicht gewährleistet werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, könnte laut Annel aber bereits im Laufe des Freitags gefunden sein.

Frost auf dem Rasen, Frost abseits desselben: So ganz ungelegen dürfte die Absage den Schwaben nämlich nicht kommen. Denn die Spielpause gibt der Isik-Elf Zeit, die Klatsche aufzuarbeiten, die die TSG am Sonntag beim FC Astoria Walldorf kassierte. Mit 0:6 kamen die Kreisstädter beim Tabellenvierten unter die Räder; sie hätten sich gut und gerne noch ein oder zwei Treffer mehr einfangen können. Zu allem Überfluss verloren die Balinger erneut einen Spieler: Jonas Brändle kassierte kaum 30 Sekunden nach seiner Einwechslung zur Pause den roten Karton (Notbremse).

Das Ruder herumgerissen

Ein Treffer, der saß – und der das Zeug dazu haben könnte, die ohnehin strauchelnde Truppe vollends aus den Angeln zu heben. Sieben Spiele in Serie hatte der abstiegsbedrohte Tabellen-15. in der Südweststaffel zuvor nicht gewonnen gehabt. Im wichtigen Kellerduell gegen den TSV Schott Mainz schien das junge Team vor gut zwei Wochen indes das Ruder herumgerissen zu haben; in Unterzahl räumten die Balinger den Tabellenletzten aus Mainz mit 4:1 aus dem Weg.

Doch dann knallte es in Walldorf erneut. Die Astoria-Abreibung sei in dieser Dimension nicht zu entschuldigen, sagte Abwehr-Routinier Sascha Eisele unter der Woche. „Das Ergebnis tat weh, es war bitter, es war unglücklich und vor allem war es in dieser Form unnötig“, so der 31-Jährige weiter. Sicher habe seine Elf auch Pech gehabt. „Aber wir suchen keine Ausreden. Selbst an einem schlechten Tag darf man sich nicht so abschießen lassen“, meinte Eisele, der aus Frommern stammt. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Die Basics, also das, was die TSG sonst auszeichnet, hätten in Walldorf gefehlt, erklärte der Abwehrspieler selbstkritisch.

Mannschaft motiviert und entschlossen

„Wir haben dem Gegner zu große Räume geboten, waren zu soft in den Zweikämpfen und haben auch mit Ball zu viele unüberlegte Aktionen gebracht.“ Gleichwohl habe man nun die Möglichkeit, die Niederlage aufzuarbeiten und sich selbst aufzubauen. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, das würde auch keinen Sinn machen.“ Vielmehr sei die Mannschaft motiviert und entschlossen, demnächst eine Reaktion zu zeigen.

„Wir haben einen herben Rückschlag erlebt. Nun gilt es, trotzdem weiterhin mit breiter Brust auf den Platz zu gehen und alles rauszuholen, was wir aufzubieten haben“, so Urgestein Eisele. „Es geht darum, künftig wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.“