Fußball-Landesliga 3
: Moral, Wille, Sieg: Harthausen/Scher dreht Kellerduell gegen SSC Tübingen

Der TSV Harthausen/Scher hat im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga ein starkes Lebenszeichen gesendet. Im Kellerduell gegen den SSC Tübingen drehte die Mannschaft von Stefan Bach einen Rückstand und gewann am Ende verdient mit 2:1.
Von
Giovanni De Nitto
Harthausen
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Spvgg Freudenstadt - TSV Harthausen/​Scher, Fussball Landesliga, Saison 2025/2026, 21.02.26, Spieltag 19: Freude/ freuen/ Jubel/ Jubel, Torjubel, jubelt ueber das Tor, celebrate the goal, celebration Harthausen

 Spvgg Freudenstadt - TSV Harthausen/​Scher, Fussball Landesliga, Saison 2025/2026, 21.02.26

Foto: Eibner-Pressefoto/Thiemann Kirsten

Jubel beim TSV Harthausen/Scher: Die Mannschaft schlägt den SSC Tübingen und wahrt alle Chancen im Kampf um den Landesliga-Klassenerhalt.

Eibner-Pressefoto/Thiemann Kirsten
  • Harthausen/Scher gewann das Kellerduell gegen den SSC Tübingen mit 2:1 nach Rückstand.
  • Das Spiel fand am 26. Spieltag in Harthausen vor 150 Zuschauern statt.
  • SSC ging nach Freistoß durch Felix Müller in Führung, Harthausen drehte durch Endriß und Rösch.
  • Die Heimelf dominierte Halbzeit zwei – ein Lattentreffer und ein nicht gegebener Treffer sorgten für Spannung.
  • Mit nun 19 Punkten wahrt Harthausen Chancen auf den Klassenerhalt, Tübingen steht bei 25 Punkten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Harthausen. Am 26. Spieltag der Fußball-Landesliga (Staffel 3) feierte der TSV Harthausen/Scher einen enorm wichtigen 2:1 (0:0)-Erfolg im Kellerduell gegen den SSC Tübingen, der mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz steht.

Für die Scherkicker war es ein echtes Alles-oder-nichts-Spiel: Bei einer Niederlage wäre der Abstieg kaum noch zu verhindern gewesen. Doch mit dem fünften Saisonsieg schraubt die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Bach ihr Punktekonto auf 19 und wahrt bei noch neun ausstehenden Partien alle Chancen im Kampf um den Klassenerhalt.

Harthausen: Motiviert und bissig

Vor 150 Zuschauern auf dem Sportgelände an der Jahnstraße präsentierte sich die Heimelf von Beginn an hoch motiviert und bissig. Coach Bach hatte sein Team optimal auf die wichtige Partie eingestellt. Bereits nach zwei Minuten bot sich die erste Großchance: Tim Abt scheiterte aus spitzem Winkel an SSC-Torhüter Hornberger.

Harthausen blieb in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, ließ im letzten Drittel jedoch zunächst die nötige Konsequenz vermissen.

SSC mit wenig Offensivaktionen

Die Gäste aus Tübingen kamen offensiv kaum zur Geltung, während die TSV-Defensive alles weg verteidigte und auch in der Luft, über die gesamten Spielzeit, klar die Oberhand behielt.

Nach rund einer halben Stunde setzte Matthias Endriß ein weiteres Offensiv-Ausrufezeichen, sein Abschluss aus zwölf Metern verfehlte das Tor nur ganz knapp. So ging es torlos in die Pause. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie genauso mutig weiterspielen soll“, erklärte Coach Bach.

Halbzeit zwei: Spiel auf ein Tor

Nach dem Seitenwechsel wurde der Rasenplatz in Harthausen zur Einbahnstraße: gespielt wurde nur noch auf das Tor der Gäste aus Tübingen. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff setzte der eingewechselte Maximilian Czopiak den eingelaufenen Finn Locher in Szene, der den Ball aus sechs Metern an die Latte nagelte (48.) – Glück für den SSC.

Kurz darauf scheiterte Endriß gleich doppelt: einmal aus kurzer Distanz, dann parierte Hornberger mit einer Glanztat (53./56.). Nach knapp einer Stunde jubelte Harthausen bereits, als Endriß den Ball im Gewühl über die Linie drückte, obwohl das Spielgerät deutlich über der Linie war, blieb der Pfiff des Unparteiischen zur Verwunderung aller aus.

Kalte Dusche

Dann folgte wie aus dem Nichts die kalte Dusche für die Scherkicker: Tübingen ging praktisch mit der ersten Torchance in Führung.: Nach einem Freistoß verwertete Felix Müller gekonnt den Ball und schloss per Direktabnahme sehenswert zum 1:0 für den SSC ab (67.).

War damit die Moral von Harthausen gebrochen? Mitnichten: „Die Jungs haben sich davon nicht beirren lassen und einfach weitergemacht. Sie wollten dieses Spiel gewinnen und haben eine tolle Mentalität bewiesen“, lobte Bach.

Doppelschlag bringt die Wende

Nur wenige Minuten später belohnte sich die Heimelf endlich für ihr Engagement: der überragende Endriß traf mit einem überlegten Flachschuss zum 1:1 (74.). Und Harthausen wollte mehr: Nach einer einstudierten kurzen Ecke lenkte Thomas Rösch den Ball per Kopf über den Scheitel ins lange Eck zum viel umjubelten 2:1 (79.).

In der Schlussphase warf Tübingen noch einmal alles nach vorne, doch Harthausen verteidigte kompromisslos und hätte bei besser ausgespielten Kontern sogar erhöhen können. Am Ende blieb es beim hochverdienten 2:1-Erfolg der Scherkicker. „Ich bin total zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und Mentalität gezeigt. Jetzt genießen wir kurz den Sieg, dann geht der Fokus direkt aufs nächste Spiel“, bilanzierte Spielertrainer Bach.

Spiel-Statistik

TSV Harthausen/Scher: Reinhardt – F. Maier, L. Maier, Rösch, Dahlke, Abt (46. Czopiak), Balci (81. Bach), Endriß, Koch, Gratz, Locher (90. Zorlu).
Tore: 0:1 Müller (67.), 1:1 Endriß (74.), 2:1 Rösch (79.).

FC 07 Albstadt - VfL Nagold 1:1 (0:1)

Am 26. Spieltag der Fußball-Landesliga trennten sich der FC 07 Albstadt 1:1 (0:1)-Unentschieden vom VfL Nagold. Im Alb-Stadion vor 130 Zuschauern und angenehmen Frühlingswetter sahen die favorisierten Gäste lange wie der Sieger aus. Nagold ging kurz vor der Pause durch Panagiotis Karypidis in Führung (42.), wobei der Treffer durchaus umstritten war, da zuvor ein mögliches Handspiel im Raum stand.

Doppelchance für Nagold

Die Mannschaft aus dem Landkreis Calw verpasste kurz nach Wiederanpfiff die Entscheidung: Karypidis (52.) und Raser (53.) ließen zwei hochkarätige Chancen für Nagold ungenutzt.  Diese Nachlässigkeit rächte sich, denn Albstadt fand zunehmend besser ins Spiel und drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich.

Dramatischer Endphase

Dennis Mazrekaj vergab zuvor noch zwei gute Möglichkeiten (63., 87.), ehe der FC 07 zuschlug: Albstadt setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, warf alles nach vorne und wurde in der Nachspielzeit belohnt: Samed Akbaba erzielte den 1:1-Ausgleich (90.+3). Eine Flanke von rechts von Denis Mazrekaj verwertete der Spielertrainer per wuchtigem Flugkopfball aus kurzer Distanz zum viel umjubelten und verdienten Treffer. „Wir wollten zu Hause drei Punkte holen, am Ende ist es nur einer, eigentlich zu wenig“, sagte Akbaba. „Trotz des Rückstands hat die Mannschaft Charakter gezeigt und sich spät belohnt.“

Mit Blick auf die restlichen acht Ligaspiele zeigte er sich kämpferisch: „Der FC 07 Albstadt gibt niemals auf. Wir werden alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen.“ ⇥swp

FC 07 Albstadt: Leitenberger – Shacore (65. S. Cetin), Bradara, Akbaba, Rodriguez, Mazrekaj, Banda (49. Mittrenga), Dzaferi, A. Cetin (84. Moser), Bacher (76. Matur), Farkas (70. Nicoletic).