Eklat bei der HSG Hossingen-Meßstetten: Letztes Tor fällt nach der Schlusssirene

Die Frauen der HSG Hossingen-Meßstetten legten gegen den TSV Köngen eine tolle Aufholjagd aufs Parkett.
Kara- HSG Hossingen-Meßstetten spielte 33:33 gegen den TSV Köngen – letzter Treffer umstritten.
- Die Gastgeberinnen führten 33:32, ehe Köngen nach der Sirene ins leere Tor traf.
- Schiedsrichter gaben das Tor, HSG-Trainer André Röthlingshöfer legte zunächst Einspruch ein.
- Der Einspruch wurde zurückgezogen: Es handelte sich laut Coach um einen unzulässigen Einspruch.
- Separat verlor Aufsteiger HSG Albstadt bei der TG Biberach klar mit 22:34.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das war geschehen: In der Schlussphase ging die neu formierte HSG Hossingen-Meßstetten gegen den starken TSV Köngen mit 33:32 in Führung. Fiona Beilharz traf zwei Sekunden vor Toresschluss im Sieben-gegen-Sechs.
Der Sieg war unter Dach und Fach, oder doch nicht? Die Gäste vom TSV Köngen führten noch den Anwurf aus und trafen ins leere Tor. Die Zeit war jedoch abgelaufen. Die Schiedsrichter gaben den Treffer zum 33:33-Remis dennoch.
War es eine Tatsachenentscheidung?
HSG-Coach André Röthlingshöfer war der klaren Meinung, dass der Treffer zu spät fiel. Die Uhr war abgelaufen. Es wurde zunächst Einspruch eingelegt, der aber mittlerweile zurückgezogen wurde. Röthlingshöfer klärt auf: „Es war ein irregulärer, also ein unzulässiger Einspruch. Das würde ins Nichts führen. Deswegen haben wir ihn auch zurückgezogen.“
Zur Erklärung: Ein irregulärer Einspruch im Handball (im formalen Sinne meist als unzulässiger Einspruch bezeichnet) führt dazu, dass das zuständige Handballgericht den Einspruch per Beschluss verwirft, ohne die inhaltlichen Argumente überhaupt zu prüfen. Im Handballrecht der Verbände und des Deutschen Handballbundes (DHB) gelten extrem strenge Formvorschriften.
Wenn ein Einspruch als „irregulär“ abgewiesen wird, liegt das fast immer an einem der folgenden drei Hauptfehler: 1. Fehlender Eintrag im Spielbericht, 2. Einspruch gegen eine „Tatsachenentscheidung“, 3. Missachtung von Fristen und Gebühren.
Albstädter Damen verlieren
Derweil verlor Aufsteiger HSG Albstadt sein erstes Verbandsligaspiel bei der TG Biberach klar mit 22:34. Bereits zur Pause hatte die Sieben von Trainerin Gülfidan Balci mit 9:17 im Hintertreffen gelegen.
