Bezirkspokal Final Four 2026
: TSG Balingen Falcons: Revanche geglückt, Pokal knapp verpasst

Die Falcons der TSG Balingen erreichen beim Final Four des Basketball-Bezirkspokals Alb/Bodensee 2026 in Ulm-Söflingen den zweiten Platz. Nach dem Halbfinalsieg gegen Lustnau unterliegt das Team im Finale BBU 01 Ulm (4), zeigt aber eine starke kämpferische Leistung mit Blick auf die anstehende Landesliga-Relegation.
Von
Giovanni De Nitto
Balingen
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Lennart Gummels (links) und die TSG Balingen Falcons sichern sich Platz zwei beim Bezirkspokal-Final-Four in Ulm-Söflingen. Coach Bülent Veznikli (rechts) zeigte sich stolz auf seine Mannschaft.

Lennart Gummels (links) und die TSG Balingen Falcons sichern sich Platz zwei beim Bezirkspokal-Final-Four in Ulm-Söflingen. Coach Bülent Veznikli (rechts) zeigte sich stolz auf seine Mannschaft.

Eibner/Kara
  • TSG Balingen wurde beim Bezirkspokal-Final-Four Alb/Bodensee 2026 Zweiter.
  • Im Halbfinale gelang die Revanche gegen TSV Lustnau mit 78:70 nach starker Schlussphase.
  • Im Finale verlor Balingen gegen BBU 01 Ulm 4 mit 65:71 – Kräfte schwanden im dritten Viertel.
  • Trainer Bülent Veznikli lobte Moral und Einsatz, trotz Ausfällen und kurzer Pause.
  • Blick nach vorn: Relegation zur Landesliga gegen TSB Ravensburg und erneut gegen Ulm 4.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit gemischten Gefühlen kehren die Basketballer der TSG Balingen vom Final-Four-Turnier des Bezirkspokals Alb/Bodensee 2026 in Ulm-Söflingen zurück. Im Halbfinale gelang gegen Meister TSV Lustnau die ersehnte Revanche für zwei Niederlagen in der Bezirksliga. Im Finale mussten sich die Balinger zwar BBU 01 Ulm (4) geschlagen geben, überzeugten jedoch mit großem Einsatz und Moral. Mit Blick auf die anstehenden Aufstiegsspiele zur Landesliga diente das Turnier zugleich als wertvolle Generalprobe.

Halbfinale: Intensives Duell mit Revanche für Balingen

In der Theodor-Pfizer-Sporthalle trafen im Halbfinale mit der TSG Balingen und dem TSV Lustnau, auch bekannt als „Klub Kartell“, zwei ersatzgeschwächte Teams aufeinander. Die Falcons mussten auf wichtige Leistungsträger wie Tunacan Cetintas, Martin Scheuring und Justin Schönfeld verzichten, doch auch Lustnau trat nicht in Bestbesetzung an. Dennoch entwickelte sich von Beginn an ein intensives und spannendes Duell der Dauerrivalen, in dem beide Teams ihre starken Phasen hatten. Balingen erwischte den besseren Start und setzte sich im ersten Viertel auf 16:9 ab, ehe Lustnau bis zur Viertelpause ausglich. Ein ähnliches Bild bot sich im zweiten Abschnitt: Diesmal ging der „Klub Kartell“ in Führung, doch Balingen hielt dagegen und kämpfte sich bis zur Pause wieder heran – 35:33 für Lustnau.

Starke Schlussphase entscheidet das Halbfinale

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Mit 58:54 ging Lustnau in das Schlussviertel, doch dort drehten die Falcons auf: Mit einer kompakten, beweglichen Defensive zwangen sie ihren Gegner zu schwierigen Würfen und nutzten offensiv konsequent ihre Chancen. Balingen gewann den Schlussabschnitt mit 24:12 und sicherte sich am Ende verdient den 78:70-Erfolg.

„Wir hatten ja schon zweimal in der Liga gegen Lustnau verloren und wussten, was auf uns zukommt. Sie sind stark gestartet, wir sind zunächst nicht gut ins Spiel gekommen, konnten die Partie aber eng halten. Im letzten Viertel haben die Jungs dann noch einmal einen Gang zugelegt, sehr stark verteidigt und das Spiel so gedreht“, resümierte Trainer Bülent Veznikli.

Finale gegen BBU Ulm: Kraft reicht nicht aus

Im Finale trafen die Falcons auf BBU Ulm 4 – und damit auf einen direkten Konkurrenten in der anstehenden Landesliga-Aufstiegsrelegation. Die Ulmer hatten nach ihrem Halbfinalsieg mehr Zeit zur Regeneration, während Balingen nur rund 30 Minuten Pause blieb. Dennoch entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel: Nach dem ersten Viertel lag Balingen mit 19:21 zurück, zur Halbzeit betrug der Rückstand lediglich 31:33.

Einbruch im dritten Viertel entscheidet das Spiel

Im dritten Viertel machte sich dann jedoch die schwindende Kraft bemerkbar. Zudem verletzte sich Felix Bechtle und konnte nicht mehr weiterspielen. Ulm nutzte diese Phase konsequent, gewann den Abschnitt deutlich mit 24:7 und sorgte für die Vorentscheidung. Doch die Falcons bewiesen Moral, kämpften sich gegen die junge und athletische Ulmer Mannschaft noch einmal auf sechs Punkte heran, mussten sich am Ende aber mit 65:71 geschlagen geben.

Stolz trotz Niederlage – Blick auf die Relegation

„Ich bin absolut stolz auf meine Jungs. Die Rahmenbedingungen waren nicht optimal – mit den Ausfällen, der langen Anreise und der kurzen Pause vor dem Finale. Hut ab, was die Mannschaft vor allem im letzten Viertel noch einmal herausgeholt hat, das spricht für unsere Moral“, bilanzierte Veznikli und richtete den Blick bereits nach vorne: „Jetzt heißt es, schnell Kräfte sammeln und den Fokus auf die Relegationsspiele legen. Bereits am Sonntag geht es los.“

Dann empfängt die TSG Balingen um 15 Uhr den TSB Ravensburg in der Kreissporthalle, ehe es am 10. Mai zum erneuten Duell mit BBU Ulm 4 kommt.

Bezirkspokal – Final-Four in Söflingen

Halbfinale:
TSG Söflingen (4) – BBU 01 Ulm (4) 78:86
TSV Lustnau – TSG Balingen 70:78

Endspiel
BBU 01 Ulm 4 – TSG Balingen 71:65

Für die TSG Balingen spielten: 
F. Bechtle, S. Bechtle, Gummels, Lohner, Kirschbaum, Fouß, Ndong, Dumancic, Ayvaz, Raible, El Borji.