Fußball, Landesliga (3): Die TSG Balingen II setzt Serie auch nach Schiedsrichter-Ausfall souverän fort

Der Tabellenführer aus Balingen (rote Trikots) fuhr gegen die Gäste aus Tübingen einen souveränen Heimsieg ein.
Eibner/Andreas Ulmer- Balingen II gewann in der Landesliga 5:1 gegen den SSC Tübingen und blieb Tabellenführer.
- Nach 2:0-Führung traf Tübingen kurz vor der Pause – Balingen antwortete nach Wiederbeginn.
- Schiedsrichter fiel in der Pause mit Übelkeit aus, Spiel ging nach langem Stopp mit Ersatz weiter.
- Inan, Feher und Gaiser erhöhten nach dem 3:1, Tübingen hatte danach kaum Gegenwehr.
- Frühe Großchancen und ein sehenswerter Fernschuss von König prägten die starke erste Hälfte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Tabellenführer aus Balingen hat gegen den SSC Tübingen seine Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt und sich nach zwischenzeitlich spannendem Verlauf am Ende deutlich mit 5:1 durchgesetzt. Vor allem nach dem Tübinger Anschlusstreffer kurz vor der Pause antworteten die Gastgeber mit der richtigen Reaktion.
Starker Beginn des Tabellenführers
Balingen machte vor heimischer Kulisse von Beginn an Druck. Schon früh hatte Silas Bader nach einem langen Ball die große Möglichkeit zur Führung, zielte aber knapp vorbei. Die Gäste aus Tübingen mussten derweil einen frühen Rückschlag hinnehmen: Can Acet verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung und musste bereits in der Anfangsphase ausgewechselt werden (3.).
Die Gastgeber blieben tonangebend. In der sechsten Minute scheiterte Florian Barth nach einer Eckball-Variante noch am stark reagierenden SSC-Keeper Julian Hornberger, auch Bader ließ in der 23. Minute die nächste Großchance liegen. Beim dritten Versuch war es dann soweit: Wieder wurde Bader mit einem Gassenball geschickt, diesmal blieb er in der 27. Minute eiskalt und schob zur verdienten Führung ein.
Tübingen setzte offensiv nur wenige Nadelstiche, reklamierte in der 31. Minute aber lautstark Elfmeter, als Mario Kuhn nach einem Duell mit einem Balinger Verteidiger zu Boden ging. Für den Schiedsrichter Roman Mertens war dies aber zu wenig. Stattdessen erhöhte Balingen in der 37. Minute: Nach einer Hereingabe von Barth landete der Ball bei Finn König, der aus 20 Metern sehenswert zum 2:0 traf.
Turbulente Schlussphase des ersten Abschnitts
Kurz vor der Pause wurde es turbulent. In der Nachspielzeit jubelte Balingen bereits über das vermeintliche 3:0 durch Mirhan Inan, doch wegen Abseits wurde der Treffer aberkannt. Fast im Gegenzug nutzte Mario Kuhn einen langen Ball und verkürzte mit dem Halbzeitpfiff auf 1:2.
Noch vor Wiederanpfiff wurde es kurios. Schiedsrichter Mertens klagte in der Pause über Übelkeit und konnte seinen Dienst nicht wieder aufnehmen. „Nach den Regeln konnte das Spiel nur fortgesetzt werden, wenn innerhalb einer halben Stunde ein lizenzierter Ersatzschiedsrichter gefunden wird und beide Mannschaften weiterspielen wollen“, klärte Balingens Cheftrainer Philipp Wolf nach der Partie auf. Da dies der Fall war, ging es nach einer sehr langen Halbzeitpause weiter.
Ins Wanken gerieten die Balinger nach der langen Pause allerdings nicht. Zwar ließ Inan in der 49. Minute nach Vorarbeit von David Haas zunächst noch das 3:1 liegen, fünf Minuten später machte er es besser: Nach starkem Zuspiel von Bastian Berger profitierte er von einem Ausrutscher Hornbergers und stellte auf 3:1.
Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. In der 63. Minute setzte Balingen einen mustergültigen Konter, den Noel Feher eiskalt zum 4:1 abschloss. Spätestens in der 73. Minute war der Deckel drauf, als Noah Braun für Paul Gaiser auflegte und dieser zum 5:1-Endstand vollstreckte.
„Wichtig war, dass wir direkt nach der Pause das 3:1 gemacht haben – danach war klar, in welche Richtung das Spiel geht. Da wir Chancen auf das sechste, siebte und achte Tor hatten, geht der Sieg auch absolut in Ordnung“, so Wolf weiter.
TSG Balingen II: Dogan – Fritz, Maier (62. Thomaidis), Bader (46. Berger), Braun (78. Leoniello) – Draskovic (65. Gaiser), König, Haas, Barth, Inan, Neff (46. Feher).